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 E & BJ Capper Nagold 2015-16

 

27. - 28.4.2015

 

 

Melnik

und Kloster Roschen

and Rozhen Monastery

Zusammen als UNESCO-Welterbestätte nominiert

Nominated together as UNESCO World Heritage

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Nach einer Umrundung des Piringebirges sind wir unterwegs nach Melnik in der südwestlichen Ecke Bulgariens. Die griechische Grenze ist nur 15 km im Süden entfernt und die mazedonischen Grenze 35 km im Westen. Dieser Teil von Bulgarien gehört, wie ein großes Gebiet von Nord-Griechenland und der moderne Staat Makedonien selbst, zur geographischen und historischen Region Makedonien.

Um gleich etwas klarzustellen: Zwischendurch gibt es tatsächlich Baustellen und suboptimale Straßen mit Schlaglöchern, aber das Bild (oben) ist keineswegs repräsentativ. Das Fahren in Bulgarien ist meistens unproblematisch und wir kommen damit gut zurecht.

After driving right around the Pirin Mountains, we're on the way to Melnik in the south-west corner of Bulgaria. The Greek border is only 15 km away to the south and the Macedonian border 35 km to the west. This part of Bulgaria belongs to the geographical and historical region of Macedonia, as does a large area of northern Greece and the modern state of Macedonia itself.

For clarification: There are occasional road works and some bad minor roads with potholes, but the picture above is not representative of the roads in Bulgaria. Driving is usually no problem and we get along well with it.

 

 

 

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Wir fahren erstmals an der eigentlichen Stadt Melnik vorbei. Es dauert nicht lange, weil Melnik als kleinste Stadt Bulgariens gilt. In den noch kleineren Dörfern Karlanovo oder Roschen hoffen wir, einen Platz zum Übernachten zu finden.

Wir bewundern die berühmten Sandpyramiden erstmals aus der Nähe. Sie bestehen aus einem Fels-Sand-Gemisch aus verwitterten Gesteinen vom Piringebirge, das nach Ablagerung zu den heutigen Formen erodiert wurde. Diese Erosion setzt sich noch heute fort.
Im rechten Bild sieht man einen Tunnel, den man durch diese bröckelige Schicht für eine kleine Nebenstrasse gebohrt hat.

Initially we drive on past theactual town of Melnik, which doesn’t take long, because Melnik is the smallest town in Bulgaria. We hope to find a place to park for the night in one of the villages Karlanovo or Rozhen.

We admire the famous sand pyramids for the first time up close. They consist of a rock-sand mixture which comes from weathered material from the rocks of the Pirin Mountains. This has been deposited and then eroded into the present forms. This erosion also continues today.
In the right picture you can see a tunnel made for a small side road through this crumbly layer.

 

 

 

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Die Gegend ist auch für Wein weithin bekannt. Oben links sieht man einen der vielen Weinläden in Melnik.
 Aus der Rebsorte ‘Melnik’ wird ein kräftiger und schmackhafter Wein gemacht, der angeblich besonders von Winston Churchill favorisiert wurde.

In Roschen dürfen wir auf dem Parkplatz vor einem Restaurant (oben rechts) übernachten. Das Restaurant selbst ist leider Ende April noch nicht in Betrieb, aber im dazugehörigen Weinkeller (Bilder unten) dürfen wir gerne ein paar Flaschen des hiesigen Weins einkaufen. 

The area is also well-known for wine. The picture above left shows one of the many wine shops in Melnik. 'Melnik' is a special variety of grape from which a strong and tasty wine is made. Apparently it was one of Winston Churchill’s favourites.

In Rozhen we can stay for the night in the car park in front of a restaurant (top right). At the end of April the restaurant itself is unfortunately not yet in operation but in the wine cellar belonging to it (pictures below) the owner is pleased to sell us a few bottles of the local wine.

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Vom Dorf Roschen aus ist es ca. 1 km zu Fuß hoch zum Kloster mit dem gleichen Namen. Als wir an dieser Kapelle auf dem Weg vorbeikommen und zurückschauen, haben wir eine gute Sicht auf die Sandklippen und, in der Ferne, auf das schneebedeckte Piringebirge.

From the village of Rozhen it is about 1 km walk up to the Monastery with the same name. Passing this  chapel on the way we look back and have a good view of the sand cliffs and, in the distance, the snow-capped Pirin Mountains.

 

 

 

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Kloster Roschen ist eins der wenigen gut erhaltenen, mittelalterlichen Klöster in Bulgarien. Es soll 890 gegründet worden sein und wird heute noch immer von Mönchen aktiv benutzt.

Man tritt ein durch den Haupteingang (links oben) und genießt gleich die Stille in der mit Mauern umgebenen Anlage.

Rozhen Monastery is one of the few well-preserved medieval monasteries in Bulgaria. It is said to have been founded in 890 and is still actively used by monks today.

We go in through the main entrance (top left) and immediately enjoy the quietness in the enclosed building.

 

 

 

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Insbesondere der gemütliche, weinbewachsene Klosterhof mit den umgebenden Wohnräumen und Balkons der Mönche trägt sehr zum entspannten Gefühl der Ruhe bei.

In particular, the pleasant vine-covered courtyard with the living quarters and balconies of the monks surrounding it contributes much to a relaxed feeling of calmness here.

 

 

 

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Mitten im Klosterhof steht die Klosterkirche der Geburt der Heiligen Maria. (Der Name Roschen wird von dem bulgarischen Wort für Geburt abgeleitet.)

Hier bewundern wir die Fresken am Kircheneingang, von denen manche schon 1595 gemalt wurden.

Insgesamt herrscht hier im Kloster Roschen eine andere, ruhigere Atmosphäre als in den anderen zwei Klöstern, die wir in Bulgarien besucht haben. In beiden, Kloster Rila und Kloster Batschkowo, waren weit mehr Touristen unterwegs und allgemein viel mehr Betriebsamkeit.

Within the monastery courtyard stands the Monastery Church of the Nativity of the Virgin Mary. (The name of Rozhen is derived from the Bulgarian word for birth.)

Here we admire the frescoes surrounding the entrace to the church. Some of them date back to 1595.

Overall, there is here in the Rozhen Monastery a calmer atmosphere than in the other two monasteries we visited in Bulgaria. In both of them - Rila Monastery and Bachkovo Monastery - we experienced far more tourists and much more hustle.

 

 

 

An einem Baum unweit vom Klostereingang hängen viele der rot-weißen Martenizi, die in Bulgarien am Frühlingsanfang ( in der ersten Märzwoche) verschenkt werden, um Gesundheit und ein langes Leben zu wünschen. Beim ersten Zeichen von Frühling (z.B. bei der ersten Sichtung einer Schwalbe) werden sie in Bäumen aufgehängt. (Siehe Link.)

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On a tree not far from the monastery entrance hang many of the red-white Martenitsi that are given as little presents in Bulgaria at the beginning of spring (in the first week of March) to wish good health and long life. At the first sign of spring (e. g. at the first sighting of a swallow) they are hung into a tree. (See link)

 

 

 

 

 

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Wieder unten im Dorf Roschen bemerken wir unseren Appetit und werden in dem Gasthof (l) satt (r).

Back down in the village of Rozhen we notice our hunger and find something to satisfy it with (r) in the restaurant (l).

 

 

 

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Auf dem Weg zurück nach Melnik bewundern wir die dekorativen Flaschenkürbisse an diesem Haus. Sie sind zum Verkauf, nehmen wir an. Wir stellen jedoch fest, der Platz in unserem Campingbus ist zu knapp für Souvenirs in dieser Größe. 

On the way back to Melnik we admire the decorative gourds at this house, presumably for sale. However, space in our camper is too restricted for such large souvenirs.

 

 

 

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Melnik hat bessere Tage erlebt.
Heute wird die Bevölkerung mit ca. 300 Einwohnern angegeben. Im späten 18. Jh., bevor die Stadt durch eine Feuersbrunst zerstört wurde, waren es 20 000. Damals standen in der Stadt angeblich 1300 Häuser und 70 Kirchen. Heute ist die Hauptindustrie der Stadt eindeutig der Tourismus.

An den Straßen von Melnik stehen einige sehr alte, beeindruckende Platanen (Platanus Orientalis). Auf diesem Baum vor dem Hotel haben wir kein Schild gesehen, aber das Alter eines ähnlichen Baums wurde mit 800 Jahren angegeben.

Melnik has seen better days.
Today the population is about 300 residents. In the late 18th C before the town was destroyed by fire, it was 20 000. At that time it had apparently about 1300 houses and 70 churches. Today the main industry of the city is clearly tourism.

In the streets of Melnik there are some very old and impressive plane trees (Platanus orientalis). On this tree in front of the hotel there was no sign, but the age of a similar tree was given as 800 years.

 

 

 

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Das Stadtbild von Melnik mit der dramatische Kulisse der Sandpyramiden dahinter ist wirklich sehr ungewöhnlich und interessant und wir laufen gerne eine Weile herum.

Näher betrachtet, vermutet man, dass eine stilgerechte Reparatur kostenintensiv sein muss. Manches sieht nicht sehr sicher aus. (Siehe Detailbild des osmanischen Verwaltungsgebäudes auf der linken Seite.)

The town of Melnik with the dramatic backdrop of the sand pyramids behind it is really very unusual and interesting and we enjoy walking around for a while.

On closer inspection, we get the impression that repair in an appropriate style is probably expensive. Some things do not look very safe. (See detailed picture of the Ottoman administrative building on the left.)

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Besonders geschätzt und geschützt werden die Gebäude im Stil der bulgarischen Wiedergeburt. Sie haben oft ein ausladendes Obergeschoss, was uns an Gebäude erinnert, die wir in Berat, Albanien, gesehen haben.

Es ist an der Zeit, unseren treuen Stadtführer zu erwähnen (r). Wir wurden mindestens eine 3/4 Stunde durch die Stadt von dem adretten Vierbeiner begleitet. Er ging zwar nicht groß auf unseren Fragen ein, hat aber zumindest nicht gebettelt und war sehr geduldig, während wir Fotos gemacht haben.

Buildings in the style of the Bulgarian Revival are protected and particularly valued. They often have an overhanging upper floor, which reminds us of buildings we saw in Berat, Albania.

Now is the time to mention our loyal travel guide (r). We were escorted on our sight-seeing through the town by this neat animal for at least 3/4 hour. Although it did not deal with our questions in much detail at least it didn’t beg and was very patient when we took pictures.

 

 

 

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Die Ruinen des sogenannten ‘Byzantinischen Hauses’ aus dem 12. oder 13. Jh. stehen hoch über der Stadt (l).
Wir klettern noch etwas weiter und schauen von dort aus zusammen mit unserem Begleithund auf die Stadt herunter.

The ruins of the so-called 'Byzantine House' built in the 12th or 13th century stand high above the city (l).
We climb a little further beyond it and look down to the town from here, together with our doggy companion.

 

 

 

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Wir verabschieden uns von Melnik und bewundern beim Wegfahren eine besonders spitze Sandpyramide, die mit ihrer kleinen grünen Kappe aus Vegetation gerade von der Sonne beschienen wird.

We say goodbye to Melnik. As we drive away we  admire a particularly pointed sand pyramid with its little green cap of vegetation that is being illuminated by the sun.

 

 

 

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