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 E & BJ Capper Nagold 2007/08

 

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14. - 15. 6.2007

Tromsø

Tor zur Arktis

Gateway to the Arctic

Am heutigen Morgen machen wir unseren Wohnwagen fahrbereit und beobachten dabei die Luftangriffe, denen ein sicherlich nicht harmloser Seeadler ausgesetzt wird. In Gruppen und mit blitzschnellen Flugmanövern attackieren mehrere Möwen gleichzeitig den schweren, reaktionsträgen Seeadler, bis sie ihn von ihren Brutplätzen abgedrängt haben. Dieses Vogelverhalten nennt man im Englischen "mobbing". Man hat dies auf menschliches Benehmen übertragen und bezeichnet mit dem gleichen Begriff ein ähnliches Gruppenverhalten, dem allerdings die fürsorglichen Motive normalerweise fehlen.

Today as we get the caravan ready for the road we watch an air strike on a definitely not harmless white-tailed eagle. Several quickly circling gulls make a concerted attack on the slower, less manoeuvrable eagle until they succeed in driving it away from their nesting area. This ornithological behaviour - ‘mobbing’ - has given the name to the behaviour among people which is comparable, but normally lacks such a noble motivation.

 

 

 

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Da wir uns in der nördlichsten Spitze der Vesteralen befunden haben, müssen wir erstmals die langgezogene Küstenstraße Andoyas nach Süden befahren, um schließlich auf die E10 Richtung Tromso zu stoßen. Immer wieder entdecken wir dabei entlang des Andfjords schöne Fotomotive.

As we were at the northernmost point of the Vesteralen Islands, we now have to travel back down south along the long drawn-out coast of Andoya Island to reach the E10 towards Tromso. On the way along the beautiful Andfjord we keep on passing photogenic scenery and motives.

 

 

 

Kurzfristig unterbrechen wir unsere Fahrt für das lautstark vorgeführte Balz- oder Revierverhalten zwei Großer Brachvögel, die eine Flügelspannweite von einem Meter erreichen können. Mit lauter, wehmütiger Stimme rufen sie ihr "kuri li", was ihnen wohl den englischen Namen "Curlew" eingebracht hat.

Here we stop to watch a curlew displaying. The flight is in wide circles around a meadow near the shoreline and is accompanied by loud calls. Their wingspan can reach up to a metre and the call, something like ‘cooorwee’ or ‘coorloo’, has given the species its name.

 

 

 

Auf dem ruhigen Fjordwasser dümpelt ein schönes, traditionelles Ruderboot. Kleiner Stilbruch: die Verwendung eines Plastikkanisters als Boje.

A pretty traditionally shaped rowing boat on the gently moving water of the fjord. A small stylistic inconsistency is the plastic container used as buoy.

 

 

 

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Trotz eines bezogenen Himmels gibt die an uns vorbei ziehende Landschaft mit weiß blühenden Wiesen und türkis schimmernden Fjorden viel von ihrer Schönheit preis.

Despite the heavy-hanging clouds the landscape that flows past us with its white flowering meadows and gleaming turquoise fjord is very beautiful.

 

 

 

Einen schönen Kontrapunkt zu all den Blauschattierungen setzt diese schlafende Möwe auf ihrer Mini-Insel.

A sleeping gull on a mini-island makes a nice counterpoint to the various shades of blue.

 

 

 

Auf diesem Panorama kann man den Unterschied zwischen den Lofoten und Vesteralen gut erkennen: Die Berge sind hier etwas niedriger und weniger wild, doch dafür bis in große Höhen begrünt. Saftige Wiesen ziehen sich entlang der Küsten und Täler; es werden Ackerbau und Viehzucht betrieben. Man muss bedenken, dass man sich auf einer Höhe wie Nordalaska befindet.

This panorama shows the difference between the Vesteralen and the Lofoten. The mountains here are not as high, are a little less wild and the green reaches up to a considerable height. Lush meadows stretch along the coast and valleys where crop and stock farming take place - this at a latitude as far north as North Alaska.

 

 

 

Ein Blick auf das Städtchen Sortland auf Landoya, das ein alter Handelsplatz und Anlegestelle der Hurtigrute ist. Mit der Brücke wird uns auch wieder die E10 zugeführt, auf der wir uns nun Richtung Norden befinden.

A view across the fjord to the small town of Sortland on Landoya, which is an old trading post and stop-off point for the Hurtigrute coastal express ships. The bridge brings the E10 across to join us as we continue our way north.

 

 

 

Ein Hinweisschild zu einem samischen Freiluftmuseum verführt uns zu einem Umweg. Der zwei Kilometer lange Schotterweg ist für Wohnwagen eigentlich ungeeignet. Er führt uns zu einem Bauernhof der Samen, Gallogiedde, Steinfeld, genannt, der 1770 von einem Rentierzüchter gegründet und 1960 verlassen wurde. Traditionell lebten die Samen (Sami) entweder in Zelten oder diesen torfbedeckten Hütten, "Gammen" genannt.

A sign to a Sami open-air museum next to the road tempts us to a diversion. The 2 km gravel access road is not very suitable for the caravan. It leads to Gallogiedde, ‘Field with the large stone’, a Sami farm that was founded in 1770 by a reindeer farmer and abandoned in 1960. Traditionally the Sami lived either in tents or in turf-covered huts called ‘Gammen’.

 

 

 

Wir blicken links ins gemütliche Innere der Erdhütte. Der Ofen, den man hier vorfand, bezeugt, dass die Hütte so alt nicht sein dürfte. Im mittleren Bild erkennt man Feuerstelle und Bettstätten innerhalb des Zeltes (re).

Die Samen sind die Ureinwohner Nord-Skandinaviens. Das Gebiet wird vom Samenvolk "Sapmi" genannt. Seit 10000 Jahren leben in Nordnorwegen, -schweden und -finnland Menschen, zuerst vom Jagen und Fischen, später auch teilweise vom Ackerbau. Die Rentierhaltung im großen Umfang kam wohl erst im 16.Jh. auf. Im Mittelalter kam es zwischen Samen und Wikingern zuerst zu Kämpfen, bevor man miteinander Handel zu treiben begann: Häute und Felle gegen Salz und Edelmetalle.
Die Christianisierung der Schamanismus und Ahnenkult betreibenden Samen erfolgte erst spät, dann aber teilweise gewaltsam unter Vollzug der Todesstrafe. Ab 1673 wurde Lappland kolonisiert. Die Regierung schickte Siedler und vergab an sie die Nutzungsrechte von Wasser und Boden. Durch eine unkontrollierte Jagd wurden einige Tierarten fast ausgerottet: Die Samen erlitten dadurch Hungersnöte.

On the left we look into the comfortable interior of the turf-covered hut. The oven in it shows that the hut is not very old. In the centre picture are beds and a fireplace inside a tent.

The Sami are the indigenous population of northern Scandinavia, (sometimes called ‘Laplanders’). They have lived in the north of Norway, Sweden and Finland for over 10000 years, living initially from hunting and fishing, later partly from crop farming. The keeping of reindeer herds in large quantities started probably in the 16th C. In the Middle Ages there were conflicts with the Vikings until both learned to trade with each other: Skins and furs for salt and precious metals.
Conversion to Christianity of the Shamanist and ancestor-worshipping Sami was relatively late and took place partly under the threat of the death penalty. From 1673 Lapland was colonized. The government sent settlers and granted water and ground rights. Uncontrolled hunting led almost to extinction of some types of animal and the Sami suffered from the resulting famine.

 

 

 

Die halbnomadisierenden Samen, die im Sommer von den Winterweiden in Schweden zu den norwegischen Sommerweiden an der Küste zogen, entwickelten schließlich dauerhaftere Siedlungen. Hier in Gallogiedde lösten Holzhäuser allmählich Zelte und Erdhütten ab, als Ackerbau, Viehzucht und Fischfang ertragreicher wurden.
Doch für die Samen dauerte es noch lange, bis sie nicht mehr als minderwertig betrachtet wurden und eigene Rechte und ein eigenes Parlament erhielten (1989 in Norwegen). Samisch (eine finno-urgische Sprache) wurde offiziell zur Minderheitensprache.
Aber immer wieder kommt es auch heute noch zu Streitereien wegen der Nutzungsrechte von Böden.

The semi-nomadic Sami, who migrated yearly from their winter quarters in Sweden to summer quarters on the coast of Norway, finally developed longer term settlements. As here in Gallogiedde wooden huts displaced tents and earthen huts when crop farming, stock farming and fishing became more productive.
But it has taken a long time for the Sami to progress from being regarded as inferior and to get rights as an indigenous people with an accepted language.(The Sami languages are so-called Finno-Ugric.) In 1989 a Sami parliament was established for the Norwegian Sami population.
There are however still legal battles over the use of land. 

 

 

 

Von den 40000 heute noch in Norwegen lebenden Sami betreibt nur noch ein Bruchteil (ca. 8%) traditionelle Rentierzucht, wobei auch Hubschrauber und Motorschlitten eingesetzt werden. Viele andere haben sich in die norwegische Gesellschaft integriert oder kommen zu einem Nebenverdienst, indem sie der zunehmenden Zahl an Touristen folkloristische Artikel anbieten.
Hier der stolze Neubesitzer einer Samiflagge.

 

Of the 40000 Sami still living in Norway only a small proportion (ca. 8%) still perform the traditional reindeer husbandry, now taking advantage of helicopters and motor sledges. Many others have become integrated into the Norwegian society or obtain an additional income by offering folklore articles in increasing quantities to tourists.
Here the proud new possessor of a Sami flag.

 

Im Sommer schießen solche Ethno-Souvenirläden neben den großen Straßen wie Pilze aus dem Boden. (Diesen Samen in traditioneller Tracht mit dem typisch dreizipfligen Hut sehen wir später auf dem Weg zum Nordkap.)

In the summer ethno-souvenir shops shoot up like mushrooms near the larger roads. (This one we see later on the way to the North Cape.)  

 

 

 

Am nächten Tag finden wir am frühen Nachmittag 30km südlich von Tromso einen Campingplatz an einem Fjord. Er ist teuer - besonders die 7 Euro Stromabschlag für eine Nacht tun uns weh; wir fühlen uns ausgenommen.

Vom Ufer aus betrachten wir die Aktivitäten von zwei Rotschenkeln, einer in Deutschland gefährdeten Schnepfenart.

On the next day in the early afternoon we find a camping site next to the fjord. It is expensive  - particularly the electricity surcharge of €7 for just one night feels like a rip-off - but it is conveniently less than 30km from Tromso, so we can visit the city without the caravan.
 From the shore we watch for a few minutes the preening activities of two redshanks.

 

 

 

Später besuchen wir Tromso, auch "Paris des Nordens" oder "Tor zur Arktis" genannt. Mit über 60000 Einwohnern ist sie die größte Stadt Nordnorwegens.
Als nördlichste Universitätsstadt der Welt präsentiert sie sich schon bei unserer Einfahrt als quirlig, doch das Wetter sieht nicht vielversprechend aus. Rechts der Straße grüßt das weiße Dach der berühmten Eismeerkathedrale, der angeblich nördlichsten Kathedrale der Welt. Allerdings ist sie keine Kathedrale, sondern eine Pfarrkirche, und der Dom zu Tromso auf der anderen Fjordseite dürfte noch nördlicher liegen.

Later we drive on in to visit Tromso, aka ‘Paris of the north’ or ‘Gateway to the Arctic’. With over 60000 inhabitants it is north Norway’s largest city.
 As the world’s northernmost university town it makes a lively impression as we drive into the town, but the weather is not promising. On the right we are greeted by the famous Arctic Cathedral. It is sometimes called the ‘northernmost cathedral in the world’, but it is actually a parish church and the Tromso cathedral in the city on the other side of the fjord must be further north. .

 

 

 

Wenn man sich sofort ins Zentrum der geschäftigen Stadt begibt, erhält man keinen guten Überblick über die faszinierende Lage Tromsos. Deshalb folgen wir der Empfehlung von Freunden und begeben uns zur Seilbahn, deren untere Haltestation hinter der Eismeeerkathedrale liegt.
Der Blick aus der Kabine zeigt uns eigenartige Hügel- und Wallformationen, die uns an keltische Grabhügel erinnern. Die fließend englisch sprechende Fahrtbegleiterin, eine Studentin, klärt uns darüber auf, dass das eine Anlage gegen Lawinen sei. Das große Schulgebäude (rechts oben) solle damit geschützt werden.

We follow friends’ advice not to go directly into the centre of the busy city but to get a good overview of the fine location of Tramso first, so we start our visit by looking for the cable car. It starts at the ground terminal not far behind the Arctic Cathedral.
Looking out from the cabin we see unusual earth humps - which remind us of a collection of Celtic burial mounds - and an earth wall. The cabin attendant - a girl university student - explains in fluent English that they are avalanche barriers to protect the large school building on the right.   

 

 

 

Über das Dach der Bergstation hinweg fotografieren wir die traumhafte Lage Tromsos.
Obwohl das gesamte Stadtgebiet eine Fläche von der Größe des Saarlands umfasst, drängt sich der Stadtkern auf die schmale Insel Tromsoya. Die großen Straßen wurden unter die Erde verbannt, und so durchzieht die gesamte Insel ein komplettes Röhrensystem, das ein eigene Beschilderung und Verkehrsführung besitzt.

Over the roof of the cable car terminal we photograph the city of Tromso in its beautiful surroundings, fortunately now with some sunshine.
The main city is concentrated on the narrow Tromsoya Island. There the main roads have been banned under the earth into a tunnel system with its own road signs and traffic guidance.

 

 

 

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Seit 1960 verbindet eine Brücke, die 43m hohe Tromsobrua, das Stadtzentrum mit dem Festland. An ihrem Ende steht die Eismeerkathedrale, das wohl markanteste Gebäude der Stadt, obwohl andere Bauten um diesen Titel wetteifern - siehe unten.
Vergrößert man dieses Panorama, kann man am äußersten rechten Ende vielleicht die Sprungschanzen der Stadt erkennen. Tromso hat sich erfolgreich als norwegischer Anwärter für die Olympischen Spiele 2018 beworben und wäre damit der erste Austragungsort nördlich des Polarkreises.

Since 1960 the island with the town centre on it is connected to the mainland by a 43m high bridge, the Tromsobrua. At this end of it is the Arctic cathedral, the most distinctive building of the town, although there is some strong competition from other unusual buildings - see pictures below.
If you expand this picture you can see the city ski jump at the right-hand end. Tromso has made a successful proposal to be the Norwegian candidate to host for the Winter Olympics in 2018. If accepted it would be the first Olympic location north of the Arctic Circle.

 

 

 

Auf dem Aussichtsberg Storsteinen, der die Bahnstation trägt, kann man entlangwandern und stößt dabei auf diese angebundenen Rentiergeweihe. Kurz zuvor hatte sich eine ganze Busladung japanischer Touristen vor diese Geweihe gestellt und derart "gehörnt" mit großem Gelächter gegenseitig fotografiert.
Keiner von uns beiden hatte Lust, sich auf einem Foto in ähnlicher Weise zu präsentieren.

The cable car leads up to the viewpoint on the Storsteinen (or Floya) hill. Here we walk a short distance along the cliff top and see these reindeer horns tied to the fence. Not long before a cheerful busload of Japanese tourists was standing laughing in front of these taking ‘horned’ photos of each other.
Neither of us was keen on having our photo taken standing in front of a pair, so we left it. 

 

 

 

Unser 300-er Tele mag bei Vogelbildern manchmal an seine Grenzen stoßen, für Architekturaufnahmen ist es gut tauglich. Vom Storsteinen aus zoomen wir uns an markante Gebäude im Hafengebiet heran, die bezeugen, dass sich die Norweger nicht dem Diktat des rechten Winkels unterwerfen.
Rechts sieht man das 1998 eröffnete Polaria-Erlebniszentrum, das unterhaltsam an die arktische Lebenswelt heranführen soll.

The 300mm telephoto lens sometimes reaches its limit taking bird photos, but it is good for architecture pictures at a distance. We zoom across from Storsteinen to the remarkable buildings in the harbour area (l), which show that the Norwegians don’t let themselves be limited by right-angles.
On the right is the Polaria Polar Experience Centre opened in 1998, which offers an entertaining introduction to the Arctic and polar research.

 

 

 

 Sonne und Wolken wechseln einander in schneller Folge ab, und bald spannt sich ein Regenbogen von der Bergstation der Kabinenbahn bis zum Stadtteil Tromsdalen auf dem Festland.

Light and clouds keep changing and soon a rainbow spans part of the arc between the top cable car terminal and the mainland district of the city of Tromso.

 

 

 

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Dieses breitere Panorama zeigt Tromso auf der Tromsoya-Insel. In der Ferne erhebt sich eine noch schneebedeckte Bergkette, die die Stadt vom offenen Meer trennt.

This wider panorama shows Tromso on Tromsoya Island surrounded by distant and still snow-topped mountains on the outer islands to the north-west.

 

 

 

 Jetzt fokussieren wir die Kamera auf die Eismeerkathedrale, die von ihrem dominanten Platz aus die Brücke überblickt.

Now we focus in on the Arctic Cathedral in its commanding position overlooking the mainland end of the Tromsobrua (bridge) leading across to the city.

 

 

 

Die Eismeerkathedrale wurde 1965 erbaut. Sie soll das Nordlicht, Eis und lange Dunkelheit symbolisieren. Manche meinen in ihr ein Trockenfischgestell zu erkennen.

The Arctic Cathedral was built in 1965. It is supposed to symbolize the Northern Lights, the ice and the long darkness. Some sceptics claim to recognize in its form more a fish-drying frame.

 

 

 

Das Dach, das auch zugleich die Wände bildet, wurde in viele aufstrebende, mit Aluminium verkleidete Betonteile gesplittet, die mit langen, schmalen Fenstern verbunden wurden. Diese sollen ein besonderes Licht im Innern hervorrufen.

The walls, at the same time the roof, are/is split into many massive concrete sections, protected on the outside by corrugated reflecting metal sheets and connected by narrow windows for an individual interior lighting effect.

 

 

 

Eine riesige Glasfront bildet die nach Westen gerichtete Eingangsseite (li), während die östliche Altarwand aus einem einzigen, 23m hohen Glasmosaik, dem größten Glasmosaikfenster Europas, besteht, das die Wiederkunft Christi darstellt (re).
Wegen der Glasstärke und eines Gewichts von 11 Tonnen konnten die einzelnen Facetten nicht mit Blei verbunden werden, sondern wurden in Beton und Eisen eingearbeitet (nach der in Frankreich entwickelten Dalle-Technik). Die eigentümlichen Lampen sollen Eiskristalle darstellen.

An enormous glass front forms the western end of the church (l). The whole eastern end is a single 23m high glass mosaic window, one of the largest in Europe, which represents the return of Christ (r).
Because of the weight of the construction (11 Tonnes) the individual pieces of glass could not be set in lead, but are mounted in iron and concrete following the Dalle technique developed in France. The unusual chandeliers represent ice crystals.

 

 

 

Vom Hafengebiet aus blicken wir auf die Tromsobrücke und den dahinter liegenden Berg Tromsdalstind (1238m).
 Obwohl Tromso im 2. Weltkrieg eine zeitlang Flottenstützpunkt der deutschen Kriegsmarine war und in seiner Nähe das deutsche Schlachtschiff Tirpitz von englischen Bombern versenkt wurde (1944), entging die Stadt - anders als viele andere Städte in Nordnorwegen - einer Zerstörung.

Now on the city side of the fjord, we look from the harbour area at the Tromso Bridge and the Tromsdalstind mountain (1238m) behind it.
Tromso served for a time as a marine base for the German navy in the 2nd WW and in 1944 the German battleship Tirpitz was sunk nearby by British bombers. However the town itself, unlike many other north Norwegian cities, escaped severe war damage.

 

 

 

Am Fjord steht auch das sehenswerte Polarmuseum, in dem sich Gegenstände von Roald Amundsens erfolgreicher Südpolexpedition befinden (und sein Backenzahn). Vor dem Museum wurden furchteinflößende Harpunenkanonen ausgestellt, deren Erfindung den Walfang viel profitabler machte.

1789 verloren Bergen und Trondheim das Handelsmonopol für Nordnorwegen, und Tromso nahm einen bemerkenswerten Aufschwung. Die Stadt wuchs zu einem Handelszentrum heran, das der Ausgangspunkt wurde für den Wal- und Robbenfang im Eismeer und später für zahlreiche Polarexpeditionen.

Near the fjord stands the Polar Museum which is apparently well worth visiting. It contains objects from Roald Amundsen’s successful South Pole expedition, (including one of his back teeth). In front of the museum a row of terrifying-looking harpoon cannons is mounted. Their development made whaling much more profitable.

In 1789 Bergen and Trondheim lost their trading monopoly for North Norway and Tromso experienced a remarkable boom. It grew into a trading centre that was the starting point for the hunting of whales and seals in the Arctic Ocean.  

 

 

 

Neben dem Museum befindet sich auch die Büste des großen Polarforschers Amundsen (li). Er befuhr als erster die Nordwestpassage und erreichte als erster Mensch den Südpol (wobei er Robert Scott um 35 Tage zuvorkam).
Später entdeckte er das Flugzeug als Mittel der Polarforschung und überquerte 1926 den Nordpol in einem Luftschiff.
Ihm zu Ehren wurde am Hafen, südlich der gotischen Domkirche, ein Denkmal errichtet (re), da er 1928 von hier mit einem Flugzeug aufbrach, um den am Nordpol verschollenen Forscher Umberto Nobile zu retten. Nobile kam zurück, Amundsen nicht.

In der Mitte ein charmantes Mitglied der arktischen Belegschaft.

Next to the museum is a bust of the great polar explorer Amundsen (l). He was the first to travel through the Northwest Passage and was the first man to reach the South Pole, preceding Captain Robert Scott by 35 days.
Later he discovered the aeroplane as a means of polar exploration and in 1926 flew across the North Pole in an airship.
In his honour a statue was set up in the harbour area to the south of the gothic wooden Tromso Cathedral (r). He set out from here in an aeroplane in 1928 in an attempt to rescue the lost Italian explorer Umberto Nobile at the North Pole. Nobile returned, but Amundsen did not.
In the middle a charming member of the Arctic community.

 

 

 

Am Hafen stehen einige schön restaurierte Handelshäuser.
Den Beinamen "Paris des Nordens" erhielt Tromso um die Wende vom 19. zum 20.Jh. Viele schmucke Holzhäuser entstanden, und die darin wohnenden Damen waren nach der neuesten Pariser Mode gekleidet. Leider wurden in den letzten Jahrzehnten viele alte Holzhäuser abgerissen.

Some beautifully restored warehouses stand directly on the harbour front.  
The nickname ‘Paris of the north’ was given to Tromso at the turn from the 19th to the 20th C. Many smart wooden houses were built and the ladies dwelling in them were clothed in the newest Paris fashions. Unfortunately many of the old wooden houses have been demolished in recent decades.

 

 

 

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Vom "Stortorget (Großer Markt)" aus knipsen wir dieses Panoramabild. Es zeigt von links nach rechts die Tromsobrücke mit der Eismeerkathedrale auf dem Festland, dahinter den Berg Tromsdalstind, den Aussichtsberg Storsteinen mit der Kabelbahn, schließlich weitere Anlegestellen und ganz rechts hübsche alte Handelshäuser.

We take this panorama picture from the ‘Stortorget’ (the Large Market). From left to right it shows the Tromso Bridge with the Arctic Cathedral on the mainland, behind that the Tromsdalstind mountain, then the viewpoint Storsteinen with the cable car going up it, (expand the picture to see it better), finally further moorings and on the far right some fine old trading buildings.

 

 

 

In der "Storgata", der großen Einkaufsmeile der Stadt, herrscht lebhafter Betrieb (re).
In einer Querstraße steht die katholische Kirche aus dem 19.Jh.(li). Als Papst Johannes Paul II. Tromso 1989 besuchte, jubelten ihm 5000 Zuhörer zu, obwohl die katholische Kirche der Stadt nur etwa 200 Schäfchen zählt.

In the the main shopping street of the city, the ‘Storgata’, there is plenty going on (r).
In a side street off it (l) is a 19th C Catholic Church. When Pope John Paul II visited here in 1989 he was welcomed by a crowd of 5000 people although the Catholic Church only numbers about 200 members. 

 

 

 

Später im Jahr wird Tromso regelrecht erblühen: Die 24-Stunden-Sonne bewirkt ein unglaubliches Wachstum. Mitte Juni stehen viele Balkonblumen noch beim Händler.
Der verstaubte Eisbär soll Touristen in einen Souvenirladen locken - in unserem Fall erfolgreich. Näher sind wir einem Polarbär auf unserer Reise nicht gekommen.     

Later in the year Tromso will come properly into flower. The 24 hour day produces unusual rates of growth, but now, in the middle of June, many of the balcony flowers have not left the flower shop.
The rather tattered polar bear is supposed to tempt tourists into a souvenir shop - in our case successfully. This is the nearest we got to one on our Arctic trip.

 

 

 

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