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 E & BJ Capper Nagold 2005

 

26.4.2005

Cordoba, Andalucia

Mezquita & Altstadt

Mezquita & Old Town

Die zwei herausragendsten Bauwerke, die die Mauren in Spanien hinterlassen haben, sind die Alhambra in Granada und die Mezquita in Cordoba. Da wir uns während unserer Rundreise zunehmend mit den Zielen beschäftigen, denen wir uns nähern, fällt uns die große zeitliche Distanz auf, die zwischen dem Bau beider Gebäude liegt. Die Moschee in Cordoba wurde bereits 785 begonnen, sie war erster Vorposten der arabischen Eroberer in Europa, während die Alhambra erst im 14.Jh. von den Mauren ausgebaut wurde, als die Macht der Muslime bereits in den letzten Zügen lag. Von Bildern kennen wir eigentlich nur die wunderschönen rot-weißen Säulenreihen im Innern, als wir die Mezquita jedoch zum ersten Mal von Außen erblicken, können wir sehen, dass sie uralt ist. Bis auf die Eingangstüren, die schon etwas von der inneren Pracht ahnen lassen, sind die endlosen Außenmauern schmucklos und vom Verfall bedroht. Obige Bilder zeigen drei Tore in recht unterschiedlichem Zustand.

The two outstanding edifices of Moorish architecture left in Spain are the Alhambra in Granada and the Mezquita in Cordoba. Only as we progress on our tour and concentrate our attention on the different places do we realize the long period of time between the beginnings of each of these buildings. The mosque in Cordoba was started in 785 as the advanced post of the Arab conquerors in Europe; the Alhambra was begun in the 14th century by the Moors as their power was nearing its end.
We have seen pictures of the beautiful red and white columns inside, but as we see the outside of the Mezquita for the first time, we notice how ancient it is. Apart from the doors, which give an idea of the splendour of the interior, the long surrounding walls have little decoration and show signs of the decay of age.

The pictures above show three of the entrances.

 

 

 

Der heutige Eingang befindet sich neben dem Glockenturm, der an der Stelle des abgerissenen Minaretts steht. Man tritt in einen Innenhof, der mit Orangenbäumen und Palmen bepflanzt ist. Letztere hatte der erste Kalif von Cordoba, der aus Damaskus vertriebene Abd-ar-Rahman I., aus Sehnsucht nach seiner Heimat importieren lassen, davor war diese Baumart hier unbekannt.

The entrance used today is next to the bell-tower, which is built on the site of the previous minaret. On entry you find yourself in this large court planted with orange trees and palms. The latter were imported by the homesick first Caliph of Cordoba, Abd-ar-Rahman I, who had been driven out of Damascus. Previous to that the palm tree was unknown here.

 

 

 

 

 

Anklicken zum Vergrößern / Click for larger picture. Mezquita Codoba  Panorama 4.2005

Blickt man nicht zurück Richtung Eingang, sondern Richtung Moschee, so bietet sich einem dieser Anblick. Der Innenhof wird von Wassergräben durchzogen, so wie zu maurischen Zeiten ganz Cordoba mit Wasser versorgt wurde. In dem Brunnen wuschen sich die Gläubigen vor dem Gebet. Die eigentliche Moschee wirkt ganz unspektakulär. Man muss schon genau hinschauen, um die mit spitz zulaufenden Zinnen geschmückte helle Wand auszumachen, über die sich zahlreiche niedere gelbliche Dächer erheben. Unter diesen befinden sich die einzelnen Säulenreihen; insgesamt ist die Moschee nur 11 Meter hoch. Der Koloss, der aus ihrer Mitte herausragt, ist die im 16.Jh. hinein gepflanzte christliche Kathedrale.

This is the view the other way towards the mosque/cathedral itself. The court is irrigated by shallow ditches as the whole of Cordoba was at the time of the Moors.
The faithful washed themselves in the fountains before their prayers. The mosque itself is rather plain. You have to look consciously to notice the light-coloured walls decorated with triangular turrets and the numerous yellowish roofs above. The roofs are above the rows of pillars inside and are only 11m above the ground.
Towering above is the Christian cathedral that was built into the middle of the mosque in the 16th century.

 

 

 

 

 

Jetzt betreten wir die eigentlichen Gebetsräume und erkennen erst einmal fast nichts. An das Halbdunkel der Mezquita muss man sich erst gewöhnen, es war auch nicht ursprünglich so dunkel. Die Säulenreihen waren zum grünen Innenhof hin offen, erst nach der christlichen Übernahme wurden die Wände zum Garten hin geschlossen.

Now we go out of the sunlight into the place of worship itself and at first can hardly see anything. Our eyes have to get accustomed to the dimness in the Mezquita, which wasn’t always that dark. The pillared area was originally open towards the court and garden, but when the Christians took over the present walls were added.

 

 

 

 

 

 

 

Allmählich erkennen wir die endlos scheinenden doppelbögigen Säulenreihen. Die Länge ist so enorm (179 Meter), da im Laufe von 2 Jahrhunderten drei Mal angebaut werden musste, denn die Fläche der Moschee reichte für die Pilgerscharen nicht mehr aus. Cordoba war zu Zeiten des eigenständigen Kalifats das Zentrum der gläubigen Muslime im Abendland. Die Stadt gilt kulturell als die bedeutendste Stadt Europas im Mittelalter und könnte auch die größte gewesen sein (laut Schätzungen bis zu 1 Million Einwohner, weit mehr als heute).

After a while we see the apparently endless double-arched rows of pillars. The length is enormous (179m) as in the course of two centuries the mosque had to be extended three times to cope with the flood of pilgrims. During the period of the independent Caliphate in Cordoba, this was the religious centre for the Muslim faithful of the western world. The city is reckoned to be have been the most significant cultural centre in Europe and maybe also the largest with an estimated population of  up to 1 million, far more than today.

 

 

 

 

 

 Anklicken zum Vergrößern / Click for larger picture. Mezquita Codoba  Säulenpanorama/Pillar Panorama  4.2005

Dieses Säulenpanorama gibt hoffentlich die Weite des Raumes etwas wieder, in dem sich auch ein große Besucheranzahl irgendwann verliert.

We hope that this pillar panorama gives an impression of the enormous extent of the interior in which even a relatively large number of visitors almost get lost.

 

 

 

 

 

Zwei Aufnahmen, die den Detailreichtum - und den Stilmix - erkennen lassen.

Two pictures showing the richness of detail and the mixture of styles.

 

 

 

 

 

Anklicken zum Vergrößern / Click for larger picture. Mezquita Codoba  Panorama 4.2005

Die mehr als 850 Säulen bestehen aus Granit, Jaspis und Marmor. Einige von ihnen stammen aus römischen Tempeln oder westgotischen Kirchen, die die siegreichen arabischen Eroberer vorfanden. In der Mitte sind die Säulen blankgescheuert, ich wundere mich zuerst über den Farbunterschied, bis ich mich selbst erschöpft an einer Säule abstütze. Unzählige müde Pilger und Besucher haben sich über die Jahrhunderte hier angelehnt.

The more than 850 pillars are made of granite, jasper and marble. Some of them originate from the Roman temples and Visigothic churches that the Arab invaders found when they arrived.
The middle sections of the pillars are smoothly polished. We didn’t think why until we tiredly leant against a pillar and realized that countless pilgrims had done the same over the centuries.

 

 

 

 

 

Die Moschee hat mehrere Mihrab, Gebetsnischen, die den Gläubigen die Richtung nach Mekka, in der sie beten sollten, anzeigten. Wir nähern uns hier durch wunderschön verzierte Säulenreihen der um 960 erbauten "neuen" Mihrab, einem unvergleichlichen Meisterwerk orientalischer Baukunst und Ornamentik.

The mosque has several Mihrab - prayer niches - which show the direction of Mecca in which the faithful should pray. Here past beautifully decorated pillars we approach the ‘new’ Mihrab of 960 AD, an incomparable masterpiece of oriental architecture  and decoration.

 

 

 

 

 

 

 

Wir blicken durch den Gebetsraum des Kalifen, der von der übrigen Moschee durch ein Gitter abgetrennt ist, auf den Mihrab, in dem der vergoldete Koran auflag. Der Raum strömt über vor Verzierungen und kunstvoll ausgeschmückten Koranversen.

Through the Caliphs’ prayer room, separated off from the remainder of the mosque by an iron railing, we see the Mihrab, in which a gilt Koran was previously displayed. The room overflows with decoration and artistically presented Koran verses.

 

 

 

 

 

Auf diesem Vertikal-Panorama lässt sich erkennen, dass der Mihrab von einer aus einem einzigen Marmorblock gehauenen Kuppel gekrönt wird, die die Weltmuschel darstellen soll.
Die wunderbaren Ausschmückungen des Vorraums waren ein Geschenk des Kaisers von Byzanz: 320 Tonnen glasierter Mosaiksteine fanden ihren Weg nach Cordoba, ein byzantinischer Handwerksmeister arbeitete danach mehrere Jahre an der Erstellung der Mosaike.

Anklicken zum Vergrößern / Click for larger picture. Mezquita Codoba  Mihrab 4.2005

In this vertical panorama picture (click on it to expand it) you can see the cupola, representing the ‘shell of the world’ and,  constructed out of a single marble block, that crowns the Mihrab.
The wonderful decoration of  the outer chamber was a present from the Emperor of Byzantium: 320 tons of glazed mosaic stones were brought to Cordoba and a Byzantine master craftsman worked for several years to create the mosaic.

 

 

 

 

 

 

 

Neben den alten, reich bemalten Holzdecken finden sich kunstvoll ausgestattete Kapellen und Nischen, die die maurischen Handwerker nach der Machtübernahme der Christen für diese im arabischen Stil bauen mussten. Das Bild in der Mitte zeigt die Capilla Villaviciosa, die erste in die Moschee eingebaute Kapelle, die durch schönen Säulenschmuck und eine gewagte Kuppelkonstruktion besticht.

Alongside the richly painted panelled ceiling are artfully constructed chapels and niches, which Moorish artisans built in Arab style after the Christians had come to power again. The middle picture shows the Capilla Villaviciosa, the first Christian chapel built into the mosque, noted for its finely decorated pillars and bold cupola. 

 

 

 

 

 

Die erste christliche Kapelle aus etwas weiterer Entfernung.

Das Kalifat in Cordoba zerbrach, da es zu Streitereien zwischen den Muslimen über die rechte Auslegung des Koran, über Toleranz, Freiheit oder strikten Glauben kam. Ein blutiger Bürgerkrieg begann. Cordoba wurde von einer Reihe moslemischer Dynastien beherrscht, bis die Re-Christianisierung in 1235 erfolgte.

Da die jetzigen Herrscher nicht auf die Kunst der Mudejar, der "zum Bleiben Ermächtigten", verzichten wollten, musste jeder muslimische Handwerker 2 Tage in der Woche in der Mezquita für die neuen Herren arbeiten.

The Capilla Villaviciosa from a more distant perspective.

The Cordoba Caliphate collapsed due to internal conflicts between the Muslims about the correct interpretation of the Koran, about tolerance, freedom and dogmatic belief. A bloody civil war began. Cordoba was ruled by a succession of Muslim dynasties, until the Rechristianisation, which  took place in 1236.

As the new rulers did not want to do without the artistry of the Mudejar, (‘those allowed to remain’), the Muslim craftsmen had to work two days a week in the Mezquita for their new lords.

 

 

 

 

 

 

 

Hier werfen wir einen Blick in die im 16.Jh. erbaute barocke Kathedrale. Was für eine Stilmischung!
Gegen den Widerstand der Bevölkerung wurde das Bauwerk hochgezogen, über 60 Säulen mussten weichen. Carlos V, (Carlos I von Spanien), der den Bau veranlasst hatte, bereute diese Entscheidung, als er den Bau sah. Sinngemäß sagte er, dass hier etwas entstanden sei, das es überall gebe, aber etwas zerstört wurde, das einmalig gewesen sei.
Die Kanzel aus Marmor (in beiden Bildern) steht auf einem Rind als Symbol des Heiligen Lukas.
Wie bei der Giralda in Sevilla gilt auch hier: Die Moschee hätte die Zeiten sicher nicht überdauert, wenn in sie nicht ein christliches Gebäude integriert worden wäre.

Here we look at the baroque cathedral started in the 16th century. What a mixture of styles!
The building was built despite opposition from the population; over 60 pillars had to be removed. Charles V (Charles I of Spain), who commissioned the building, regretted the decision when he later visited. He said words to the effect that something was being built here, which could be found everywhere, but that something unique had been destroyed.
The marble pulpit (in both pictures) stands on a bull as symbol of the evangelist St. Luke.
As with the Giralda in Seville, the mosque would probably not have survived if it had not been incorporated into a Christian building.

 

 

 

 

 

Ein Blick in die Kuppel der Kathedrale

The cupola of the cathedral.

 

 

 

 

 

Ein Teil der ehemaligen Moschee beherbergt die Kirchenschätze, hier eine vergoldete Monstranz.

In a side-room of the previous mosque is a collection of church treasures - here a remarkable gilt monstrance.

 

 

 

 

 

Die Capilla Real, die einstige Grabkapelle von Ferdinand IV. und Alfons IX., die in meisterlichem Mudejar-Stil ausgeschmückt wurde.

The Capilla Real, the original burial chapel of Ferdinand IV and Alfons IX, decorated in the masterful Mudejar style.

 

 

 

 

 

Wie ein Gruß aus der Vergangenheit wirkt dieser Schriftzug auf einer Säule. Die muslimischen Handwerker bezeugten durch das Einritzen ihres Namens, dass sie die Säule erstellt hatten.

The Arabic script on one of the pillars is like a greeting from the past. The Muslim craftsmen signed their names on the pillars that they created.

 

 

 

 

 

Anklicken zum Vergrößern / Click for larger picture. Mezquita Codoba  Panorama 4.2005

Wir können es nicht lassen: Bevor wir die Moschee-Kathedrale jetzt verlassen, noch ein letztes Säulenpanorama!
An den Seiten erkennt man diverse Gittertüren, hinter die christliche Kapellen eingebaut wurden und barocke Anbauten und Wandgemälde - ein Gräuel für einen Muslim, da der Koran bildliche Darstellungen strikt verbietet.

We can’t resist another panorama picture before leaving the mosque/cathedral.
At the sides ironwork gates can be seen, behind which  are Christian chapels, baroque additions and wall-paintings - a sacrilege for Muslims, for whom representations of people are forbidden by the Koran.

 

 

 

Blick zurück in den Innenhof

A view back into the inner court of the Mezquita.

 

 

 

 

 

In den engen Gässchen der Altstadt wetteifern die Bewohner um den schönsten Blumenschmuck in ihren malerischen Innenhöfen.

In the narrow streets and courtyards of the old town the owners seem to compete for the most beautiful flower decoration.

 

 

 

 

 

 

 

Das schön restaurierte jüdische Viertel bezeugt noch heute die historisch so bedeutsame Zeit des friedlichen, kreativen Miteinanders jüdischer, christlicher und maurischer Einwohner. Viele berühmte Denker sind in der Stadt aufgewachsen, die als das weitaus bedeutendste Zentrum von Kunst und Wissenschaft zu jener Zeit in Europa gilt. Die Bibliothek Cordobas zählte zu jener Zeit 400 000 Handschriften, während die größte nordeuropäische in St. Gallen 600 besaß. Es gab in der Stadt 600 Badehäuser, bis zu 1000 Moscheen und die erste Straßenbeleuchtung in Europa.

Nach dem Ende des Kalifats 1031 begann der Niedergang der Stadt. Nach der Eroberung durch die Christen geriet die Stadt in Vergessenheit.

The nicely restored Jewish quarter witnesses to the peaceful and creative period of relative tolerance between the Jewish, Christian and Muslim populations. Many famous intellectuals grew up in Cordoba, which was at that time the most important centre for culture and science in Europe. In the library there were 400 000 manuscripts. For comparison, the most significant collection in northern Europe at St. Gallen had 600. The town had 600 bathhouses and the first street lighting in Europe.

After the end of the Caliphate in 1031 the decline of the city started and after reconquest by the Christians it become relatively unimportant.    

 

 

 

 

 

 

 

Kleines Kuriosum am Wegesrand: Ein Hausbesitzer lädt inmitten der engen Gassen - kostenlos - in sein Haus ein, wo man in seiner Wohnstube einen 22m tiefen, anscheinend 1200 Jahre alten Brunnen besichtigen kann. So nebenbei hat er sein Haus zu einem Souvenirladen ausgebaut.

A small curiosity on the way: a house-/shop-owner in one of the narrow streets invites people to come to see the 22m deep 1200 year old Arab well in his house. On the side he has developed it into a souvenir shop - but with no obligation to buy!

 

 

 

 

 

 

 

Die katholischen Könige ließen sich nach der Machtübernahme einen Palast bauen, den Alkazar de los Reyes Christianos, dessen Turmspitze hier zu sehen ist. Er besticht besonders durch seine Gärten. In ihm tagte später das Inquisitionsgericht.

The Catholic kings had a palace built after taking over power, the Alkazar de los Reyes Christianos, of which the tower is visible in this picture. Its garden was used later for the court of the Inquisition.

 

 

 

 

 

Von der touristischen Wiederentdeckung der Schätze aus der Vergangenheit profitieren heute die traditionellen Silberschmiede und Leder-Verarbeiter, aber auch viele Besitzer von Läden mit Billigware.

The town and its historical treasures has been rediscovered by tourists. Not only traditional silversmiths and leather craftsmen profit from this, but also shops with cheap tourist products.

 

 

 

 

 

An der maurischen Brücke auf römischem Fundament (oben) entdecken wir diesen Nachtreiher mit der auffälligen Kopffeder (unten), den schon die Römer gern auf ihren Mosaiken darstellten.

At the ‘Roman Bridge’, a Moorish bridge on a Roman foundation (above), we watched this Night Heron ‘with a feather in its cap’ (below) fishing for a while. It was also a theme on Roman mosaics.

 

 

 

 

 

 

 

Anklicken zum Vergrößern / Click for larger picture. Mezquita Codoba  Panorama 4.2005

Ein abendlicher Blick vom Fluss aus auf Triumphbogen und Moschee-Kathedrale

An evening view of the triumphal arch and the Mezquita mosque/cathedral as seen from the river.

 

 

 

 

 

Friedlich ruht der Alkazar heute im Abendlicht, und die Palmen des Kalifen werfen auf ihn ihre Schatten.
Was für ein Miteinander der Kulturen und was für ein Gegeneinander haben in dieser Stadt stattgefunden!

The Alkazar looks peaceful in the evening light with shadows thrown on it by the Caliphs palm trees.
What a mixture and contrast of cultures are reflected in this town!

 

 

 

 

 

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