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 E & BJ Capper Nagold 2015-16

 

21.4.2015

 

 

Widin

Vidin

Nachdem wir die roten Felsen bei Belogradtschik angeschaut haben, entscheiden wir uns kurzfristig, der ca. 50 km entfernten Stadt Widin einen Besuch abzustatten und dabei etwas mehr von Bulgarien zu erleben.

After looking at the red rocks of Belogradchik, we decide at short notice to visit Vidin about 50 km away and to see a bit more of Bulgaria.

 

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Die Strecke ist nicht sehr ergiebig. Ab und zu eine hübsche Kirche.
Manche kleine Bauernhöfe unterwegs zeugen davon, dass der Lebensunterhalt hier nicht einfach ist.

We do not see much of interest on the way. Now and then a pretty church.
Some of the small farms show that making a living here is not easy.

 

 

 

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Wir kommen in der Stadt Widin/Vidin an, in der ca. 50,000 Bewohner leben und die das administrative Zentrum der Gegend darstellt. Die Stadt an der Donau schaut auf eine sehr lange und teilweise glorreiche Geschichte zurück. (Siehe Wikipedia).
Heute wirkt sie auf uns ziemlich normal, gebietsweise  etwas ärmlich, manchmal etwas wohlhabender.
Die buntbemalten Kinder am Zaun laden zum Mitspielen auf dem Spielplatz ein.

We arrive in the town of Vidin, which has about 50000 inhabitants and is the administrative centre of the area. The city on the Danube looks back on a very long and at times glorious history. (See Wikipedia).
Today it appears a very normal town to us, some areas a bit shabby, some wealthier.

I like the brightly painted children on the fence which make the playground inviting.

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Neben der Straße fällt uns diese Ruine auf. Die Davidssterne am Gebäude (r) geben uns den notwendigen Tipp, dass es sich um eine Synagoge handelt. Als wir die Ruine betreten, kommt ein kontaktfreudiger Widiner aus der Nachbarschaft auf uns zu und erklärt uns auch einiges darüber auf Englisch. 

Die Synagoge in Widin wurde 1894 eröffnet. Nur in Sofia gab es damals in Bulgarien eine größere Synagoge. Das beschädigte Gebäude wurde nach dem 2. Weltkrieg Staatseigentum. Renovierungspläne wurden in den 1970er Jahren aufgestellt und 1983 wurde mit der Restaurierung angefangen.

Next to the road we notice this ruin. The stars of David on the building (r) give us the tip that this is a synagogue building. As we enter the ruins, a sociable Vidiner from the neighbourhood comes over and tells us something about it in English.

The synagogue in Vidin, (link in German), was opened in 1894. At that time it was the second largest synagogue in Bulgaria after Sofia. After the 2nd WW the damaged building was taken over as state property. Renovation plans were drawn up in the 1970s and in 1983 restoration began.

 

 

 

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Das Dach wurde entfernt und der Innenbereich entkernt. Leider waren die Wiederherstellungsarbeiten nicht fertig, als 1989 die Volksrepublik Bulgarien zusammenbrach. Seitdem ist die Synagoge ungeschützt den Elementen ausgesetzt.

The roof was removed and the interior gutted. Unfortunately in 1989, before the restoration work had made enough progress, the People’s Republic of Bulgaria collapsed. Since then the synagogue has been exposed to the elements without any protection.

 

 

 

Hier in etwas mehr Detail.

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Here in more detail.

 

 

 

 

 

 

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Anscheinend bestehen Pläne im bulgarischen Kultusministerium für eine Renovierung und den Umbau zu einem Museumskomplex, aber der Start scheint sich sehr zu verzögern.

Apparently there are plans in the Bulgarian Ministry of Culture for renovation and for conversion into a museum complex, but the start seems to be long delayed.

 

 

 

 

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In einem kleinen Park am Ufer der Donau zeugen die Monumente sehr klar von der sozialistischen Vergangenheit.

In a small park on the banks of the Danube the monuments give clear evidence of the socialist past.

 

 

 

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Eine hübsche ‘Woman in Red’, die mit offenen Armen Besucher grüßt, wirkt moderner.

The pretty ‘Woman in Red’ greeting visitors with open arms looks much more modern.

 

 

 

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Die breite Donau ist sehr beeindruckend und stellt über 500 km die Landesgrenze zu Rumänien (auf der rechten Seite) dar. In der Ferne (Mitte des Bildes) sieht man die erst 2013 eröffnete Donaubrücke 2 (die Brücke Neues Europa), die Widin mit der rumänische Stadt Calafat verbindet. Sonst gibt es über den großen Fluss nur noch eine Brücke auf der ganzen bulgarischen Strecke.

The broad Danube is very impressive and for over 500 km forms the border with Romania (on the right). In the distance, in the centre of the picture, the New Europe Bridge (Danube Bridge 2) can be seen, which was opened in 2013. It connects Vidin with the Romanian city of Calafat. Otherwise there is only one further bridge in the whole Bulgarian section of the Danube.

 

 

 

Für uns ungewöhnlich im Erscheinungsbild der Stadt sind die sehr häufigen Todesanzeigen, die an Pfosten, Zäunen und Gebäuden plakatiert werden.

For us the very frequent obituaries that are displayed on posts, fences and buildings are an unusual part of a town’s appearance.

 

 

 

 

 

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Als letzten Punkt auf unserer Agenda in Widin schauen wir die Festung Baba Wida an. Die Burg wurde auf der Stelle eines römischen Beobachtungsturms im 10. Jh. angefangen. Ca. 1002 hielt die Burg 8 Monate stand während der Belagerung durch byzantinische Truppen unter Kaiser Basil II. Dann eroberte und zerstörte er sie. In den folgenden Jahrhunderten wurde sie wieder aufgebaut und mehrfach erweitert.

Der Name Baba Wida bedeutet ‘Oma Wida’, die sich der Sage nach auf die Erbauerin bezieht. Die bulgarische Zarentochter erbte den nördlichen Teil der Territorien des Vaters und regierte über ein großes Gebiet um Widin herum und bis zu den Karpaten im Norden. Sie blieb unverheiratet.

As the last item on our agenda in Vidin, we look at the Baba Vida fortress. The castle was begun in the 10th century on the site of a Roman watch tower. In ca. 1002 the castle held out a siege by Byzantine forces under Emperor Basil II for eight months, before being taken and destroyed. In the following centuries it was rebuilt and expanded several times.

The name Baba Vida means 'Granny Vida', which - according to legend - refers to the woman who had it built. The Bulgarian Tsar’s daughter inherited the northern part of her father’s territories and ruled over a large area around Vidin and up to the Carpathians to the north. She remained unmarried.

 

 

 

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Baba Wida liegt direkt am Donauufer. Die strategisch platzierte und stark befestigte Burg diente im Mittelalter als wichtigste Festung im Nordwesten Bulgariens. Jetzt ist sie mit Recht eine stolze Touristenattraktion, die die Nationalflagge zeigt.

Wir verabschieden uns von Widin nach einem kurzen, aber angenehmen Besuch.

BabaVida is located directly beside the River Danube. The strategically placed and heavily fortified castle served as the main stronghold in north-western Bulgaria during the Middle Ages. Now it is a justifiably proud tourist attraction showing the national flag.

We leave Vidin after a short but pleasant visit.

 

 

 

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