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 E & BJ Capper Nagold 2005

 

14.5.2005

Lisboa

Haupt- und Weltstadt

Cosmopolitan Capital

Nähert man sich Lissabon, dem portugiesischen Lisboa (das die Portugiesen in ihrem weichen Tonfall "Lischboa" aussprechen), wie wir von Westen, so stößt man im Hafengebiet des Vororts Belem zuerst auf diesen Turm, den Torre de Belem, der im 16. Jahrhundert die mit Gewürzen und Gold beladenen Schiffe der portugiesischen Flotte mit einem Leuchtfeuer begrüßen sollte.
Selbst der Form der Entdeckerchiffe, den Karavellen, nachempfunden, lag er damals mitten im heute versandenden Fluss Tejo. König Manuel I ließ ihn von 1515 bis 1521 errichten.
Seinen Großmachtansprüchen zufolge hatte er Künstler und Handwerker, die die Baukunst mit neuen Ideen bereichern sollten, auf die oft mehrere Jahre dauernden Eroberungsfahrten mitgesandt. So kam, angeregt durch Bauten in Persien, Äthiopien oder Brasilien, dieser neue, später manuelinisch genannte Baustil zustande, der mit Motiven aus der Seefahrt und fremdländischen Tier- und Pflanzendarstellungen den schweren Granitbauten eine einzigartige Verspieltheit und Leichtigkeit verleiht.

As we drive into Lisbon (in Portuguese Lisboa) from the west, we reach the harbour area of the suburb Belem and see first this tower, the Torre de Belem, which in the 16th century used to greet with its signal fire the ships of the Portuguese fleet sailing in with their loads of spices and gold.
Built in the form of a caravelle, the type of ship used in the voyages of discovery, the tower used to be in the middle of the now silted-up river Tejo. King Emanuel I had the tower built between 1515 and 1521. 
In accordance with his aspirations as a world power he had commissioned artists and master builders to accompany the voyages which might last several years, and to bring back ideas to enrich the countries architecture. As a result  a new style was developed, inspired by buildings in Persia, Ethiopia and Brazil, and rich in maritime motives and with representations of exotic animals and plants. This gave the heavy granite buildings a lightness and playfulness. It was later referred to as Manuelinish architecture.

 

 

 

Im weitläufigen Untergeschoss des Turms erkennt man, dass er noch eine weitere Funktion hatte, nämlich den oft bis in die Tejo-Mündung hineingelockten Piratenschiffen des Königs Willen zur Verteidigung seiner Schätze kundzutun.

The lower floor of the tower shows its further function as a heavily armoured defence of the king’s treasures against pirates who often ventured into the Tejo estuary.

 

 

 

Die oberen Stockwerke erweisen sich als recht kahl, so dass man dazu verführt wird, das Wenige, das es gibt, eingehend zu untersuchen. John befindet sich hier in der, wie er es nennt, "Raucherecke".

The upper floors of the tower are fairly empty, so I investigate anything on offer, in this case the “smokers’ corner”.

 

 

 

 

 

Dafür ist die Aussicht von den zahlreichen Balkonen um so schöner.

Unterhalb der neuen, supermodernen Brücke "Vasco da Gama", die gerade noch rechtzeitig zum Beginn der Expo 1998 in Lissabon fertiggestellt werden konnte, findet heute eine Segelregatta statt.

But there are superb views from the windows and balconies.

Beneath the new, very modern Vasco da Gama bridge built  for the Expo 1998, a sailing regatta is taking place in the Tejo estuary.

 

 

 

 

 

Unbestritten reizvoll ist der Blick vom Dach des Turms zum Stadtzentrum hinüber.

And from the roof there is a fine, panoramic view of the city. Here we’re looking towards the city centre.

 

 

 

Beim Schlendern entlang der Hafenpromenade erblicken wir diese Flugzeug-Skulptur, die an die erste Flug-Überquerung des Süd-Atlantiks durch Cabral und Coutinho im Jahre 1922 erinnern soll.

Strolling along the promenade we pass this life-size sculpture commemorating the first flight across the southern Atlantic by Cabral and Coutinho in 1922.

 

 

 

Wandert man weiter am Tejo-Ufer entlang, so rückt einem die portugiesische Gegenwart immer näher.
 1910 wurde die erste Republik des Landes ausgerufen, die jedoch 1926 durch einen Militärputsch in die Diktatur Salazars (1933) mündete. Dieser erreichte zwar die Schuldenfreiheit des Staates, bezahlte dies aber mit bitterer Armut und Arbeitslosigkeit der Bevölkerung.
 1960, zum 500-jährigen Todestag von Heinrich dem Seefahrer, ließ Salazar, um sein verbittertes Volk bei Laune zu halten, das riesige Denkmal der Entdeckungen in Form einer Karavelle errichten.
Es zeigt in monströsen Figuren Könige, Poeten, Seeleuten und allen voran Heinrich den Seefahrer bei ihrem Aufbruch in die Neue Welt. Wen interessiert, welche Ausmaße diese Skulptur besitzt, der beachte die zwei rot gekleideten jungen Männer, die am linken Ende des schrägen Panoramabildes posieren, wohl für einen Fotografen, von dessen Vorhaben auch wir profitieren.

Walking further along the shore of the Tejo estuary, today’s Portugal comes closer and closer.
In 1910 the first republic was proclaimed, which was superseded by the dictatorship under Salazar after a military putsch in 1926. He managed to free the country from national debt, but the citizens paid for this with bitter poverty and unemployment.
In 1960, the 500th anniversary of the death of Henry the Mariner, Salazar attempting to improve the mood of the embittered population built this enormous monument to discovery in the form of a caravelle.
It shows enormous figures of kings, poets and sailors and - foremost - Henry the Mariner starting out into the new world. To get an idea of the colossal scale of the monument look at the two young men in red (below and left) aligning themselves with the famous, presumably for another photographer.

 

 

 

Anklicken zum Vergrößern / Click for larger picture. Mosteiro dos Jeronimos Panorama 5.2005

Ein schmaler Park und eine breite Straße trennen uns vom Hieronymus-Kloster, auch dies ein Bauvorhaben Manuels I., dessen Errichtung er schon zu Beginn seiner Regentschaft seinem Schutzpatron, dem Heiligen Hieronymus, gelobt hatte.
Um dieses monumentale Bauvorhaben, das von seinem Ruhm und seiner Größe künden sollte, finanzieren zu können, behielt die Krone die wertvollsten der eingeschifften Gewürze, nämlich Pfeffer, Gewürznelken und Zimt für sich. Allein der Pfeffer, den Vasco da Gama von seiner Indienreise mitbrachte, soll das 60-fache der Kosten der gesamten Unternehmung eingebracht haben.
Manuel I. soll zwar ein "glücklicher", aber kein "großer" König gewesen sein. Schon unter seinem Nachfolger, Joaos III., begann der Niedergang des portugiesischen Weltreiches.

A park and a wide road separate us from the Hieronymite Monastery, another of Emanuel I’s buildings which he built to the honour of his patron saint St. Hieronymus in fulfilment of an oath made at the beginning opf his reign.
To finance this immense building project which was to be a witness to its fame and magnificence, the Crown itself retained the rights to the most valuable of the spices; pepper, cloves and cinnamon. Alone the pepper which Vasco da Gama brought back from his voyage to India brought a return of 60 times the total costs of the expedition.
Emanuel I was called the ‘Fortunate’, but was apparently not a ‘Great’ king and already in the time of his successor Joao III the decline of the Portuguese world empire had started.

 

 

 

Als Portugal 1992 zum ersten Mal den EU-Vorsitz übernahm, wurde in eben diesem Park in Ermangelung einer Tagungsstätte ein - damals nicht unumstrittenes - Kulturzentrum erbaut. Heute ist es akzeptiert, wie auch diese neuen Pferde-Skulpturen, die vergeblich über den Seerosenteich zu springen versuchen.

When Portugal took over chairmanship of the EU for the first time in 1992, as a suitable conference centre was not available, a controversial - now accepted - Centre of Culture was erected in this park.
The powerful horses in this sculpture are frozen at their water-jump into the water-lily pond.

 

 

 

 

 

Im Innern der riesigen Klosterkirche. Eine fast erschlagende bildhauerische Ornamentik überall. An den wenigen "nackten" Stellen der Säulen wird einem bewusst, dass diese normalerweise keine solch üppigen Verzierungen tragen.

Inside the vast monastery church with almost overpowering sculptural ornamentation.

 

 

 

 

 

Anklicken zum Vergrößern / Click for larger picture. Mosteiro dos Jeronimos Kirchendach/Church Roof Panorama 5.2005

Ein "Über-Dach-Pano"(3 Bilder)! Oder: von der Apsis übers Dach zur Empore.
Den wundervollen Kreuzgang des Klosters haben wir - nach Besichtigung der Menschenschlangen vor dem Ticketschalter - leider nicht gesehen. Der Turm von Belem und das Hieronymus-Kloster gehören seit 1983 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Here a panorama picture to show the magnificent roof (made up of 3 exposures).
We committed the cardinal sin of not braving the long queue at the cash-desk to see the famous monastery cloister. The Tower of Belem and the Hieronymite Monastery belong to the UNESCO list of World Heritage sites.

 

 

 

In der Klosterkirche befindet sich der reich dekorierte Sarkophag des berühmten Entdeckers Vasco da Gama. Die Mitte schmückt eine für die Entdeckungsreisen benutzte Karavelle.

In the Monastery church stands the richly decorated sarcophagus of the famous dicoverer Vasco da Gama. In the centre one of the caravelles used for the voyages of discovery.

 

 

 

Den besten Einstieg in die Stadt Lissabon erhält man von diesem riesigen Platz aus, dem Praca do Comercio.
Er liegt direkt am Hafen des Tejo, zu dem hin er sich öffnet, als wolle er die einlaufenden Schiffe willkommen heißen. Und so war es auch: Über 400 Jahre lang stand hier der Königspalast, von Manuel I. erbaut, und die angereisten Herrscher stiegen aus ihren Schiffen auf Marmortreppen dem Palast entgegen. Im verheerenden Erdbeben von 1755 wurde er zerstört, unter dem äußerst pragmatischen Minister Pombal jedoch zügig wieder aufgebaut.
Die Mitte des Platzes ziert das - Schlangen zertretende - Reiterstandbild des damals herrschenden Königs, Jose I. Durch den Triumpfbogen hindurch gelangt man zur mondänen Unterstadt, der Baixa, die der Marquis de Pombal nach dem Erdbeben auf einem für damals sehr progressiven gitterförmigen Grundriss neu errichten ließ.

This huge public square, the Praca do Comercio, is apparently the best place to start visiting the centre of Lisbon.
It is adjacent to the Tejo port and opens out to it as if to welcome incoming ships. For over 400 years the royal palace built by Emanuel I stood here, and visiting royalty alighted from their ships and ascended marble stairs up to the palace. In the devastating earthquake of 1755 it was destroyed, but was promptly rebuilt by the pragmatic Minister Pombal.
In the middle of the square is the equestrian statue of the then ruling King Jose I. His mount tramples snakes beneath its hooves. The triumphal arch leads into the sophisticated lower town of Baixa, which Marquis de Pombal had rebuilt after the earthquake in a progressive rectangular pattern. 

 

 

 

In der Prachtstraße Rua Augusta bewundern wir dieses lebende Standbild, das sich mit einem Eintrag ins Guinness Book of Records schmücken darf. Über 15 Stunden stand dieser Mann 1988 bewegungslos in der Einkaufsmeile, und er scheint es auch heute noch gut drauf zu haben. Der große Strahler zu seinen Füßen gibt Anlass zur Vermutung, dass er auch bei Dunkelheit noch da stehen wird.

In the boulevard Rua Augusta we admire this living statue, which boasts an entry in the Guinness Book of Records. In 1988 this man stood motionless in a Lisbon shopping centre for 15 hours and he’s obviously in good form today as well. The floodlight behind him shows that he plans to do night duty as  well.

 

 

 

Der Aufzug Santa Justa ist das Wahrzeichen der Baixa. Er wurde 1902 errichtet, um der Bevölkerung den Anstieg in die Oberstadt zu ersparen. Für einen Euro hätten auch wir hinauf fahren können, doch die Menschenschlangen vor dem Eingang schrecken uns ab.

The Santa Justa lift is the landmark of the Baixa area. It was erected in 1902 to save  the steep climb up to the upper town. We could have done it for €1, but were again put off by the long queue at the entrance.

 

 

 

 

 

So steigen wir hinter dem Aufzug den Berg hinauf, um die Ruinenkirche Carmo (Mitte) zu besichtigen.

So we climb up the stairs and the slope behind the lift (left) to get to the ruined Carmo church (centre), which is a museum in memory of the terrible Lisbon earthquake of 1755.

 

 

 

 

 

Das Innere der Kirche ist von einer traurigen Schönheit.
Als an Allerheiligen 1755 um 9.30 Uhr die Erde bebte, beteten die Menschen gerade in den 20 Kirchen Lissabons, und viele wurden von den einstürzenden Mauern erschlagen. Die brennenden Kirchenkerzen entfachten ein Feuer, das 7 Tage lang wütete. Diejenigen, die vor dem Feuer auf Schiffe flüchten konnten, wurden von der heranrollenden Flutwelle ertränkt.
 

The inside of the church is filled with a melancholy beauty.

On All Saints’ Day 1755 at 9:30 am. the assembled congregations were praying in Lisbon’s 20 churches when the earth shook and many were crushed by falling masonry. Burning altar candles started a fire that burnt for 7 days. Those who took refuge from the fires on ships were drowned by the wave of the following tsunami.

 

 

 

 

 

Ein Panoramabild über die gesamten fleischlosen Rippen des Kirchendachs

This panorama shows the empty ribs of the church roof.

 

 

 

Am Ende des neuen Geschäftsviertels ließ Pombal zwei Plätze erbauen.
Auf dem beliebten Treffpunkt der Stadt, dem Rossio-Platz, gibt eine Band eine beeindruckende Aufführung zum Besten, allerdings fast lautlos. Der Song wird nur pantomimisch dargestellt, die eigentliche Musik tönt sehr gedämpft aus einem CD-Spieler. Gleichzeitig wird die Gruppe gefilmt - wir beobachten wohl die Aufnahme eines Musikvideos.

At the end of the business quarter Marquis de Pombal had two public squares built.
In the Rossio Square, a popular meeting point in the city, a pop group is giving an impressive but almost soundless pantomime performance. We hear the music relatively quietly from a CD-player while the group is being filmed - presumably for a music video. (We saw the same group doing a further take later up at the castle.)    

 

 

 

 

 

Der Platz direkt daneben, der Praca da Figueira, wurde von Pombal als zentraler Marktplatz geplant, heute ist er Treffpunkt der Lissaboner Tauben.
Im Hintergrund sieht man auf einem Hügel das Castelo de Sao Jorge, die alte, ehemals maurische Burg, zu der wir uns nun hinauf begeben wollen.

The neighbouring square, the Praca da Figueira, was planned by Pombal as a central market square. Today it’s a meeting point for Lisbon’s pigeons.
In the background on the hill is the originally Moorish castle, the Castelo de Sao Jorge, which we plan to climb up to next.

 

 

 

Auf dem Burgberg der Stadt hausten schon die Römer und Mauren. Die christlichen Könige bauten die Burg zu einem Palast aus, der jedoch im Erdbeben von 1755 einstürzte. Im Jahre 1940 wurde er unter Diktator Salazar als Symbol der Nation restauriert.
Auf einem wuchtigen Mauerring kann man entlang der 10 Türme eine phänomenalen Rundum-Blick auf Lissabon genießen.

Both Romans and Moors made use of the castle hill before the Christian kings built a palace on it, which was detroyed by the 1755 earthquake. In 1940 it was restored under Dictator Salazar as a national symbol.
From the mighty ring of walls with their 10 towers there’s a phenomenal view of the city.

 

 

 

Diese "hängenden Gärten" von Lissabon drängen sich dicht an die alten Burgmauern heran.

These ‘Hanging Gardens’ of Lisbon use the space right up to the old castle walls.

 

 

 

Anklicken zum Vergrößern / Click for larger picture. Lissabon/Lisbon Panorama 5.2005

Obwohl dieses Panorama bezüglich der Lichtverhältnisse unbefriedigend ist (der rechte Stadtteil wurde gegen die Sonne geknipst), wollen wir es zeigen, da auf ihm die komplette, von Pombal errichtete, rasterförmig angelegte Unterstadt (Baixa) zu sehen ist (tiefer liegender Teil entlang der Bildmitte).
Die beiden Bilder oberhalb des Panos zeigen Anfang und Ende der Baixa, nämlich die Plätze Praca do Comercio mit dem Königspalast (links) und die Plätze Rossio und Figueira (rechts) mit dahinter liegendem Rossio-Bahnhof.
Wer das Panorama vergrößert, findet auch den Aufzug Santa Justa vor der Oberstadt (Bairro Alto) und die Ruine der Carmo-Kirche.

The lighting of this panorama picture is very unsatisfactory (the right-hand part was directly into the sun), but we use it, because it shows the complete lower town (Baixa) erected by Pombal, with its rectangular format crossing the middle of the lower picture.
The two pictures above the panorama are the left-hand and right-hand ends of the same picture and  show the Praca do Comercio Square and Royal Palace (left) and the Rossio and Figueira Squares (right) with the Rossio railway station behind them.
Expand the panorama to see the Santa Justa lift in fron of the upper town (Bairro Alto) and the ruin of the Carmo Church. 

 

 

 

Wandelt man ein wenig weiter auf dem Mauerring, so schließt sich diese Aussicht an die vorherige an. Lissabon liegt über und zwischen 7 Hügeln, und so wellt sich das Stadtbild mit diesen nach oben und unten.

Walking a bit further around the walls, this view carries on from the last one. The city spread itself out over the waves of Lisbon’s seven hills.

 

 

 

Anklicken zum Vergrößern / Click for larger picture. Lissabon/Lisbon Panorama 5.2005

Ein paar Schritte weiter, und schon gerät der nächste Hügel in unser Blickfeld.
Über dem Arbeiterviertel Graca erhebt sich die gleichnamige Kirche (rechts), deren Vorplatz ein beliebter Abend-Treffpunkt ist, um an Cafétischen unter Pinien die schöne Aussicht auf die Stadt zu genießen.
Viele der alten Häuser befinden sich in einem schlechten Zustand oder stehen gar leer. Dies beruht auch auf der Tatsache, dass die Mieten gesetzlich sehr niedrig gehalten werden, was den Vermietern die kostspielige Instandhaltung oft unmöglich macht.

A few steps further on and the next hill comes into view.
The Graca church on the right rises up above the workers’ quarter bearing the same name. The church square is a popular place to sit at cafe tables under pine trees and to enjoy the view over the town.
Many of the older houses are in poor condition or stand empty. This is because rents are kept low by law with the result that maintenance becomes impossibly expensive for the landlords.

 

 

 

 

Bei unserem Abstieg von der Burg geraten wir ins Häusergewirr des alten maurischen Viertels, der Alfama. Ab dem 13.Jh. wurden nach der Vertreibung der Mauren hier die Juden angesiedelt, die sich im 16.Jh. allerdings entweder taufen ließen, oder vertrieben wurden. Im Gegensatz zu anderen Stadtvierteln wurde die Alfama durch das Erdbeben kaum beschädigt.
Hier stoßen wir auch auf die bei Touristen so beliebte Nr.28 der alten Straßenbahn, die viele Sehenswürdigkeiten Lissabons anfährt.

Coming down again from the castle we come through a maze of houses in the old Moorish quarter, the Alfama. Jews were settled here from the 13th century onwards after the expulsion of the Moors. In the 16th century Jews had to be baptized or were expelled. In contrast to other quarters of the town, there was little earthquake damage in the Alfama.
Here we meet the old no. 28 tram - popular with tourists as it goes past many of the sights of Lisbon.

 

 

 

Im schönen Abendlicht (wir befinden uns jetzt auf der hinteren Seite des Burgbergs und haben deshalb die Sonne im Rücken) erstrahlt die Kuppel der Kirche Santa Engracia, die auch fast einen Anspruch auf einen Platz im Guinness-Buch hätte, da ihre Bauzeit bis zur Fertigstellung 1966 fast 300 Jahre dauerte. Allerdings benötigte der Bau des Kölner Doms über 600 Jahre.

The dome of the Santa Engracia church is lit up by he evening sun (we are now at the back of the castle hill and have the sun behind us). One of the churches’ claims to fame is that it took almost 300 years to build.

 

 

 

 

 

Wir sind bezaubert vom Anblick des alten Alfama-Viertels mit seinem Gewirr an Dächern und den daraus empor ragenden weißen Turmspitzen und Kuppeln.

We are captivated by the evening light over the old Alfama quarter with its maze of roofs, white towers and domes.

 

 

 

Anklicken zum Vergrößern / Click for larger picture. Lissabon/Lisbon Panorama 5.2005

Mit diesem Bild schließt sich die Reihe der Panorama-Ansichten von Lissabon, denn wir sind jetzt wieder beim Hafengebiet angelangt. Die letzten Panoramabilder ergeben zusammen fast einen kompletten Rundum-Blick über die Stadt, die  sich auf den 7 Hügeln um den Burgberg herum wölbt.
Die tiefen Sonnenstrahlen werden jetzt nur noch von den Turmspitzen aufgefangen - und von den Masten des großen Segelschiffs im Hafen (rechts).

With this picture we complete the series of panorama views of Lisbon as we are now back at the harbour area.
The low sun now only touches the higher towers and also the masts of the large sailing ship in the harbour on the right. (Expand picture to see it better.)

 

 

 

Am Tejo-Ufer stoßen wir schließlich wieder auf unser Eingangsportal zur Stadt, den Praca do Comercio.
König Jose I. sitzt noch immer auf seinem Ross, den Blick dem Hafen zugewandt, als erwarte er einlaufende Schiffe, und zertritt dabei weiterhin aufmüpfige Schlangen.

On the shore o the Tejo estuary we reach our starting point into the city, the  Praca do Comercio.
King Jose I still faces the harbour on his horse and goes on trampling the rebellious snakes.

 

 

 

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