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 E & BJ Capper Nagold 2009/10

 

3. - 5.6.2009

Chartres

Hochgotische Kathedrale
und ein Blick auf Fontainebleau

High Gothic Cathedral
and a glance at Fontainebleau

Wir sind fast am Ende unserer langen Reise durch Frankreich angekommen, doch einen weiteren Höhepunkt wollen wir uns nicht entgehen lassen: die Kathedrale von Chartres, Geburtsstätte der Hochgotik und zugleich ihr am besten erhaltenes Beispiel.
Sie steht seit 1979 auf der Liste der Unesco Weltkulturerbestätten.
Wir sind erstaunt, als sich die abendsonnenbeschienene Kathedrale plötzlich aus den weiten Feldern der Île de France erhebt. Die Stadt Chartres ist klein geblieben, ohne störende Hochbauten. Und so fühlen wir uns ein wenig wie die Pilger im Mittelalter, als sie nach mühsamer Wanderschaft endlich die alles überragende Kathedrale erblickten. Nur die Stromkabel geben einen kleinen Hinweis darauf, dass wir uns nicht im 13.Jh. befinden.

We are coming to the end of our long tour through France, there is a further highlight - Chartres Cathedral - that we don’t want to miss. It is both birthplace of High Gothic and at the same time the best preserved example of it.
It was added to the Unesco list of World Cultural Heritage sites in 1979.
We are astonished when the cathedral suddenly rises up out of the wide fields of Île de France in the evening light. The town of Chartres has remained small without the disruption of high buildings, so we feel a bit like mediaeval pilgrims who look up at the enormous height of the cathedral after their arduous pilgrimage. The electricity cables make it clear that we are not back in the 13th C.

 

 

 

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Am nächsten Tag sehen wir, dass das Abendlicht der Kathedrale ein wenig geschmeichelt hat. Tatsächlich wirkt sie äußerlich recht nüchtern, da sie aus dem grauen Kalkstein der Gegend erbaut wurde.
Sie entstand auf den Fundamenten von mindestens 4 Vorgängerbauten, die alle abbrannten, der letzte Bau 1194. Die Verzweiflung in Chartres war groß, da man auch die bedeutendste Reliquie, den Schleier der Maria, für verloren hielt. Als man sie unbeschädigt im Sanktuarium wiederfand, glaubte man an ein Wunder und errichtete in nur 26 Jahren eine neue Kathedrale von noch nie dagewesenen Ausmaßen und Formen.

Next day we see that the soft evening light had rather flattered the cathedral. In fact it makes a rather sober impression as it is built out of the local grey limestone.
It is built on the foundations of at least four preceding buildings, each of which burnt down, the last one in 1194. At that time the people of Chartres were in despair as they thought their most important relic, the tunic of the Blessed Virgin Mary, had been destroyed in the fire. When it was found undamaged in the sanctuary this was regarded as a miracle and a new cathedral of unprecedented size and form was built in only 26 years.

 

 

 

Einzig der untere Teil des Südturms und der Westfassade (Bild) blieben beim großen Feuer von 1194 verschont und sind somit die ältesten Teile der Kathedrale. Weltberühmt ist das dreiteilige, noch romanische Königsportal, und die darüberliegenden drei Buntglasfenster, die alle aus der Mitte des 12.Jh. stammen.
Nur im Innern der Kirche kann man erkennen, dass der erste Übergang zur Gotik schon damals gelungen war: Die drei Rundbogenfenster sind innen bereits spitz zulaufend (siehe zwei Bilder weiter unten).
Diese ältesten erhalten gebliebenen gotischen Skulpturen (insgesamt befinden sich an der Kathedrale ca. 10000) sind ungewöhnlich lang und schlank, ja sie wurden mit der Säule aus einem Stein geschlagen. Die Portale waren vergoldet und die Figuren bunt bemalt.

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Only the lower part of the south tower and the west facade (picture) survived the great fire of 1194 and are thus the oldest parts of the cathedral. The three-part Romanesque royal portal is world famous with the three stained glass windows above it dating from the middle of the 12th C.
It is only inside the church that  the successful transition to Gothic becomes evident. Here they are rounded, but in the interior the three windows are pointed at the top.
These oldest surviving Gothic sculptures, (in total the cathedral has 10000 of them), are unusually long and slender. Each was carved out of the same piece of stone as the pillar. Earlier the portal was gilt and the figures were brightly coloured.

 

 

 

 

 

Im Mittelportal ist Christus als Richter beim Jüngsten Gericht zu sehen. Ihn umgeben die Symbole der vier Evangelisten Matthäus (Engel), Johannes (Adler), Markus (Löwe) und Lukas (Stier).

The central portal shows Christ as judge at the Last Judgement. He is surrounded by the symbols of the four evangelists: Matthew (angel), John (eagle), Mark (lion) and Luke (bull).

 

 

 

Nun stehen wir im Innern der gotischen Kathedrale "Notre Dame", die ein Zentrum der Marienverehrung war und ist, und blicken in Richtung Westfassade mit dem Königsportal und den drei Buntglasfenstern von 1150 (die wir oben von draußen gesehen haben). Die berühmte Rosette darüber wurde mit den anderen Fenstern nach dem großen Brand errichtet und zeigt das Jüngste Gericht.
Trotz der insgesamt 176 Fenster, die fast alle im Originalzustand erhalten sind, und des künstlerischen Leitgedankens des durchleuchteten Raums (Wikipedia) ist der riesige Innenraum dämmrig und kaum zu fotografieren.
In den Boden eingelassen befindet sich ein Labyrinth, auch dies das besterhaltene seiner Art (re), heute leider durch die Bestuhlung fast verdeckt. Dieses Labyrinth mussten die Pilger auf Knien abrutschen, insgesamt 262 qualvolle Meter, was ungefähr eine Stunde dauerte.

Now we are inside the Gothic Notre Dame Cathedral, which was and is a centre for the veneration of Mary, and look back towards the west facade, (which we saw above from outside), with the royal portal and stained glass windows dating from 1150. The famous rose window above them was built with the other windows after the great fire and shows the Last Judgement.
Despite the total of 176 windows, most of which have been preserved in their original condition and the artistic concept of an illuminated space (Wikipedia) the huge interior is dimly lit and is a photographic challenge.
In the paving stones of the floor is a labyrinth (r), this is also the best-preserved one of its type, at our visit unfortunately almost covered by the chairs. The pilgrims had to follow the path through the labyrinth all the way on their knees. That was a total of 262 painful metres and took about an hour.

 

 

 

Der Blick in das nördliche Querhaus.
Mit dem Bau der Kathedrale zu Chartres war es den Baumeistern erstmals gelungen, die Wuchtigkeit der romanischen Wände aufzubrechen. Die Erfindung von Kreuzrippengewölben (oben im Bild) ermöglichte ein Ableiten des Drucks auf Strebewerk und freistehende Pfeiler. Die nicht mehr benötigten Mauern konnten großzügigen Fensterflächen (ca. 6700qm) weichen.

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A view into the northern transept.
With the construction of Chartres Cathedral the architects and builders managed for the first time to escape from the massiveness of Romanesque walls. The development of ribbed vaults (top of the picture) allowed the weight to be transferred to buttresses and free-standing pillars. Solid supporting walls were no longer needed and enormous window areas became possible, (in Chartres ca 6700 m²).

 

 

 

 

 

Der Innenraum lässt sich wie gesagt im Dämmerlicht nur schwer fotografieren, doch anders sieht es bei den Fenstern aus. Da das Kirchenschiff 37m hoch ist, empfiehlt sich der Einsatz eines Teleobjektivs oder Fernglases, um die ausgefeilten biblischen und alltäglichen Szenen überhaupt erkennen oder abbilden  zu können. Ohne diese Hilfsmittel konnte der mittelalterliche Pilger zumindest bei den höheren Fenstern keine Details sehen - fast kommen einem da die künstlerisch hochentwickelten Buntglasfenster vergeudet vor. Vielleicht sind sie ein Geschenk vorausschauender Baumeiser an zukünftige, technisch besser ausgerüstete Generationen.
Die nördliche Fensterrosette zeigt die Lobpreisung der Jungfrau mit judäischen Königen und Propheten.

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As mentioned, the dim light makes it difficult to photograph the interior but the windows are more possible. As the nave is 37m high either a telephoto or a pair of binoculars is recommended to be able to even recognize and possibly capture the sophisticated biblical and day-to-day scenes. Without today’s technical assistance the mediaeval pilgrim would hardly have been able to see the details of the higher windows. For that reason the highly developed artistry of the stained glass windows seems almost wasted - perhaps it is a gift from architects with uncanny foresight to later, better equipped generations.
The northern rose window shows the adoration of the Virgin Mary with Jewish kings and prophets.

 

 

 

 

 

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Um dieses 800 Jahre alte Geschenk auch zu würdigen, zeigen wir die Nordrosette und eines der darunterliegenden Fenster (das Aaron zeigt) in größerer Auflösung.

So that this 800 year-old present can be appreciated better, here are some details of the picture above, the rose window and one of the vertical windows below it (showing Aaron).

 

 

 

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Dieses Fenster bildet die Geschichten von Adam und Eva  und dem barmherzigen Samariter ab (li). Rechts sieht man die Vergrößerung des mittleren Bilderzyklus (Adam und Eva). Wenn man diese durch Anklicken nochmals vergrößert, erkennt man sogar die Mimik der Akteure, z.B Eva, die aus Adams Seite erschaffen wurde (rechts).
Die Zusammensetzung der warmen Blaufarbe, des "Chartres Blaus", war lange ein Rätsel. Heute weiß man, dass Kobalt verwendet wurde, das aus dem sächsischen Erzgebirge stammt.

The window (l) shows the stories of Adam and Eve and of the good Samaritan. On the right is a detail of the central picture cycle (Adam and Eve). If the picture is expanded than even facial expressions can be seen, e.g. of Eve being created out of Adam’s side (on the right).
The composition of the warm blue colour known as ‘Chartres Blue’ was unknown for a long time. It is now known that Cobalt from the Erzgebirge (‘ore mountains’) of Saxony in eastern Germany, was used.

 

 

 

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Für Kirchenfensterliebhaber (alle Einzelbilder können vergrößert werden): Ein weiteres einzelnes Fenster in der Südwand hat die Feuersbrunst von 1194 überstanden, es ist das linke Bild, auf dem die Jungfrau mit dem Kind zu sehen ist, auf französisch heißt es "Notre-Dame de la Belle-Verriere" - die Jungfrau vom schönen Glase, heute oft die "Blaue Jungfrau" genannt. Mit ihrer stolzen, aufrechten Haltung erinnert sie an die Skulpturen der Eingangsportale.
Daneben rankt der "Stammbaum Jesse" empor, die Ahnentafel Jesu, die unten mit einem Spross aus dem Nabel Jesses, Davids Vater, beginnt und oben beim thronenden Jesus endet.
In der Mitte sind Szenen der Menschwerdung Jesu aus der Westfassade zu sehen. Weiter rechts sind die Tierkreiszeichen dargestellt und daneben das Leben der Jungfrau Maria.

Four pictures for those who appreciate stained glass windows. (All can be expanded.)
A further window which survived the severe fire of 1194 is the left-hand picture here. It is of the Virgin Mary with Child and in French it is called "Notre-Dame de la Belle-Verriere" - the Madonna of the beautiful glass, often just called the ‘Blue Madonna’. With her proud, upright posture the Madonna reminds us of the sculptures in the entrance portals.
Second from left is the Tree of Jesse, part of Jesus’ family tree. It starts at the bottom with a shoot growing out of Jesse’s navel. (Jesse was the father of King David.) It culminates in Jesus on his throne at the top.
In the middle picture are scenes of Jesus incarnation (from the west facade of the cathedral). On the right is a pair of windows showing (l) the Signs of the Zodiac and (r) the life of the Madonna.

 

 

 

Im vorderen Teil der Kathedrale ist in einer schlichten Vitrine ein Teil des Kleidungsstücks ausgestellt, das eine Kleinstadt 1194 ermunterte, diese Kirche unter gewaltigen freiwilligen Opfern der Bevölkerung in kürzester Zeit wieder zu errichten: der Schleier oder die Tunika der Maria (“Sancta Camisia”), die diese bei der Verkündigung von Jesu Geburt getragen haben soll (li). Die Reliquie wurde Chartres 876 von Kaiser Karl dem Kahlen geschenkt und datiert auf das 1.Jh. n.Chr. Die wundertätige Reliquie zog Pilgerströme nach Chartres, was wiederum Geld einbrachte und den Kathedralbau erst ermöglichte. Deshalb war man anfangs wohl so verzweifelt, als man annehmen musste, die Reliquie sei im großen Feuer verbrannt.
Da die Menschen im Mittelalter die Bibel nicht selbst lesen konnten, wurde sie ihnen mit unzähligen Buntglasfenstern und tausenden Skulpturen erzählt. Den Chor umgibt eine ganze Skulpturengalerie, auf der Jesu Lebensweg dargestellt wird. Die obere Szene zeigt den ungläubigen Thomas, der seine Finger in die Wundmale Jesu legt (re).

In a fairly simple glass case part of the famous piece of clothing is on display that encouraged a small town in 1194 at enormous sacrifice to rebuild the church in a very short time. It is the Sancta Camisa, said to be the tunic the Virgin Mary was wearing at her annunciation (l). The relic was donated to Chartres in 876 by Emperor Charles the Bald and is supposed to date to the 1st C AD. The miraculous relic drew streams of pilgrims to Chartres which brought a substantial income - possibly part of the reason why the townsfolk were later so in despair at its supposed destruction in the great fire - and enabled the cathedral to be built.
As the people of the Middle Ages could not read the Bible themselves the message and stories were related to them with innumerable stained glass windows and thousands of sculptures. In the choir is a long gallery of sculptures showing the scenes of Jesus’ life. This scene (r) shows Thomas the Doubter placing his finger in the wound in Jesus’ side to persuade himself of Jesus’ resurrection.

 

 

 

Dass die Kathedrale auch heute noch mehr ist als ein Kulturobjekt und ein Museum, zeigen die zahlreichen brennenden Kerzen des Erinnerns und Gedenkens.

The numbers of burning memorial candles show that the Cathedral is still today more than just a cultural object and museum.

 

 

 

Nach der Besichtigung des Innenraums besuchen wir noch die Krypta der Kathedrale (li). Sie ist die größte der französischen Krypten, geht in Teilen bis auf das 9.Jh. zurück und enthält mehrere Kapellen mit Tonnengewölben (re).

After looking at the interior we make the tour of the Cathedral Crypt (l). It is the largest French crypt and parts of it date back to the 9th C. There are numerous chapels in the vaulted arches. 

 

 

 

Chartres Nordportal / Chartres North Portal

Keine andere europäische Kathedrale hat 9 Portale. Hier sehen wir die drei Nordportale, deren Themen das neue Testament und das Jüngste Gericht sind.
Diese Fülle an Plastiken konnte kein einzelner Bildhauer erschaffen. Es gab eine ganze Schule, wo viele Steinmetze zusammentrafen, die dann das hier Erlernte ins restliche Abendland hinaustrugen.

No other European cathedral has nine portals. Here we see the three portals on the north side whose themes are the New Testament and the Last Judgement.
This quantity of sculptures was of course far more than a single craftsman could create. There was a whole school of  assembled stonemasons who later carried what they had learned here out into the rest of western Europe.

 

 

 

Die respektablen Stadthäuser von Chartres wirken winzig im Vergleich zur Kathedrale. Schon die Dächer der südlichen Eingangsportale überragen die Häuser am Kirchplatz (li).
Die schön restaurierte, denkmalgeschützte Altstadt von Chartres bietet hübsche Plätze mit zahlreichen gut besuchten Straßencafes an (re).

The substantial town houses of Chartres seem tiny in comparison to the cathedral. Even the roofs of the southern portals by far overtop the houses on the church square (l).
The attractively restored and listed old town of Chartres offers pleasant squares with numerous well-filled pavement cafes (r).

 

 

 

 

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Wo sich die Stadt zum Fluss Eure hin absenkt, gibt es noch viele schöne Fachwerkhäuser an steilen Gassen aus Kopfsteinpflaster zu bewundern.

Where the town slopes down towards the River Eure  there are many fine half-timbered houses to be admired in the steep cobble-stones streets.

 

 

 

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Zwischen und neben Steinhäusern entdeckt man häufig altes Fachwerk und ungewöhnliche Hausformen.

Old half-timbered buildings and unusually shaped houses can often be discovered between and next to the town houses.

 

 

 

Unten am Fluss Eure ist noch viel vom Charme des 2000 Jahre alten Städtchens zu entdecken. Alte Waschhäuser, Brücken und Mühlen findet man neben Resten der mittelalterlichen Stadtmauern.

Down by the small River Eure there is a glimpse of the old charm of the 2000 year-old town. Old wash-houses, bridges and mills can be found near the remains of the old town wall.

 

 

 

Doch immer wieder eröffnen sich auch im Gewirr der Altstadt Blicke auf die alles dominierende Kathedrale. Seit dem 4.Jh. war Chartres Bischofssitz und die Kirche somit die bis heute prägendste Kraft des Städtchens.
Zu den christlichen Pilgern früherer Tage gesellen sich heute zahllose Kulturpilger, die den Wohlstand des ländlich geprägten Chartres wahren helfen.

In the tangle of old town streets the cathedral often dominates the scene. From the 4th C Chartres was a Bishop’s seat and the church has put a marked stamp on the town from then on up to the present day.
Nowadays the throng of Christian pilgrims of earlier times has massively grown through the flood of cultural pilgrims. They help significantly to maintain the prosperity of the otherwise relatively rural town of Chartres.

 

 

 

 

 

Und noch ein allerletztes Highlight auf unserem Nachhauseweg. Inmitten ausgedehnter Wälder - berühmte Jagdgründe der französischen Aristokratie - liegt das Chateau de Fontainbleau, das zusammen mit seinen Waldgebieten zu den Unesco Welterbestätten zählt.
Eine Veranstaltung ist gerade zu Ende gegangen, die Besucher strömen aus dem Saal unter der berühmten hufeisenförmigen Treppe, deren ausgeklügelte Konstruktion die Durchfahrt von Pferdegespannen erlaubte.

And now a glance at a last highlight on our way home. Among extensive forests - former famous hunting grounds of the French aristocracy - stands the palace of Fontainbleau. Together with the surrounding forests it is included on the list of Unesco World Cultural Heritage sites.
When we arrive an event is just coming to an end. Visitors stream out of the hall under the famous horseshoe shaped staircase, cleverly designed to permit a horse-drawn carriage to go under it.

 

 

 

An einem Giebel findet sich ein Hinweis darauf, wem diese ganze Pracht zu verdanken sei: Der Renaissancekönig Francois I. verwandelte die frühere Abtei in ein zauberhaftes Schloss im florentinischen Stil.

On one of the chimneys there is an indication of who e to be thankful to for all this splendour. The Renaissance king Francis I changed the former abbey into a magical palace in Florentine style.

 

 

 

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Das goldverzierte Eingangstor wird vor unseren Nasen verschlossen, doch John hat die gute Idee, die Kamera durch die Gitterstäbe hindurchzuschieben und somit ein gitterfreies Panoramafoto aufzunehmen.
So malerisch das Schloss bereits von außen wirkt, berühmt ist es jedoch vor allem für seine Innenausstattung, erschaffen von den Händen zahlreicher italienischer Künstler der Renaissance.

The gilt entrance gate is being shut just as we arrive, so I decide to hold the camera through the fence to make a panorama picture of the palace without having bars disturbing the foreground.
The palace looks very splendid from the outside but it is in fact more famous for its interior styled by numerous Italian Renaissance artists.

 

 

 

Die sanft gewellte, fruchtbare, aber etwas monotone Landschaft gibt uns endlich die Möglichkeit, zügig voranzukommen, auch wenn wir wissen, dass jenseits dieser akkurat angelegten Felder noch viele Schätze zu besichtigen wären. Nur schweren Herzens können wir uns vom faszinierenden und äußerst vielfältigen Frankreich trennen.

The softly rolling but rather monotonous countryside at last gives us the chance to make quick progress towards South Germany and home, even though we know that beyond the neat fields there are other treasures that we are missing. It is not easy to say good-bye to the rich variety of France.

 

 

 

 

Zuhause angekommen, sehen zumindest Garten und Balkon alles andere als akkurat aus, und sobald wir den Inhalt unseres Campingbusses ins Wohnzimmer entleert haben, auch dieses nicht mehr.
Der Campingstuhl, den wir vor unserer Reise in eine Balkonecke gestellt hatten, zeigt, wie lange wir weg waren. Doch bevor wir uns an die Arbeit machen, erfreuen wir uns an ein paar Souvenirs - einem guten Rotwein und einer leckeren Quiche von einem Straßburger Supermarkt - und tun noch ein bisschen so, als wären wir noch in Frankreich.

When we reach home, garden and balcony show signs of our long absence - the camping chair is grown over - and after we have unloaded our camping bus the living room looks overloaded as well.
Before we start work we enjoy some of our souvenirs of France - a good red wine and a tasty Quiche from the supermarket in Strasbourg - and pretend for a little longer that we are still enjoying France.

 

 

 

 

 

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