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 E & BJ Capper Nagold 2009/10

 

13. - 18.5.2009

Camargue 1

Natur, Vögel, Landschaften

Nature, Birds, Landscapes

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Die Camargue ist ein riesiges Feuchtgebiet im Rhônedelta. Bei Arles spaltet sich der gewaltige Fluss in die Petit Rhône und die Grand Rhône auf. Zwischen diesen beiden Flussarmen liegen Seen, Tümpel und Feuchtwiesen. Das Gebiet um den größten See Etang du Vaccares bis hin zum Meeresufer ist ein Naturreservat.
 Die Camargue steht auf der Naturkandidatenliste des Unesco-Welterbes.
Was der Camargue ihren Stempel aufgedrückt hat, ist der beständige Kampf der Rhône mit dem Meer, der Kampf des Süßwassers mit dem Salzwasser. Je näher man dem Ufer des Mittelmeers kommt, desto höher steigt der Salzgehalt des Wasser.
Beim Ort Salin de Giraud hat das Salz mit Hilfe des Menschen die Schlacht gewonnen und türmt sich zu meterhohen Salzbergen auf. Seit Jahrhunderten sorgen Salzhersteller dafür, das Wasser durch Konzentration in Natriumchlorid zu verwandeln. In den Salzsümpfen geschieht dies nach einem langen und komplexen System der Wasserzirkulation über Teiche (rechts im Bild), die man auch Konzentrationsflächen nennt.
Als Vergleich siehe die Saline Arc-et-Senans and das Salzbergwerk in Wieliczka, Poland.

The Camargue is a large wetland area in the Rhône delta. Near Arles the mighty river splits into the Petit Rhône and the Grand Rhône and between the two river channels lie lakes, ponds and marsh areas. From around the largest lake, Etang du Vaccares, down to the sea coast is a nature reserve.
The Camargue is on the list of candidates for Unesco Natural World Heritage.
It is the continuous struggle between the Rhône with its fresh water and the salty sea that has made its mark on the Camargue. The nearer you get to the Mediterranean coast the higher the salinity of the water.
Near the small town of Salin de Giraud the salt - with human help - has won the contest and is stacked up into several metre high salt hills. For centuries salt makers have concentrated the salty water to Sodium Chloride. This is done here in the salt marshes  in a long and complicated process of water circulation through brine ponds (right in the picture).

For comparison, see the description of the saltworks in Arc-et-Senans and in Wieliczka, Poland.

 

 

 

Ein wenig mehr landeinwärts, aber noch immer in Küstennähe liegen die  "Sansouires", das sind sumpfige Ebenen, und die sog. "Prärien". Die Böden sind dabei so versalzt, dass nur Pflanzen, die einen kurzen Fortpflanzungszyklus haben, dort bestehen können, da im Sommer die Böden austrocknen und stellenweise das Salz zu Tage tritt. Im Frühjahr treibt man deshalb in großer Zahl die schwarzen Stiere der Camargue auf die Prärien (links). Ihr Fleisch wird in der hiesigen Küche sehr geschätzt. Die Kuhreiher (re), die ständig in großer Zahl bei den Stieren anzutreffen sind, freuen sich dagegen über die vielen Kleinlebewesen, die die Stiere bei ihrer Nahrungssuche aufschrecken.

A little further inland but still close to the coast are the "Sansouires", marshy flats and the so-called ‘Prairies’. The ground is so salty that only plants with a short reproduction cycle can survive there, as in summer the ground dries out and the salt crystallizes out in places. In the spring large numbers of the black Camargue bulls are put out to feed in the prairies (l). Their meat is highly prized in the cuisine of the region. Cattle Egrets (r), which can be seen in large numbers near the bulls, benefit from the masses of small insects that the bulls stir up in their own search for food.

 

 

 

In erster Linie werden die Stiere jedoch für ihren Einsatz in den Stierkampfarenen gezüchtet, die auch in kleineren Orten, wie hier in Salin de Giraud, vorhanden sind. Nach der provenzalischen Sitte werden die Tiere dabei nicht getötet, man pflanzt nur eine Rosette zwischen die Hörner des Stiers. Anscheinend gibt es Stiere, die große Berühmtheit erlangen.

Mainly the bulls are bred to be used in the bullfighting arenas which are a feature even of smaller towns, such as here in Salin de Giraud. According to the customs of the Province the animal is not killed in the arenag but instead a rosette is placed between the bull’s horns. Apparently some of the bulls become very famous.

 

 

 

Die Böden der Salzwiesen können teilweise unter Wasser stehen, so dass nur einzelne Pflanzeninseln daraus hervorragen. Die Camargue wurde allerdings im Lauf der Zeit zu den beiden Rhônearmen hin eingedeicht, so dass das Süßwasser die Wiesen nicht mehr überfluten kann. Diese Eindeichung führte zu einem problematischen steigenden Salzgehalt im Boden.

The ground of the salt marshes is partly inundated, leaving only islands between with plants on them. However in the process of time dams have been built protecting the Camargue from the Rhône channels and preventing the meadows from being flooded with fresh water. This diking leads to a problem of increased ground salinity.

 

 

 

Es führen nur wenige Straßen durch die Camargue, die allerdings sind eben und meist in gutem Zustand.
Das Bild zeigt einen Teil einer größeren Gruppe von Tandemfahrern, die den schönen Frühlingstag für einen Ausflug nutzen. Bei den hinten sitzenden Radfahrern handelt es sich um blinde oder sehbehinderte Personen, die von ihren sehenden Begleitern unterstützt werden.

There are not many roads leading through the Camargue, but those that are there are level and in good condition.
This picture shows part of a large group of tandem cyclists using the fine spring day for an outing. The cyclists sitting at the back are blind or have impaired sight and are being accompanied by their sighted companions.

 

 

 

Die typischen weißen Pferde der Camargue, eine Wildpferdeart, wurden früher zu Arbeitszwecken benutzt. Heute sieht man sie in großer Zahl in offenen Ställen oder auf großen Weiden stehen. Ihre Besitzer vermieten sie an Touristen, die mit ihnen durch die Wiesen und Tümpel stapfen. Sie kommen den Flamingos dabei sehr nahe, doch diese scheint das nicht weiter zu stören.

The typical white Camargue horses, originally a wild horse species, were used earlier as working animals. Nowadays you see large numbers of them in open stalls or on large meadows. Their owners hire them out to tourists who ride with them through meadows and shallow ponds. In that way they can get quite close to flamingos without scaring them. 

 

 

 

Wir bewundern die dramatischen Wolken hinter dem Gutshof, in der Gegend als “Mas” bekannt.
Tamarisken (in mittlerer Entfernung auf der rechten Seite) kommen mit dem salzigen Boden gut zurecht, im Gegensatz zu den meisten anderen Baumarten.

We admire the dramatic clouds above one of the wetland farms, locally called a ‘mas’.
Tamarisks (in mid-distance on the right) are one of the few types of tree that cope with the high salinity of the ground.

 

 

 

Etwas weiter inland, im Schilfgürtel der Süßwasserfeuchtgbiete, entdecken wir eine Biberratte (li). Die Tiere sind Eindringlinge und stammen ursprünglich aus Südamerika. Auffällig sind die orangenen Zähne der erwachsenen, bis zu 10kg schweren Ratten, die sich hauptsächlich vegetarisch ernähren.
Unangenehm könnte der Biss einer Pferdebremse werden, die sich auf unserem Fahrzeug niedergelassen hat. Sie sieht hungrig aus, ist aber bei ihrer Jagd nicht so erfolgreich wie die Stechmücken am Abend zuvor.

Rather further inland in the reeds surrounding a freshwater marsh area we discover a Coypu (aka Nutria, l). The animals are environmental intruders that originated in South America. Particularly noticeable are the orange teeth of the ca. 10kg adult rodents, which are are mainly vegetarians.
The bite of a horsefly (r) can be unpleasant. This one settles on our vehicle and looks hungrily at us but is not as successful as a predator as were the mosquitoes in the evening.

 

 

 

Diese hübsche Libelle sitzt ganz nah am Weg, als wir durch ein Naturschutzgebiet wandern.
Jeder Tipp zur Identifizierung ist willkommen!

This pretty dragonfly is perched quite close when we walk through a nature reserve.
Any tip about identifying it welcome.

 

 

 

Die unzugänglichen Gebiete der Camargue mit ihren ausgedehnten flachen Teichen und breiten Schilfgürteln haben eine fantastische Vogelwelt mit über 400 brütenden oder ziehenden Arten entstehen lassen. Kein Wunder, dass Vogelliebhaber die wenigen Straßen belagern, die um das Naturschutzgebiet herumführen. Mit Richtmikrofonen, Kameras und Ferngläsern rückt man den Vögeln auf die Pelle, die allerdings große, undurchdringliche Rückzugsgebiete besitzen.
Man lernt sich schließlich untereinander etwas kennen, da heiße Tipps ("habe da und da einen Ibis gesehen") gehandelt werden.

The inaccessible areas of the Camargue with extensive flat water ponds and wide reed-beds are rich in bird life. Over 400 types of bird breed or migrate through the area. It is not surprising that bird-watchers occupy the few roads that lead around the nature preserve. The birds are besieged by directional microphones, binoculars and (of course) cameras, but have the advantage of being able to retreat into huge and impenetrable areas of shelter.
One can get to know the other people a bit and deal in tips, ‘Saw an Ibis back there...’ etc.

 

 

 

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Ein wenig Zeit und Geduld braucht man zur Vogelbeobachtung schon, doch die hat man auch, wenn man sich nicht mit Ausritten oder Museumsbesuchen vergnügt. Die Unterhaltungsmöglichkeiten sind etwas begrenzt, allerdings nur für den, der nicht vom Drang nach Vogelidentifikationen besessen ist. John als Brite hat das im Blut, und ich lasse mich anstecken, doch keiner von uns ist ein Experte.
Es ist faszinierend, einen Purpurreiher auf der Jagd (li) durch den Schilfgürtel hindurch zu erspähen.
Dass es sich um eine Mittelmeermöwe beim Abflug vom kleinen Boot handelt (r) statt um eine uns eher bekannte Silbermöwe, erkennen wir erst an den gelben Vogelbeinen beim Anschauen des Fotos.

Bird-watching takes time and patience, but is a pleasant alternative to riding or visiting museums. The entertainment value is limited for those who don’t feel the drive to at least try to identify the birds. I have this drive, either from family tradition or simply as a native Briton, and Elli has caught the bug as well, but neither of us is an expert.
It is quite exciting to watch a Purple heron hunting along the other side of a bed of reeds (l).
It was only with the help of the photo that we identified the gull taking off from the pretty little boat as a Yellow-legged Gull (r). It is similar to the related, for us more ‘normal’, Herring Gull.

 

 

 

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Am Rand eines Tümpels entdecken wir diesen schönen Seidenreiher (li). Es ist Brutzeit, deshalb trägt er ein Prachtkleid mit langen seidigen Federn am Kopf und flaumigen Federn an den Flügelspitzen. Irgendetwas scheint ihn zu stören (wir wohl nicht, denn wir stehen weit entfernt) und er schreit erbärmlich (re); wahrscheinlich befindet sich sein Nest in der Nähe.

On the edge of a pond we discover this beautiful Little Egret (l). It is breeding time, so it has a long silky feathers on its head and also fuzzy plumes on its wings. Something seems to be disturbing it, (it didn’t seem worried by us, we were quite far away), and it screeched harshly (r), which may indicate that its nest was nearby.

 

 

 

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Etwas weniger ungewöhnlich sind Graureiher. Trotzdem ist ihre Fluchtdistanz (die minimale Entfernung, die sie bei einer Annäherung zulassen ohne wegzufliegen) so groß, dass es schwierig ist, gute Bilder zu schießen. Wir stellen allerdings fest, dass die Vögel in der Camargue eher an Autos gewöhnt sind als an Menschen. Deshalb schießen wir beide Bilder aus dem stehenden Bus mit voll ausgefahrenem 300mm-Teleobjektiv. Der rechte Reiher liefert sich ein Gefecht mit einem kapitalen Fisch, vielleicht einem Wels. Er versucht, den Fisch so zu drehen, dass er ihn Kopf voran verschlingen kann, doch der Fisch wehrt sich so heftig, dass der Reiher ihn schließlich aufspießt und mit ihm fortfliegt.

The Grey Heron is much more familiar, but its flight distance, (the minimum distance it lets you get close to it), is large so it is not easy to get good pictures. However we find out that the birds in the Camargue are more used to vehicles than to people on foot, so we shoot pictures if possible from the parked camping bus with the 300mm telephoto lens zoomed out fully. The heron on the right has caught a fine fish - it looks like a catfish - and is having to work hard to get it under control. The fish is still fighting back but the heron manages to impale it and then safely to fly away with it.

 

 

 

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Bei den Störchen sitzt der Nachwuchs bereits mehr oder weniger wohlgesittet im Nest (li), so dass Zeit bleibt für eine ausgiebige Körperpflege.
Der Wiedehopf landet direkt vor uns in einer Baumkrone und stößt dumpfe Laute aus, indem er seinen Hals kropfartig aufbläst.

The stork  finds time for personal hygiene while the young are fairly well-behaved in the nest (l).
The Hoopoe (r) landed in a tree just near us and made a dull call by visibly inflating and deflating its throat.

 

 

 

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Wir wissen, dass es hier Ibisse geben soll, doch die sind schwer zu finden. Einmal entdecken wir zwei schemenhaft dunkle Gestalten an einem Teich, schießen unscharfe Bilder und lassen uns von einem der zahlreich vorhandenen Vogelkundler bestätigen, dass dies Ibisse sein müssen.
Immer wieder fahren wir die entsprechende Stelle an, bis wir plötzlich auf einem Reisfeld eine ganze Gruppe der braunen Sichler entdecken (li). Mit ihren langen, gebogenen Schnäbeln stochern die von den Ägyptern verehrten Vögel (eine verwandte weiße Ibisart) nach Weichtieren  im Matsch, um dann plötzlich gemeinsam aufzuschrecken und sich mit schweren Flügelschlägen die nächste Futterquelle zu suchen (re).

We know that there are supposed to be Ibises here, but they are hard to find. We see two shadowy characters near a distant pond but get only unclear pictures of them. We show those to one of the many more expert bird-watchers who confirms that they are Ibises.
We drive past the area several times and suddenly discover this group of Glossy Ibises in a rice field (l). With their long bent bills these elegant birds, whose white relative was sacred to the ancient Egyptians, hunt for insects, small molluscs or even small snakes in the mud. Then suddenly they fly up together and with heavy wing-beats go looking for the next feeding area.(r)

 

 

 

Doch der königliche Vogel der Camargue ist der Flamingo. Man findet ihn nahe am Meeresufer, da, wo das Wasser in den Becken flach ist, salzhaltig und voll Plankton und kleiner wirbelloser Tiere, die ihm als Nahrung dienen. Bei gutem Wetter ist es erlaubt, auf die Deiche zu fahren und von dort aus die im Wasser stehenden oder in Gruppen fliegenden Tiere zu beobachten.

But the royal bird of the Camargue is the Greater Flamingo. It is found on the edge of the sea where there are flat saline water pans full of the plankton and small molluscs that they feed on. In good weather you are allowed to drive onto the dam and to observe the groups of birds standing in the water or flying across.

 

 

 

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Jeder kennt Flamingos aus dem Zoo. Doch wenn diese Vögel, die einem im Wasser stehend so vertraut vorkommen, plötzlich über einen hinwegziehen, erkennt man, dass man eben nur die flügelgestutzte Version kennenlernen konnte.
Beim Fliegen entfaltet die hier heimische zartrosa Art ihre prächtigen schwarz-roten Flügel, streckt Hälse und Beine aus und schwirrt fast wie ein Libellenschwarm an einem vorüber.

Everyone knows flamingos from the zoo. But when these birds, which look so familiar standing in water, suddenly swoop overhead, then you realize that you have previously only got to know the version with sadly clipped wings.
In flight the flamingos that live here spread out their magnificent black and pink wings, stretch out their necks and legs and whirr past almost like a flock of dragonflies.

 

 

 

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Flugstudie eines Rosaflamingos. Mit gleichmäßigen Flügelschlägen erreichen die Vögel eine Geschwimdigkeit von 50-60km/h. Diese hier fliegt allerdings wesentlich langsamer, da ein starker Gegenwind vom Meer her bläst und uns so schärfere Bilder ermöglicht.

Greater Flamingo in flight. With a regular beat of their wings the birds reach a speed of 50 - 60 km/h. This one is flying slower against a strong wind from the sea which gave us a better chance to get sharp pictures.

 

 

 

In einem Informationszentrum zeichnet uns eine Dame auf einer Landkarte die Stelle auf, an der die Flamingos brüten. Da die künstlichen und natürlichen Deiche nach einer kurzen Wegstrecke nicht mehr befahrbar sind, gehen wir zu Fuß weiter und entdecken schließlich - immer noch mehrere hundert Meter von uns entfernt und zum Glück nicht erreichbar - diese Brutkolonie mit mehreren hundert Vögeln. Die Flamingos bauen sich erhöhte Nester auf getrocknetem Schlamm, in die sie dann ein Ei legen.

In an info centre the lady marks the place for us on a map where the flamingos nest. As the man-made and natural dams are unsuitable for a vehicle after a short distance we set off on foot. Finally in the distance across the water and fortunately inaccessible we see the breeding colony with several hundred birds. The flamingos build raised nests on dried mud to lay their eggs into.

 

 

 

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Flamingos sind hochspezialisierte Vögel, die Algen und sehr kleine Weichtiere aus dem Wasser filtern können. Der vordere Teil des geknickten Schnabels wird dabei unter die Wasseroberfläche gehängt und leicht geöffnet. Feine Lamellen am Ober- und Unterschnabel sorgen wie bei manchen Walarten für ein Filtern des Wassers, das mit Hilfe der Zunge in und aus dem Schnabel gepumpt wird.
Fische sind direkte Nahrungskonkurrenten der Flamingos, deshalb gilt, dass Flamingos nur in fischarmen Gewässern leben - und andersherum.

Flamingos are highly specialized birds which can filter algae and small molluscs out of the water. The front part of the bent bill is hung under the water surface and opened slightly. Fine gill-like filters or lamellae on the upper and lower bill allow the water to be filtered as is also done by some types of whale. With the help of the tongue water is pumped into and out of the bill.
Fish are direct feeding competitors of flamingos, so Flamingos are found in water where there are few fish - and vice versa.

 

 

 

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Während wir einem selbstvergessenen Flamingo (li) beim Ordnen seiner Federn zuschauen (deren rosa Färbung übrigens aus dem Carotinoidanteil der Algen stammt und verschwindet, sobald der Vogel verendet - weshalb Flamingofedern in der Modebranche nie beliebt waren), nimmt ein zweiter Vogel etwas tollpatschig Geschwindigkeit auf (re), um dann elegant abzuheben.

The pink colouring of the feathers comes from the Carotin in the algae and disappears when the bird dies, so the feathers have never been popular in the fashion industry.
While we watch an absent-minded Flamingo grooming its feathers (l) a second bird builds up speed rather clumsily (r) and rushes past to suddenly become elegant after takeoff.

 

 

 

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Im Sommer sind Flamingos nur nachtaktiv und stehen tagsüber schläfrig in den Salzlagunen herum. Wir haben das Glück, zur Brutzeit hier zu sein und auch tagsüber eine unglaubliche Aktivitätsentwicklung zu Wasser und im Himmel zu erleben. Die Vögel sind sehr gesellig, was zu ihrem Schutz dient, wenn sie mit dem Kopf unter Wasser Nahrung suchen.

In summer flamingos are active at night and during the day they stand around sleepily in the salt lagoons. We are lucky to be here during the breeding period and experience enormous levels of activity in the water and in the sky during the day as well. They are very gregarious, which gives them an advantage when predators approach where they are feeding with their heads under water.  

 

 

 

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Doch neben den zahlreichen Vogelarten gibt es auch stattliche Säugetiere in der Camargue, wie hier dieses Wildschwein, das einen einfachen Bauernhof besucht (li) und dem fotografierenden John mit bedrohlichem Schnaufen gefährlich nahe kommt - zum Glück ist ein - wenn auch beängstigend dünner - Zaun dazwischen.

Along with numerous types of bird there are is also a very respectable animal population in the Camargue, such as this wild boar which is paying a visit to an unpretentious farm(l). It comes curiously snuffling and snorting closer and closer to me while I photograph so that I start to wonder if the thin wire fence is adequate protection.

 

 

 

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Drei weiße Camarguepferde kommen zum Weidezaun, um uns zu grüßen. Die zuverlässigen und anspruchslosen Tiere tragen ihren Teil dazu bei, den problematischen Touristenansturm im Sommer in umweltfreundliche Bahnen zu lenken.

Three white Camargue horses come to a meadow fence to greet us. In the summer these reliable and undemanding creatures make their contribution to diverting the flood of tourists into environment-friendly activities.

 

 

 

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