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 E & BJ Capper Nagold 2009/10

 

30.4. - 1.5.2005

Cluny

Benediktinerabtei

mit Bildern zum Vergleich aus Alpirsbach und Hirsau in Süd- Deutschland.

Benedictine Abbey

with pictures of Alpirsbach and Hirsau in South Germany for comparison.

Wie der Abt Berno von Baume des Messieurs vor genau 1099 Jahren ziehen wir vom französischen Jura aus durch die reizvolle hügelige, mit zahllosen Weinbergen durchsetzte Landschaft des Burgund zum Ort Cluny. Hier stand 900 Jahre lang die über viele Jahrhunderte größte und einflussreichste Klosterkirche des Mittelalters.
Viel ist nicht mehr übrig. Als Folge der Französischen Revolution wurde die Abtei nach ihrer Auflösung an Immobilienhändler verkauft, 1810 gesprengt und ausgeschlachtet. Doch Reste sind noch über die ganze Stadt verstreut aufzufinden.
Als wir uns abends dem Ort nähern, sticht uns zuerst der Turm Fabry ins Auge, einst Teil der umfassenden Verteidigungsanlage des Klosters.

In the steps of Abbot Berno exactly 1099 years before us we leave Baume des Messieurs in the French Jura and travel through the charming hilly countryside of Burgundy to the town of Cluny. Here stood for 900 years what was for many hundreds of those years the largest and most influential monastery church of the Middle Ages.
There is not much left of it. As a result of the French Revolution the Abbey was dissolved and sold to estate agents, then in 1810 demolished and the materials exploited. But scattered around in the whole town some remains can be found.
As we arrive at the town in the evening our eye is caught first of all by Fabry Tower, once part of the defences surrounding the monastery.     

 

 

 

Am nächsten Morgen befinden wir uns rechtzeitig vor den Toren des Museums der ehemaligen Abtei,  dessen Besuch es uns ermöglichen würde, einige sonst abgeschirmte verbliebene Objekte wie den Weihwasserturm zu besichtigen. Entsetzt starren wir auf die Tafel am Eingang. An zwei Tagen pro Jahr ist das Museum geschlossen, einer davon ist heute, am 1.Mai. Da wir nicht noch einen Tag anhängen möchten - am Abend zuvor hatten wir bereits einiges erkundet -, machen wir uns selbständig auf, um das zu entdecken, was auch ohne Museumsticket möglich ist.
Den Ruinen der Klosterkirche gegenüber befindet sich die Stiftskirche Notre Dame, deren Portal offen steht.

On the next morning we go in good time to the entrance of the museum of the former Abbey, where we hope to see things which are otherwise inaccessible, such as the Clocher de l'Eau Bénite, (Holy Water Bell-tower). We stare horror-struck at the information panel at the entrance. On just two days in the year the museum is closed, and one of them is today, May 1st. As we do not want to spend another day in Cluny - we had walked around quite a bit on the previous evening - we set off again to see what we can see without a museum ticket.
Opposite the monastery ruins stands the collegiate church of Notre Dame, and the door is open.

 

 

 

Im Innern der "Eglise Notre Dame". Die gotische Kirche wurde nach 1233 errichtet.

Inside the "Eglise Notre Dame". The Gothic church was built after 1233. 

 

 

 

Der Bau der geplanten Abtei, als deren erster Abt Berno ernannt wurde, zog ab dem Gründungsjahr 910 zahlreiche Siedler in der Umgebung an, die den Aufbau leisteten und die Abtei versorgten.
Die Stadt Cluny umgibt mit einem Gewirr enger Gassen den ehemaligen Klosterkomplex, ja ist heute in das mit Wehrtürmen und -mauern begrenzte Klosterareal hineigewuchert. So ergibt es sich, dass zwischen den Häusern plötzlich alte Wehrtürme emporragen, wie hier der "Käseturm".

From the foundation year 910 onwards the building of the planned Abbey drew numerous settlers into the area, who took part in the building and in supplying the abbey. Berno became its first abbot.
The town of Cluny surrounds the former monastery with a tangle of narrow streets and nowadays is has also spread into the previous monastery grounds, whose boundaries are marked by defensive towers and walls. Thus it is that old defence towers suddenly stand up between the houses, such as in this case the old ‘Cheese Tower’.

 

 

 

Der Käseturm ("Tour des Fromages") stellt das älteste noch erhalten gebliebene Gebäude des Klosters dar. Der untere Teil stammt aus dem 11.Jh. Von den Wehrmauern, die an ihn grenzten, finden sich nur noch Reste; dafür stützt er heute Wohnhäuser - oder diese ihn.
Da man ihn besteigen kann, klettern wir die 120 Stufen empor.

The ‘Cheese Tower’, ("Tour des Fromages"), is the oldest monastery building still standing. The lower parts date back to the 11th C. There are only a few remainders of the defensive walls that adjoined it. Instead today it supports dwelling houses - or they support it.
It can be visited so we climb up the 120 steps.

 

 

 

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Von hier oben hat man eine wahrlich prächtige Rundumsicht über die Klosteranlage und die Stadt Cluny.
Links im Bild sehen wir den auch heute noch imposanten Teil der ursprünglichen Klosterkirche, den Weihwasserturm (Clocher de l'Eau benite), ein Glockenturm. Ihm schließen sich die Klostergebäude aus dem 18.Jh. an, die heute als Ingenieursschule genutzt werden. Die ehemalige Abtei ist umgeben von einem Gewirr alter Häuser und Gassen. Ab und zu ragen alte Wehrtürme zwischen ihnen empor, die die Stellen kennzeichnen, an denen sich früher die Wehrmauer befand (im Hintergrund rechts der Tour Ronde und links der Tour du Moulin).

From the top there is a fine panoramic view out over the monastery buildings and the town of Cluny.
On the left of the picture we see the still imposing part of the previous monastery church, the Clocher de l'Eau Bénite. Next to that are the 18th C monastery buildings, which are used as a school of engineering today. The former abbey is surrounded by a tangle of old houses and streets. Occasion towers stand up marking the position of previous defensive walls. In the background on the right is the Tour Ronde, (Round Tower), and on the left the Tour du Moulin, (Mill Tower).

 

 

 

Da das Museum heute geschlossen ist, das uns sicherlich mit exzellenten Modellen hätte dienen können, begnügen wir uns mit diesem Modell in der Auslage eines Geschäftes .
Das Modell zeigt die mittelalterliche Abteikirche (helles Gebäude) vor den restlichen Klostergebäuden. Was heute von ihr noch steht, sind die Rümpfe der beiden Westtürme rechts, ein Teil der sich anschließenden Vorkirche und - als größte Einheit - der schwarz gedeckte Weihwasserturm mit Teilen des südlichen Querschiffs (etwas verdeckt vom großen viereckigen Turm).
Cluny wurde zweimal umgebaut, folglich unterscheidet man Cluny I, II und III. Hier sehen wir den letzten, 1088 begonnenen Umbau.
War die ursprüngliche Idee beim Bau des ersten Klosters gewesen, das Gebäude und die gesamte Lebensführung sehr schlicht zu halten, quasi eine Rückkehr zu den Regeln des Hl. Benedikt, so entstand mit der zunehmenden Macht des Klosters eine unglaubliche, zuvor verpönt gewesene Prachtentfaltung.
Die Kirche war 187m lang und das Mittelschiff über 30m hoch, sie besaß 5 Längsschiffe, zwei Querschiffe, eine Apsis und zahlreiche Kapellenanbauten. Unaufhörlich wurden im Bereich des stark erweiterten Chores und der Kapellen Messen gelesen, die Adlige gegen Bezahlung in Auftrag gegeben hatten.

If the museum had been open we would probably have seen excellent models there, but as it is we make do with the well-made monastery model on show in a shop window.
The model shows the the mediaeval abbey (lighter coloured building) in front of the other monastery buildings. The parts of the church that still stand today are the bases of both west towers (right), part of the adjoining ante-church and - the largest single section - the black-roofed Clocher de l'Eau Bénite, (partially hidden by the large rectangular tower), with parts of the southern transept.
Cluny was reconstructed twice, so a distinction is made between Cluny I, II and III. Here we see the last reconstruction, which was begun in 1088.
While the idea of the original monastery was to keep the building and the style of monastic life unostentatious, in conformity with a return to the rules of St. Benedict, with the increasing influence of the monastery came an unbelievable display of the splendour that had previously been taboo.
The church was 187m long and its nave over 30m high. It had five naves, two transepts, an apse and numerous side-chapels. In the enlarged choir area and in the chapels an unending series of masses commissioned by noble families were read.

 

 

 

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Vor dem ehemaligen Eingang zur Kirche befindet sich diese große Marmorplatte, die den Grundriss von Cluny III zeigt und, dunkel eingefärbt, die Teile, die das regelrechte Ausschlachten der Kirche nach der Französischen Revolution überlebt haben.
Napoleon ließ mit ihren Steinen - teilweise direkt an Ort und Stelle der Kirche - das nationale Gestüt Haras errichten, das auch heute noch erstklassige Rennpferde züchtet.
Rechts auf der Platte sieht man die Turmstümpfe der Vorkirche und hinten links Teile des Südquerschiffs mit dem Weihwasserturm.

Wilhelm von Aquitanien stiftete 910 das Kloster und die Ländereien mit der Absicht, das verweltlichte Klosterleben wieder zu seinen benediktinischen Ursprüngen zurückzuführen. Revolutionär war seine Intention, sich in keiner Weise in das Klosterleben einzumischen. Das Kloster sollte einzig dem Papst unterstellt und von jeder Abgabenpflicht freigestellt sein. Dies führte zu einzigartigen Freiheiten, die Cluny gegenüber anderen Klöstern besaß, und die seinen phänomenalen Aufsteig bewirkten.
Viele Päpste und Heilige entstammen diesem Kloster. Zum Höhepunkt seiner Macht im 11. Jh. hatten sich über 1000 Klöster in ganz Europa Cluny direkt oder indirekt angeschlossen.
Die Schrifttafel unterhalb des Grundrisses gibt eine Zusammenfassung von Beginn und Ende dieser Kirche.

Just outside the former church entrance is this large marble slab with the ground plan of Cluny III on it. (The picture has been ‘stretched’ to show it from above.) In darker colours it shows the parts which still survive despite the cannibalization of the church after the French Revolution.
Using the stones Napoleon had the national Haras stables built, partially even on the same piece of ground as the church, in which right up to today first-class racehorses are bred and trained.
On the right of the slab are the stumpy remains of the ante-church towers and at the back on the left the parts of the South Transept with the Clocher de l'Eau Bénite.

In 910 William of Aquitaine donated the monastery and its lands with the intention of leading what had become worldly monastic life back to its Benedictine origins. A revolutionary aspect was his resolve not to involve himself in the life of the monastery. The monastery was to be responsible to the pope alone and to be free of any tax liabilities. This led to Cluny being uniquely independent compared to other monastic institutions and caused its phenomenal rise to power.
Many popes and saints originated at this monastery. At the zenith of its power in the 11th C over 1000 monasteries in the whole of Europe were directly or indirectly affiliated to it.
The plaques shown below the ground plan give a summary of the beginnings and the end of the church.

 

 

 

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Heutzutage muss man ein wenig seine Vorstellungskraft bemühen, um die früheren Ausmaße der Kirche zu erahnen. Links blicken wir durch den alten Eingang zwischen den Turmstümpfen auf die Säulenreste der Vorkirche. Der Weihwasserturm erhebt sich im Hintergrund, ihm folgten noch die Chöre, die Apsis und die Kapellen.
Rechts stehen wir am Ende der Vorkirche und blicken auf den Eingang mit dem Turmresten zurück. Auch dieses Gebiet erscheint uns riesig, und doch handelt es sich nur um die eine Hälfte der Vorkirche.

Nowadays imagination is needed to recognize the enormous scale of the former church. In the left picture we look through the old entrance between the tower stumps to the remains of pillars of the ante-church. The Clocher de l'Eau Bénite stands in the background. Beyond that were the choirs, apse and chapels.
On the right we are standing near the far end of the ante-church, (on the wall just beyond the remains of the pillars in the left-hand picture), and look back towards the entrance with the remains of the towers. Even this area seems very large, but is only part of the previous ante-church.

 

 

 

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Eine Panoramaaufnahme aus den Tiefen der Vorkirche mit Säulenresten, Turmstümpfen und dem nach der Zerstörung aus Kirchensteinen erbauten heutigen Hotel de Bourgogne.
Cluny wurde im Lauf der Jahrhunderte unvorstellbar reich. Man verstand sich bestens mit dem Adel und den Königen, die große Geldsummen spendete, um ihr Seelenheil zu sichern. Die schließlich 400 Mönche in Cluny konnten von handwerklicher Arbeit freigestellt werden und widmeten sich ganz der Liturgie und wissenschaftlichen Studien.
Mit zunehmendem Einfluss der Mönche, Äbte und Päpste wuchs jedoch auch ihr Machtanspruch gegenüber weltlichen Herrschern und anderen Religionen, und ihr Katholizismus wurde ausgesprochen militant. 1095 rief der aus Cluny stammende Papst Urban II. zum ersten Kreuzzug gegen die Muslime auf. Schließlich wurde die Kreuzzugsidee auch auf abweichende und kritische Christen übertragen und diese wurden blutig verfolgt (z.B die Katharer in Carcassonne).

A panorama view looking diagonally across the ante-church with its stumpy remains of pillars and what is now the Hotel de Bourgogne, built from church stones.
In the course of the centuries Cluny became immensely rich. It was on very good terms with nobility and monarchy, who donated large sums of money to ensure their salvation. The up-to 400 monks at Cluny were freed from physical work and could dedicate themselves to liturgy and to scientific studies.
With the increasing influence of the monks, abbots and popes their claims to power over secular rulers and other religions grew, and their Catholicism became extremely militant. In 1095 Pope Urban II, who came from Cluny, proclaimed the First Crusade against the Muslims. Finally the crusade concept was applied also to Christians with divergent or critical views and they also were subjected to bloody persecution, (e.g. the Cathars in Carcassonne).      

 

 

 

Von der Ehrenpforte, die aus dem 12.Jh. stammt, stehen nur noch zwei Rundbögen. Sie war in die Wehrmauer eingebettet. Durch sie gelangte man in die Abteikirche und in den Abtpalais mit den Gärten.
Links blicken wir durch die Pforte in die dahinter liegende Stadt, rechts von der Stadt in den Klosterbereich.
Nach dem 13.Jh. kam es zum schleichenden Verfall des cluniazensischen Ordens. Andere Mönchsorden entstanden, die wie z.B. die Zisterzienser wieder strengere Regeln durchsetzen und die finanzielle Abhängigkeit vom Adel lösen wollten; die Religionskriege des 16.Jh. schwächten Cluny und seinen Einflussbereich ebenfalls.

Of the 12th C ceremonial gateway, which was embedded in the defensive wall, only two arches now remain. Through it one could enter the abbey precinct and the abbot’s palace and garden.
In the left picture we look out through the gate into the town beyond, on the right from the town into the monastery area.
After the 13th C the Cluniac order slowly declined. Other monastic orders such as the Cistercians started up with stricter rules and wanting to loosen the financial dependence on the nobility. Religious wars in the 16th C further weakened Cluny and its field of influence.

 

 

 

Die extensiven Bautätigkeiten zogen viele Handwerker und Künstler an. Auch die Gebäude der wachsenden Stadt profitierten davon. Steinmetze, die sonst die prachtvollen Kapitelle der Säulen bearbeiteten, verzierten auch Wohnhäuser prunkvoll (links). Über die Stadt verstreut stehen noch mehrere romanische Häuser mit einer großen Arkade im Erdgeschoss und einer Reihe Bogenfenster im Obergeschoss (Mitte).

The extensive building activities attracted many craftsmen and artists and the buildings of the growing town profited from them as well. Stonemasons who otherwise worked on the splendid capitals of monastery pillars carved fine decorations for the town houses (l). Spread around the town are numerous Romanesque houses features such as large arches at ground level and arched rows of windows on upper floors (m and r).

 

 

 

Die heutige Stadt Cluny mit ihren 4400 Einwohnern hat man in kurzer Zeit durchwandert. So wie die Abtei von einer kompletten Wehrmauer umgeben war, erhielt auch die Stadt eine Stadtmauer, deren westliches Eingangsportal auf diesem Bild zu sehen ist.

It doesn’t take long to walk through today’s town of Cluny with its population of 4400. Just as the monastery was completely surrounded by a defensive wall the town also had its town wall. The picture shows its West Gate.

 

 

 

Große Teile der alten Stadtmauer und beeindruckende Türme sind erhalten geblieben. Doch Cluny lebt, wie man  an dem Quad sieht, nicht nur in der Vergangenheit.

Substantial sections of the old town walls and some impressive towers have been preserved. But as the quad in the picture shows, Cluny doesn’t only live in the past.

 

 

 

Im 18.Jh. versuchte man nochmals, den Niedergang der Abtei aufzuhalten. Im Rahmen eines Wiederaufbauprogramms entstanden in recht nüchterner und doch edler Form neue Gebäude - wie hier das Konventsgebäude. Es beherbergt heute das berühmte ENSAM - Ingenieursinstitut.

In the 18th C attempts were made to stop the decay of the monastery. As part of a rebuilding program sober but fine new structures were added, such as this convent building.
The building now houses the famous ENSAM (École nationale supérieure d'arts et métiers) engineering institute.

 

 

 

In den Straßen Clunys herrscht auch am 1. Mai, einem gesetzlichen Feiertag, rege Betriebsamkeit. Längst nicht alle Läden haben geschlossen, und auch wir sind froh, als wir in einer Bäckerei noch das letzte Baguette ergattern.

Am 1. Mai schenkt man in Frankreich seiner Freundin oder Frau ein Sträußchen Maiglöckchen. Solange man als Frau ohne Strauß herumläuft, ist man Freiwild für die zahllosen Maiglöckchenverkäufer. Nicht alle sind so unaufdringlich wie die Dame auf dem rechten Bild. Um derartige Massen an Maiglöckchen pünktlich zum 1.Mai auf den Markt werfen zu können, gibt es in Frankreich Spezialgärtnereien.
Wir geben dem Drängen schließlich nach und beduften unseren Campingbus mit einem zarten Maiglöckchenstrauß.

On May 1st., a national public holiday, there is plenty of activity in the streets of Cluny. By no means all the shops are closed and we are glad to be able to buy the last baguette in one of them.

In France people give their girlfriend or wife a posy of lily-of-the-valley on 1st May. As long as a woman walks around without one she (or her husband) is the target of the numerous posy sellers. Not all are as passive as the lady in the right-hand picture. Garden nurseries in France specialize in getting masses of lily-of-the-valley out into the streets on time for the holiday.
We finally give in to pressure and buy a posy which afterwards spreads its pleasant scent in our camping bus.

 

 

 

Direkt hinter dem städtischen Stellplatz, der sich unterhalb der alten Klostermauern befindet, kommen wir in den Genuss, den berühmten Pferden des "Haras national" beim Training zuschauen zu dürfen.

Just behind the municipal mobile home parking site not far from the old monastery walls we see some of the famous horses of the "Haras national" in training.

 

 

 

Die ersten sechs Äbte, die Cluny zu seiner Größe führten, lebten noch bescheiden wie Mönche unter Mönchen. Mit zunehmendem Reichtum des Klosters änderte sich dies. Der prächtige Palast des Bischofs Jaques d'Amboises weist an seiner Fassade wunderschöne, filigrane Steinmetzarbeiten auf.

The first six abbots who led Cluny to its position of power lived modestly as monks among monks. With the increasing wealth of the monastery this changed. The facade of the magnificent palace of Bishop Jaques d'Amboise is decorated with beautiful filigree stone carving.

 

 

 

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Gemessen an der Größe und der baulichen Harmonie der früheren Abteikirche mag das verbliebene restliche Querschiff mit dem Weihwasserturm kümmerlich aussehen. Doch auch dieser kleine Rest, der sich über den weiten Klostergärten erhebt, strahlt Schönheit und Frieden aus.
Das mag das Volk, das verarmt am Ende des 18.Jh. hier lebte, anders gesehen haben. Die Abtei Cluny war so eng mit den alten feudalistischen Strukturen verwoben, dass es von den Revolutionären ganz dem alten Regime zugerechnet wurde. Dies kann vielleicht erklären, weshalb gerade diese Kirche nach ihrer Auflösung 1790 der planmäßigen Zerstörung preisgegeben wurde.

The remaining parts of the transept together with the Clocher de l'Eau Bénite, (Holy Water Bell-tower) may be rather puny compared to the size and architectural harmony of the whole former abbey, but even these small remains standing in the sunshine beyond the spacious monastery gardens emanate beauty and peace.

The people who lived here at the end of the 18th C probably had a different opinion. Cluny Abbey was so tightly involved in feudal structures that the revolutionists regarded it as part of the old regime. This may explain why specifically the abbey after its dissolution in 1790 was handed over for systematic demolition.

 

 

 

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Mit einer Innenaufnahme des Weihwasserturms in Cluny konnten wir wegen des Feiertags nicht dienen. Doch wir stellen Zuhause fest, dass wir ganz in der Nähe zweier cluniazensischer Reformklöster wohnen. Das schönste Beispiel ist das Kloster in Alpirsbach im Nordschwarzwald.
Hier werfen wir einen Blick in die Klosterkirche. Sie weist alle Kennzeichen der cluniazensischen Reformklöster auf wie Überschaubarkeit des Grundrisses, Flächenhaftigkeit der Wände, eine enorme Höhe, die Erweiterung des Chorraums wegen der stark zunehmenden Liturgie und spärliches Dekor. Allerdings wurde sie der schlichteren Kirche von Cluny II nachempfunden.

Because of the public holiday in Cluny we could not visit or show the interior of its Clocher de l'Eau Bénite. But back at home we realize that two Cluniac reformed monasteries are quite close to where we live. The finest example is Alpirsbach Monastery in the northern Black Forest.
Here is the interior of the monastery church in Alpirsbach. It shows all the signs of the Cluniac reformed monasteries such as simplicity of layout, planeness of the walls, enormous height, an extended choir because of the increased importance of liturgy and sparse decoration. The Alpirsbach church was modelled on the simpler form of the Cluny II church.

 

 

 

Das Alpirsbacher Kloster, geweiht im Jahre 1095, vom Kreuzgang aus betrachtet.  In Deutschland gibt es nur noch im südwestlichen Raum Reste von vier Reformklöstern, die die Regeln Clunys übernahmen. Das am besten erhaltene Kloster ist Alpirsbach.

Alpirsbach Monastery was dedicated in 1095. Here a view from the cloister. In south-western Germany there are the remains of four reformed monasteries which took over the rules of Cluny. Today Alpirsbach is the best preserved of them.

 

 

 

Die Ruine des Benediktinerklosters Hirsau bei Calw. Es war der erste Stützpunkt Clunys in Deutschland und bei seiner Errichtung im 11.Jh. das baulich größte Kloster im deutschsprachigen Raum. Von hier gingen zahlreiche Reformen und Klostergründungen aus. Der französische General Melac brannte es 1692 nieder.
In den noch benutzbaren Gebäuden des früheren Klosters ist in gut schwäbischer Manier das Finanzamt für den Kreis Calw untergebracht.

The ruins of the Benedictine Monastery at Hirsau, near Calw. It was Cluny’s first base in Germany and when built in the 11th C was the largest monastery building in German speaking countries. Many reforms and the foundations of numerous monasteries were initiated from here. In 1692 it was burnt down by the French General Melac.
Some of the monastery buildings which are still useable now house the regional tax offices, somehow a significantly Swabian touch.

 

 

 

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