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 E & BJ Capper Nagold 2007/08

 

8.6.2007

E6, Rv61

 und Fähre zu den

and ferry  to the

Lofoten

Die E6 hinter dem Polarkreis entspricht schon mehr unseren Erwartungen, wie die Landschaft und Vegetation jenseits des 66. Breitengrades auszusehen hat. Öd, von braun-grauer Färbung, mit ein paar zerzausten, kümmerlichen Birken versetzt, garniert mit Schneeresten. Wir befinden uns tiefer im Land, von den mildernden Einflüssen des Golfstroms durch den gletscherbedeckten Svartisen-Nationalpark, der zwischen uns und dem Meer liegt, abgeschirmt.

Beyond the Arctic Circle the E6 leads us into a landscape that now more fulfils our arctic expectations. The land seems empty and waste. It has a brown-grey colour, a few small and scruffy-looking birch trees and there are patches of snow. We are now further inland, separated from the mild influence of the Gulf Stream on the sea coast by the glacier-covered Svartisen National Park.

 

 

 

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Klar, dass sich das ändert, sobald wir wieder in die Nähe des Meeres kommen. Die zuvor braungefärbte Vegetation ergrünt und wird üppig. Die Berge scheinen sich im Ausbilden fantasievoller Formen gegenseitig überbieten zu wollen.

That changes of course as soon as we get near the sea again. The vegetation changes from brown to a lusher green. The mountains compete with each-other in showing off their imaginative shapes.

 

 

 

Und wieder ertönt die Melodie des Liedes, an das wir uns allmählich gewöhnt haben: Ab in die Berge, nach Fjord kommt Fjell. Wir kommen den von den Gletschern abgeschliffenen Bergen ganz nahe.

Up in the mountainous region again there are occasional places where we can stop with car and caravan to admire the ups and downs of glacier-carved mountains and lakes.

 

 

 

Faszinierend geformte Bergrücken, stürzende Felswände, an denen nicht mal Schnee haftet, tiefblaue Seen und eine in den geschützten Lagen üppige Vegetation - wie könnte man bei diesen Anblicken nicht ins Schwärmen geraten!
Wir verlassen jetzt bald die E6, um auf die zur Küste führende Rv 61 aufzufahren. Von Skutvik aus soll uns die Fähre zu den Lofoten bringen.

Fascinating mountain shapes, cliffs too steep for snow to stay on them, deep blue lakes and generous vegetation in protected places - all contribute to the overwhelming views.
Soon we turn off the E6 onto the Rv 61, which leads us towards the coast. The ferry to the Lofoten Islands leaves from Skutvik.

 

 

 

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Doch in diesem Land gibt es anscheinend immer noch eine Steigerung! Nachdem wir die letzte Bergkette überwunden haben, öffnet sich die Landschaft und gibt den Blick frei auf den mit Inselgruppen bestückten Vestfjord. Ganz am Horizont erheben sich die Vesteralen und die Insel Hinnoya und am linken Ende die Lofoten mit noch schneebedeckten Gipfeln - als stünden die Schweizer Alpen mitten im Meer, schießt es uns durch den Kopf.

But in this country the beautiful views are innumerable. After crossing the last mountain chain the countryside opens up to reveal the Vestfjord with its various island groups. Far on the horizon are the snow-covered peaks of the Vesteralen Islands and the island of Hinnoya to the north, with the Lofoten Islands away to the left. It seems at first as if the Swiss Alps have been placed in the middle of the sea.

 

 

 

Bergketten ohne Ende ziehen beim Fahren an unserer Straße vorbei.

Mountain chains thread past on our left as we continue on the road towards the west.

 

 

 

Immer wieder legen wir einen kurzen Halt ein, um zu fotografieren. Dabei bemerken wir nicht, dass die Zeit bis zur Abfahrt der Fähre knapp wird.

The beautiful views make it impossible not to stop for quick photos until we realize that the time to get to the ferry before departure has got very tight.

 

 

 

Als wir im Hafen von Skutvik ankommen, ist die Schranke vor dem Fähreinlass schon geschlossen und das Schiff abfahrbereit. Betrübt stellen wir uns hinter die Barriere, um den Kopf für die nächste Warteschlange zu bilden. Jetzt ist Warterei angesagt, denn die Überfahrt dauert ca. 2 Stunden. Der einzig tröstliche Gedanke ist der, dass wir, egal wie spät wir auf den Lofoten ankommen mögen, nie im Dunkeln werden fahren müssen. Die Nacht wurde für die nächsten Wochen abgesagt.

Plötzlich öffnet sich die Schranke wieder, man hat uns gesehen und lässt uns noch aufs Schiff. Hier treffen wir auch das freundliche holländische Ehepaar wieder, dem wir bei den zahlreichen Fotostopps immer wieder begegnet sind. Die beiden haben mit dem Bruder der Frau verabredet, sich mit ihren Familien zum diesjährigen Urlaub auf den Lofoten zu treffen. Gemeinsam genießen wir den wunderschönen Anblick der sich langsam entfernenden Küste.

Übrigens, die Fähre von Skutvik nach Svolvaer (einfach für PKW mit Wohnwagen) kostet uns ca. €75.

By the time we reach the harbour at Skutvik the barrier has already been lowered and the ship seems ready to leave. We sadly park behind the barrier to be the head of the queue for the next ferry. This means a long wait as the crossing takes about 2 hours. The only comfort is that however late we get there, we will not reach the Lofoten Islands in the dark. Night-time has now been abolished for the next few weeks!

Suddenly the barrier reopens. We have been seen and they are letting us onto the ship after all. Here we see the friendly Dutch pair again that we kept on meeting when we had both often stopped for photos on the long trip to the ferry. They have planned to meet her brother and family for a holiday on the Lofoten together. Together we enjoy the beautiful view as the distance from the mainland coast slowly increases.

By the way, the ferry from Skutvik to Svolvær, (single for car with caravan,) costs us about €75.

 

 

 

Die Insel Hamaroy vor dem Festland

The island of Hamarøya on the mainland coast.

 

 

 

Das Hinterteil der Fähre vor der entschwindenden Festlandskulisse. Man kann sich vorstellen, dass diese Anblicke das "täglich Brot" der Hurtigruten-Reisenden sind.

The stern of the ferry and the slowly curving wake as the mainland backdrop slowly recedes. This is perhaps the sort of view that the Coastal Express ship tourists see every day (in good weather).

 

 

 

Mit dem Teleobjektiv haben wir uns wegen des schwungvollen Lochs im Berg und des hübschen Bootes davor an die Insel Landoya herangeschraubt.

We use the telephoto back towards the coast to catch the beautiful coastal silhouette of Lundøya Island and a passing yacht.

 

 

 

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Doch nun haben wir uns umgedreht und blicken bereits auf eine vorgelagerte Insel der Lofoten, Lille Molla wird sie genannt. Auch sie baut sich mit bestechender Klarheit imposant vor uns auf.

To the north one of the offshore islands of the Lofoten group approaches. It is Litlmolla Island which soars up from the sea into the wonderfully clear air.

 

 

 

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Ein Ausschnitt der ca. 170km langen Lofoten-Inselkette, der hauptsächlich Austvagoy zeigt, eine der fünf großen Lofotinseln. Mitten im Bild liegt der nach Richtung Norden ausgerichtete Austnesfjord.

This is just one section of the 170 km long chain of the Lofoten Islands. It shows mainly Austvågøya Island, one of the five large Lofoten Islands, with the Austnesfjord in the centre leading away towards the north.

 

 

 

Die Fähre macht einen kurzen Abstecher zum Ort Skrova auf der gleichnamigen kleinen Insel. Die Stimmung an Bord ist prächtig, die "Oohs und Aahs" nehmen kein Ende.

The ferry makes a short stop on the way at Skrova on the small island of the same name. The atmosphere among the tourists on board is excellent with unending ‘oohs’ and ‘aahs’ at the beautiful scenery and weather.

 

 

 

Der kleine Hafen von Skrova, an dem wir kurz anlegen. Die Fischerhütten (Rorbruer) werden auf Pfählen direkt ins Wasser gebaut, sodass die Boote vor den Häuschen parken können. Einige Häuser scheinen zu verfallen. Der Fischertrag hat in den letzten Jahrzehnten dramatisch abgenommen. Dafür nimmt der Touristenertrag stark zu. Praktischerweise kann man die Touristen in die gleichen Häuschen packen wie ehemals die Fischer. Das nennt sich dann "Ethno-Urlaub".

The small harbour at Skrova. The fishermens’ huts are built on wooden posts directly over the water, so that the boats can be parked directly at the front door. Some of the houses are falling into disrepair. The yield of fish has dropped dramatically in past decades, but the tourist ‘yield’ has grown substantially. It is very practical that tourists can be offered an ‘ethno-vacation’ in the accommodation no longer needed by the fishermen.

 

 

 

Während das Schiff wendet, um aus dem Hafen herauszufahren, erblicken wir nochmals die Bergkette des Festlands mit einem hübschen Leuchtturm davor.

The ship turns to come out of the harbour again and we look back past the pretty lighthouse at the mainland coast in the distance.

 

 

 

Wir nähern uns dem Hafen von Svolvaer, unserem Bestimmungsort. Ein Mitreisender macht uns auf die große Bedeutung einer recht weit entfernten alten Säulenstatue aufmerksam. Sie soll eine junge Frau darstellen, die die heimkehrenden Fischer im Hafen begrüßt. Wir bemühen uns redlich, die Dame mit höchster Teleleistung aufs Bild zu bekommen.
Der Tourist stammt aus Berlin. Die Strecke von dort nach hier hat er mit seinem Wohnmobil in 48 Stunden zurückgelegt. Er sei jetzt so müde, dass er ganz überdreht sei, sagt er. Wir hätten übrigens Pech mit dem Wetter. Die Lofoten seien am schönsten bei Sturm, Regen und Wolken, dazwischen mal ein malerischer Sonnenstrahl. Wir meinen, diese Bürde tragen zu können.

We approach the harbour at Svolvær, our destination. A fellow traveller points out the significance of the statute on a pillar in the distance. It represents a young woman who beckons homecoming sailors into the harbour. We try hard to get a picture of the lady with our telephoto lens.
The tourist is from Berlin and he has travelled from there in his mobile home more-or-less non-stop in 48 hours. Now he is so tired that he is all of a dither, he tells us. We have the ‘bad luck’ (quote) not to be experiencing the Lofoten at its most beautiful in storm, rain and clouds with an occasional beam of sunshine. We think this is bad luck we gladly accept!

 

 

 

Einfahrt in den Hafen von Svolvaer, dem Hauptort und Verwaltungszentrum der Lofoten. Er hat 4000 Einwohner, doch während der Dorschfischerei zwischen Februar und April schwillt er auf 6000 an. Hier ist der Sitz der fischverarbeitenden Industrie.

The harbour entrance at Svolvær, the main town and administrative centre of the Lofoten. It has 4000 inhabitants, but at cod-fishing time between February and April grows to 6000. It is the centre of the local fish-processing industry.

 

 

 

Aus diesem Blickwinkel erscheint die Kirche von Svolvaer wie eingezwängt zwischen blankgeschliffenen Schären und rauem Berghang.

 

From here the church in Svolvær seems to be wedged in between the sea-smoothed rocky islands and the steep mountain cliffs.

 

 

 

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Der übermüdete Tourist aus Berlin hat uns einen Campingplatz im Norden Austvagoys empfohlen. Als wir am späten Abend dort ankommen, teilt man uns mit, dass die besten Plätze alle belegt seien. Nur wenn wir ein paar Tage blieben, habe man noch einen schönen mit einer großen Holzterrasse davor. Wir besichtigen den an einem steilen Hang liegenden Stellplatz und sind begeistert. Mit Mühe und stinkender Kupplung zerren und ziehen wir den Future in die schmale Lücke, nicht ahnend, dass wir ohne fremde Hilfe hier nicht mehr herauskommen werden. Doch das kümmert uns heute wenig.
Als John kurz vor Mitternacht die wenigen Schritte zum See hinabgeht, betört ihn dieser Anblick.

The overtired Berlin tourist recommends us a camping site to the north on the island of Austvågøya. When we get there late in the evening we are told that all the best places are occupied, but if we plan to stay for several days then there is one fine plot with a large wooden terrace next to it. We go to look at the plot which is part way down a (for a caravan) steep slope but very attractive. With some trouble and with a smoking clutch we struggle to get our Future into the narrow space. We are successful, but fortunately at that point do not realize just how difficult it will be to get out again!
Near midnight and still in beautiful daylight I go the few paces down to the lakeside and am amazed by the beauty and colours.

 

 

 

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