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 E & BJ Capper Nagold 2013-15

 

1. - 2.10.2013

 

 

Sulcis Iglesiente

und

and

Costa Verde

die Grüne Küste

the Green Coast

Das historische Sulcis-Iglesiente-Gebiet im Südwesten von Sardinien, das wir jetzt durchqueren, ist Kandidat für die Aufnahme in die UNESC-Liste des Welterbes. Es gehört zur Provinz Carbonia-Iglesias.

Seit Menschengedenken waren hier die reichen Vorkommen von Blei, Silber und Zink im nördlicheren Iglesiente-Gebiet und von Kohle im südlicheren Sulcis-Gebiet das Ziel von Bergwerktätigkeiten. Sie wurden schon von den Nuraghi, den Punier und den Römern ausgeübt. In späteren Zeiten, insbesondere seit der Übernahme Sardiniens durch das Haus Savoyen in 1720 nahm der Bergbau zu.  

The historic Sulcis-Iglesiente area in the southwest of Sardinia which we now cross is a candidate for inclusion in the UNESCO World Heritage List. It belongs to the province of Carbonia-Iglesias.

Since time immemorial the rich deposits of lead, silver and zinc in the northern Iglesiente region and of coal in the southern Sulcis area have been the goal of mining activities. In turn the ancient Nuraghi, the Carthaginians and then the Romans mined. In later times, especially following the take-over of Sardinia by the House of Savoy in 1720 the mining increased.

Zwischen 1936 und 1938 wurde die neu gegründete Stadt Carbonia im historischen Gebiet Sulcis gebaut, um Wohnraum für die Beschäftigten im Bergbau anzubieten. Sie wurde 1938 im Beisein von Mussolini eingeweiht.

Ein Wahrzeichen der Stadt sind die Förderturme des früheren größten Bergwerks Italiens, das große Kohlenbergwerk Serbariu. Kohle wurde hier zwischen 1937 und 1964 von einer Belegschaft von bis zu 18000 Personen abgebaut. Die unterirdischen Stollen beliefen sich  auf insgesamt ca. 100 km. Seit 2006 ist hier ein Museum, wo auch einer der Stollen besucht werden kann. Das Museum gehört zur Europäische Route der Industriekultur, die die wichtigsten Standorte des industriellen Erbes Europas einschließt.

Between 1936 and 1938 the newly founded city of Carbonia was built in the historic area Sulcis to provide housing for workers in the mining industry. It was inaugurated in 1938 in the presence of Mussolini.

A symbol of the city are the shaft-head towers of the formerly largest colliery in Italy - the great coal-mine Serbariu. Coal was mined from 1937 to 1964 by a workforce of up to 18,000 people. The underground galleries amounted to a total of about 100 km. Since 2006 there is a museum here also where one of the underground galleries can be visited. The museum is part of the European Route of Industrial Heritage, which includes the main sites of the industrial culture of Europe.

 

 

 

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Wir wollen heute keinen Museumsbesuch machen. Wir begnügen uns in der Nachmittagshitze damit, die beeindruckende, herumstehende Fräsmaschine in der Nähe des Eingangs zu bewundern und danach im Schatten ein spätes Mittagessen zu uns zu nehmen, bevor wir weiterfahren.

Today we do not want to visit a museum but in the afternoon heat are content to admire the impressive continuous mining machine standing around near the entrance and then to take a late lunch in the shade before driving on.

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Auf einer schönen, bewaldeten Strecke der SS 126 in Richtung Norden kurz vor Fluminimaggiore (und kurz nach der Abbiegung nach der im Englischen nur unhöflich aussprechbaren Ortschaft Buggerru) entdecken wir das Schild zum historischen Tempel von Antas.

On a beautiful, wooded stretch of the northbound SS126 just before Fluminimaggiore, (and shortly after the turn off to the village with the charmingly rude sounding name of Buggerru), we find the sign to the historic Temple of Antas.

 

 

 

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Der Tempel wurde in Quellnähe des heiligen Flusses Antas in einer schon in der früheren sardischen Kultur sakralen Gegend um 500 v.Chr. von den Puniern gebaut. Er wurde von den Römern im 3. Jh. n.Chr. neu errichtet und Sardus Pater Babai gewidmet, einem Held der antiken sardischen Mythologie. Sardus wurde als Gott verehrt und von ihm stammt der Name der Insel Sardinien.

Nur etwas von den Grundmauern ist vom ursprünglichen punischen Tempel übrig geblieben; das Wenige, das heute steht, ist römisch. Auf der rechten Seite im Bild vor dem Tempel wurde auch ein Friedhof gefunden, der jedoch nach der archäologischen Ausgrabung wieder zugedeckt wurde.

The temple was built in about 500 BC close to the source of the holy river Antas in an area that was sacred to an earlier Sardinian culture by the Carthaginians. It was rebuilt by the Romans in the 3rd C AD and dedicated to Sardus Pater Babai, a hero of ancient Sardinian mythology. Sardus was worshipped as a god. The name of the island of Sardinia derives from his name.

Of the original Punic temple only some foundations now remain; what is still standing today is Roman. On the right side in the picture on this side of the temple a cemetery was found, but after archaeological excavation it was covered up again.

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Dank des Tipps einer Campingplatz-Bekanntschaft biegen wir auf unserer Weiterfahrt in Richtung Norden links ab nach Scivu. Dort soll man in der Nähe des Strandes gut übernachten können.

Following a tip from camping site acquaintances we turn off the main road to the left towards Scivu. There should be a good place there where we can spend the night with our camper close to the beach.

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Die Strada Comunale Scivu führt zum Meer hinunter über einen Bergkamm bei knapp 400m ü. M. mit herrlichen Aussichten über grünbewaldete und zerklüftete Landschaften. Den Namen dieses Küstenstreifens ‘Costa Verde’, ‘die grüne Küste’, finden wir sehr passend.

The Strada Comunale Scivu leads towards the sea over a mountain ridge at almost 400m above sea level with magnificent views over green-wooded rugged scenery. The name of this coastal strip 'CostaVerde', 'the Green Coast', we find very appropriate.

 

 

 

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Dieser Baum hat über die Jahre sicherlich viel Wind und Wetter aus Meeresrichtung aushalten müssen, (d.h. - nicht überraschenderweise - von links).
Die schöne Wildheit hier haben wir mancherorts auf Sardinien vermisst.

In der Ferne steht der schroffe und markante vulkanische Monte Arcuentu mit eine Höhe von 785m.

Over the years this tree has certainly had to endure a lot of wind and weather from the direction of the sea(i.e - no surprise - from the left).
The beautiful wildness here is what we have often missed in some parts of Sardinia.
 

In the distance is the rugged and striking volcanic Mount Arcuentu with a height of 785m.

 

 

 

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Am Strand von Scivu angekommen finden wir einen großen Parkplatz, wo wir gut und wohl jahreszeitbedingt kostenlos übernachten können. Schatten ist leider nicht vorhanden und das Wetter ist immer noch sehr warm, deshalb verbringen wir eine heisse Nacht.

Arriving at Scivu we are pleased to find a large parking lot where we can stay overnight at no cost - probably because it is late in the season. There is no shadow and the weather is still very warm so we spend a hot night.

 

 

 

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Am Strand sind die Farben der Klippen und des Himmels in der Abendsonne sehr reizvoll.

From the beach the colours of cliffs and sky are very dramatic in the evening sunlight.

 

 

 

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Ein Angler richtet sich auf seinen sportlichen Abend am Strand von Scivu ein.

An angler sets up his equipment for his evening’s sport on Sciva beach.

 

 

 

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Die Wassertemperatur ist zum Baden sehr gut, aber ein starker, seitlicher Sog bei den brechenden Wellen beunruhigt mich als Alleinbadenden, und nach angenehmer Abkühlung mache ich bald Schluss.
Diese seitliche Strömung ist auch an der schrägverlaufender Welle im letzten Bild erkennbar.

Wir verabschieden uns am nächsten Tag von diesem feinen Scivu-Strand nach einem sehr kurzen Besuch der sehr schönen grünen Küste von Sardinien.

The water temperature is very good for swimming but the strong, lateral undertow of the breakers worries me as I am swimming alone, so after pleasantly cooling off I soon leave the sea.
In the picture below this lateral current can be seen in the oblique wave pattern .

Next day we leave this fine beach at Scivu and finish  our very brief visit to the beautiful green coast of Sardinia.

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