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 E & BJ Capper Nagold 2005/2006

 

2.11.2005

Pernštejn / Pernstejn &
Zelená Hora / Zelena Hora

außer Saison

out of season

Heute wollen wir von Jedovnice aus ein weiteres Weltkulturerbe besichtigen, die Kapelle des St.Nepomuk bei Zdar nad Sazavou, etwa 80km nordwestlich gelegen.

Today we want to do a trip from Jedovnice to visit another World Heritage site, the chapel of St. John of Nepomuk at Zdar nad Sazavou, called Zelena Hora. This is about 80km north-west of Jedovnice.

 Auf halber Strecke machen wir einen kleinen Umweg, um die in den Wäldern der Böhmisch-Mährischen Höhe versteckte Burg Pernstein zu besichtigen. Sie gehört zu den bedeutendsten und schönsten Burgen Mährens.
Nach einem kurzen steilen Aufstieg vom völlig leeren Parkplatz unterhalb der Burg stehen wir schließlich vor dem beeindruckenden unteren Festungsring. Die gotische Burg war Sitz des bedeutenden tschechischen Geschlechts der Pernsteins, das die Burg im 13. Jh. erbauen ließ. Wir treten durch das Portal in den Vorhof der Burg.   

About halfway there we make a small diversion to visit Castle Pernstejn, hidden in the Bohemian-Moravian woods. It is among the most important and finest castles in Moravia.
After a short climb from the completely empty parking place near the castle we reach the impressive lower defensive ring. The Gothic castle was the seat of the influential Czech Pernstejn family, who built it in the 13th century. We go through the portal into the front court of the castle.

 

 

 

Zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert wurde die Burg mehrmals erweitert, ohne dass sie dabei ihre Verteidigungsfähigkeit eingebüßt hätte.
Im Innern kann man bei Führungen (die leider nur bis Ende Oktober angeboten werden) einen interessanten Stilmix entdecken. Danach wurde die Burg nicht mehr verändert, so dass man sie heute in diesem Zustand bewundern kann, d.h. bis zum April 2005 konnte, denn da brach im Innern der Burg ein Feuer aus, das bedeutende Teile zerstörte. Was wir beim Knipsen des Bildes noch nicht wissen, ist die Tatsache, dass die ausführlichen Renovierungsarbeiten wohl weniger mit der üblichen Instandhaltung, sondern mehr mit dem Wiederaufbau nach dem Brand zu tun haben.

Between the 13th and 16th centuries the castle was extended several times without sacrificing its defensibility.
The interior can be visited unfortunately only until the end of October. We reached it on 2nd. Nov., so the closed door in the picture is as far as we could get!
Inside is apparently an interesting mixture of styles, unchanged for centuries. However, as we learned when researching at home afterwards, a major fire in April 2005 severely damaged some of the interior, so the repairs going on - we saw scaffolding against the main building in the background and a group of workmen - were probably connected to that.

 

 

 

Zdar nad Sazavou ist eine geschäftige Industriestadt (24000 Einwohner), in der wir anfangs vergeblich eine Welterbe oder wenigstens ein Straßenschild suchen.
 Erst als wir die letzten Häuser der Stadt hinter uns lassen, finden wir mit diesem heiligengeschmückten Brücklein erste Hinweise auf ein altes Kloster.

Zdar nad Sazavou is a busy industrial town with 24000 inhabitants. We look initially in vain for road signs towards a World Cultural Heritage site.
Only when we get to the outskirts of the town do we see this bridge decorated with sculptures of saints as the first indication of an old monastery.

 

 

 

Nur wenige Meter weiter befinden wir uns vor dieser eigentümlichen Außenmauer, deren linke Seite erst kürzlich renoviert wurde. Die rechte Seite zeigt sich nach wenigen Metern in einem älteren Zustand, obwohl auch hier das Dach bereits neu gedeckt wurde. Das Gebäude ganz rechts hatte auch den alten Verputz schon verloren und zeigt eine nackte Backsteinfassade.
 Es handelt sich hierbei um die alte Außenmauer des ehemaligen Zisterzienserklosters.

A few metres further on is this unusual looking outer wall. The left side has recently been restored, but the right side - after the first few metres - is in much worse condition, although the whole roof looks new. The building at the end on the right is naked brickwork without its plaster covering.
This is the external wall of the former Cistercian monastery.

 

 

 

Nachdem wir das Eingangsportal durchschritten haben, erwarten uns im weitläufigen Innern schön renovierte Barockgebäude in pastellenen Farben. Wir blicken auf die Tür der ehemaligen Klosterkirche.

After going through the gate into the spacious inner area we see carefully restored Baroque buildings in pastel shades. Here we are facing the front door of the former monastery church.

 

 

 

 

 

Ein Panoramabild vom vorderen Klosterhof, auf dem die Harmonie der Anlage zu erkennen ist. Das Zisterzienserkloster wurde 1252 von Bocek von Obrany, einem Zisterziensermönch aus dem Kloster Zelena Hora (Grüner Berg) in Nepomuk bei der Stadt Pilsen, gegründet. Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr es mehrere Plünderungen, Brände, Schließungen und die zeitweilige Umwandlung als Schloss. Zu seiner größten Blüte gelangte es unter dem Abt Vaclav Vejmluva, der dem Kloster von 1705-1738 vorstand. Er war ein begeisterter Anhänger des Barock und verpflichtete den größten Architekten jener Zeit, den italienischstämmigen Prager Giovanni Santini-Aichel zur Renovierung  des Klosters.

This panorama picture of the front court of the monastery shows the harmony of the building complex. The Cistercian monastery was founded in 1252 by Bocek von Obrany, a Cistercian monk from the Zelena Hora (Green Hill) monastery in Nepomuk, near Plzen. In the course of the centuries it was the subject of pillages, fires, closures and for a while use as a palace. It flourished most under Abbot Vaclav Vejmluva’s rule between 1705 and 1738. He was an enthusiastic adherent of the Baroque style and commissioned the greatest architect of the time, Giovanni Santini-Aichel of Prague, who was of  Italian descent, with the restoration of the monastery.

 

 

 

Hier werfen wir einen Blick in die nach den Plänen Santini-Aichels umgebaute Klosterkirche, die erkennbar auch momentan wieder eine ausgiebige Restauration erfährt.

Here we glance into the monastery church, rebuilt to Santini-Aichel’s plans and which today is again the subject of extensive restoration.

 

 

 

 

 

Unter der Herrschaft von Joseph II. erfolgte 1784 die Aufhebung des Klosters und seine endgültige Umwandlung zu einem Schloss. Wir stehen vor dem Schlosseingang, den zwei Hirsch-Statuen zieren.

Under Emperor Joseph II the monastery was dissolved and finally converted into a palace.
We are standing in front of the main palace entrance which is guarded by two stag statues.

 

 

 

Der Schlossinnenhof. Das Gebäude dient heute als Büchermuseum, in dem Dauerausstellungen über den Buchdruck und den Architekten Santini untergebracht sind.

The inner court of the palace. Today the building houses a book museum and has permanent exhibits about bookmaking and about the architect Santini.

 

 

 

In einer Ecke des Schlosshofs blüht noch eine mächtige, farblich passende Engelstrompete.

In a corner of the palace court an Angel’s Trumpet plant is covered with large blossoms in colours matching the Baroque buildings.

 

 

 


Hinter dem Schloss befindet sich der ehemalige Klosterhof. Er ist nicht ganz so friedlich wie erwartet. An einer Kirchenwand wird tüchtig und hörbar gearbeitet.

Behind the palace is the former Monastery Cloister. It is not as peaceful as expected, as workmen are drilling and hammering the church wall.

 

 

 

Die Handwerker brechen langen Streifen Verputz aus der Wand. Der Sinn der Aktion erschließt sich uns nicht, doch wir beobachten die Ratlosigkeit eines Handwerkers (linkes Bild), der mit seinem Stück nicht weiterkommt und schließlich die tatkräftige Unterstützung seines Kumpels einholt (rechts).

The workmen are removing a long section of plaster from the wall. We are not quite sure what for.
We observe the perplexity of one of them (left), who then gets active and loud support from his mate (right).

 

 

 

Ein Blick durch das Tor des Klosterhofs zeigt, dass noch viel zu tun ist. Dieses Foto glänzt nicht durch Schönheit, doch es dokumentiert unterschiedliche Stufen der Restauration: Am länglichen Bau links sind Dach und Wände bereits renoviert, dem anschließenden Mittelstück fehlt noch der Verputz, und das Gebäude rechts zeigt sich in noch unbearbeiteter Form.

A glance through the far gate of the Monastery Cloister shows that there is still plenty to do. This is not a very beautiful picture, but it documents various stages of restoration. In the long building to the left roof and walls have already been renewed, in the middle the roof is done, but not yet the plastering; on the right work has not yet started.

 

 

 

In dem länglichen Gebäude links ist heute eine Schule untergebracht. Die großen Klostergärten lassen viel Platz zum Herumtollen während der Pausen.

We see (and hear from the classroom noises) that the long building to the left is now a school. The large monastery garden must be a wonderful playground during school breaks.

 

 

 

Doch das Kloster ist nicht das eigentliche Weltkulturerbe, in ihm wurden jedoch die Pläne für eben dieses ausgebrütet.
Der ursprünglich starke böehmische Katholizismus hatte durch die reformatorischen Hussitenkriege und den protestantisch-katholischen 30-jährigen Krieg schwere Rückschläge erlitten. 1620 besiegten jedoch die katholischen kaiserlichen Heere die aufständischen protestantischen Stände beim Weißen Berg (bei Prag) endgültig vernichtend.
Dieser Tag wird als der Tiefpunkt des tschechischen Nationalbewußtseins betrachtet. Fortan regierten katholische habsburgische Kaiser von Wien aus das Land. Die katholische Gegenreformation wurde vorangetrieben. Neue Heilige und bildliche Darstellungen waren wieder gefragt, um die von den Hussiten zerstörten Kirchen im neuen/alten Glauben wiederzubeleben.
So kam es, dass Anfang des 18. Jahrhunderts der eingangs erwähnte Abt Vaclav Vejmluva den brillanten Architekten Santini zu sich rief, um das Kloster auf barocke Art neu zu gestalten und einen Wallfahrtsort für einen Nationalheiligen zu schaffen, der bis dahin noch keiner war.

The former monastery is not itself the World Cultural Heritage site, but it is where the planning for the site was done.
The originally strong Bohemian Catholic tradition had suffered severe setbacks through the reformist Hussite Wars and the Protestant-Catholic 30-Years War. However, in 1620 the army of the Catholic Emperor had a decisive victory over the Bohemian Protestant forces at the Battle of White Mountain, near Prague.
This defeat is seen as the nadir of Czech national morale. From then on the Habsburg Emperor ruled the country from Vienna and promoted the Catholic Counterreformation. New saints, pictures and statues were needed again to revive the churches destroyed by the Hussites - in the style of the new and old religion.
Thus it was that at the beginning of the 18th century the Abbot Vaclav Vejmluva summoned the brilliant architect Santini to refashion the monastery in the Baroque style and to build a place of pilgrimage for a new national patron saint.

 

 

 

Auf dem "steilen Hügel", direkt neben dem Kloster gelegen, sollte eine Wallfahrtskirche entstehen, voller Symbolismus und Heiligengestalten. Sie sollte Johann Nepomuk gewidmet werden, jenem Pfarrer des 14.Jahrhunderts, der die Kirche gegen die Obrigkeit, sprich Wenzel VI., verteidigt hatte (siehe auch Holasovice), indem er sich weigerte, die Beichtgeheimnisse von Wenzels Frau weiterzugeben (oder indem er einen Wenzel ungelegenen Abt ernannte).
 Nepomuk wurde in der Moldau in Prag ertränkt, und über dieser Stelle im Wasser schien ein Kranz aus 5 Sternen.

On the ‘Steep Hill’ next to the monastery he was to build a pilgrimage church filled with symbolism and the statues of saints. It was to be dedicated to Johann Nepomuk, the 14th century priest who defended the church against the ruling King Wenzel VI (see also Holasovice) by refusing to reveal the confessional secrets of Wenzel’s wife (or by nominating an abbot not wanted by Wenzel).
Nepomuk was drowned in the River Vltava in Prague and according to the legend a crown of 5 stars appeared at that spot in the water.

Als man das Grab Nepomuks 1719 öffnete, fiel ein dunkler Fetzen heraus, den die Kirche als die unverweste Zunge Nepomuks deutete, ein eindeutig göttlicher Beweis für seine Heiligkeit. Die Heiligsprechung Nepomuks durch den Papst wurde Anfang des 18. Jh. also erwartet, und Abt Vaclav Vejmluva erbaute vorsorglich diese ungewöhnliche Wallfahrtskirche, deren Stufen wir jetzt erklimmen.

 When the grave of Nepomuk was opened in 1719, a dark object was found which was proclaimed by the church to be Nepomuk’s undecayed tongue, indisputable evidence for his holiness. Nepomuk’s  canonization by the Pope was expected in the early 18th century and in anticipation Abbot Vaclav Vejmluva had this unusual church of pilgrimage built, whose steps we now climb.

 

 

 

 

 

Der Berg wurde zu "Grüner Berg" (Zelena Hora) umbenannt, da Nepomuk ursprünglich aus dem Zisterzienserkloster Zelena Hora in Nepomuk bei der Stadt Pilsen stammte, das zu Abt Vejmluvas Zeiten schon lange aufgehoben war. Man betrachtete sich hier als die Nachfolger dieses Klosters, da das hiesige Kloster ja von einem aus Nepomuk stammenden Mönch gegründet worden war.
Der geniale Architekt Santini setzte die Symbole dieser Legende, nämlich die Zahl 5 für die erschienenen Sterne und die Zungenform in konkrete Architektur um. Die ungewöhnliche Kapelle in Form eines fünfzackigen Sterns wurde dabei mit einem äußeren Gebäudekranz umgeben, der ebenfalls 5 Kapellen und 5 Eingänge aufweist.
Durch einen dieser Eingänge tritt John auf dem oberen Bild gleich in den Innenhof ein.

The hill was renamed to ‘Green Hill’ (Zelena Hora), as Nepomuk originally came from the Cistercian Monastery of that name near Plzen, which in Abbot Vejmluva’s time no longer existed. This location was seen as successor of that monastery, as the founding monk had also come from there.
The ingenious architect Santini used the symbols of the Nepomuk legend, the number 5 for the stars seen in the water, and the shape of the miraculous tongue, as forms in his architecture. The unusual church in the form of a 5-pointed star is surrounded by a ring made up of 5 chapels and 5 entrances.
In the picture I am going through one of these 5 entrances into the inner court.

 

 

 

Die Eingangstür zur Kapelle, die keinen Zweifel daran lässt, um welches Symbol es hier geht. Wir wundern uns nur ein wenig, dass diese Sterne alle 6 statt der berühmten 5 Zacken aufweisen.

Betrüblicher Weise ist die Tür verschlossen. Wir sind zwei Tage zu spät dran: Ab November gibt es Führungen nur auf Bestellung.

The door to the church leaves no doubt about which symbol is being used here, but we are a little surprised that the stars here are 6- rather than 5-pointed.

Sadly we find that the door is shut. We have arrived 2 days too late and from November on  tours of the interior have to be booked in advance.

 

 

 

 

 

Die Vorder- und die Rückansicht der Kapelle.
Santini soll einen Kreis gezogen und in diesen den fünfzackigen Stern eingezeichnet haben: Das wurde der Grundriss der Kapelle.
Fünf Eingänge hat das Gebäude, und in seinem lichten, galeriengeschmückten Inneren befindet sich in jeder Sternenzacke ein Altar. Der größte Altar ist Nepomuk gewidmet, der, auf der Erdkugel stehend und von einem fünfsternigen Kranz umgeben, von fünf Engeln emporgehoben wird.
In der hellen Kuppel strahlt ein Flammenkranz, in dessen Mitte sich eine riesige Zunge befindet. Die verschiedenen Einheiten gehen innen wie außen höchst dynamisch ineinander über, und die meisterhafte Verbindung von barocken und gotischen Formen (z.B. Spitzbögen der Fenster) hat den Begriff der weltweit einmaligen Barockgotik geprägt. Mit keinem anderen seiner vielen berühmten Gebäude konnte Santini diese so vollendet erschaffen. Aus der Luft betrachtet sieht die Kapelle übrigens wie eine riesige, nach unten hängende fünfblättrige Blüte aus - einem Schneeglöckchen ähnlich -, aber das kann Santini so wohl nie gesehen haben.
Dieses Kapelle wurde als erstes einzelnes tschechisches Gebäude 1994 in die UNESCO Welterbeliste aufgenommen.

These 2 pictures show 2 aspects of the church.
Apparently Santini drew a circle and then a 5-sided star in it, which became the ground plan of the church.
It has 5 entrances and inside it has an altar in each of the 5 points of the star. The largest altar is dedicated to St. Nepomuk, who is standing on the terrestrial globe, surrounded by a crown of 5 stars, and is being elevated by 5 angels.
A flaming crown shines in the light-filled cupola, in the middle of it an enormous tongue. The various parts of the church inside and out fit dynamically together in a masterful blend of Baroque and Gothic forms and this unity defines the world-wide unique Baroque-Gothic style. Santini was not quite able to repeat this perfection in his other famous buildings. Seen from the air the church has the appearance of an enormous five-petalled flower, rather like a snowdrop, (although they have 6 petals!), but Santini can never have seen it from there.
In 1994 this church was added to the UNESCO list of World Heritage sites.

 

 

 

Die Kapelle wurde von 1719-22 erbaut und 1729 dem in diesem Jahr von Papst Benedikt XIII. heiliggesprochenen Nepomuk geweiht, doch bereits 1784 zusammen mit dem Kloster vom aufgeklärten absolutistischen Kaiser Joseph II. aufgehoben. Der Hof um die Wallfahrtskirche wurde fortan als Friedhof genutzt. Nach dem Fall des kommunistischen Regimes in Tschechien wurde die Kapelle renoviert und wieder ihrer ursprünglichen Bestimmung zugeführt.

The church was built between 1719 and 1722 and in 1729 dedicated to St. Nepomuk, who had been canonized by Pope Benedict XIII in the same year. But in 1784 the absolutist Emperor Joseph II dissolved monastery and church in the period of Enlightenment. From then on the court around the pilgrimage church was used as a cemetery. After the fall of the Communist Regime the church was renovated and returned to its original use.

 

 

 

Anklicken zum Vergrößern / Click for larger picture. Zelena Hora Panorama 11.2005

In der tschechischen Geschichtsschreibung galten die Jahre der Rekatholisierung und der politischen Unterdrückung nach der Schlacht auf dem weißen Berg bislang als "dreihundert Jahre Dunkelheit", ein Gedanke, den die säkulare kommunistische Tschechoslowakei noch verstärkte.
Heutzutage erkennt man jedoch, dass dieser Zeit auch eine echtes religiöses Erwachen zugestanden werden muss, das in der aufblühenden Kunst und Kultur und nicht zuletzt in den Bauten Santinis seinen Ausdruck fand. Seine Gebäude betonen die Kontinuität der religiösen Vergangenheit und Gegenwart und illustrieren ein in Tschechien und ganz Europa kritisches und widersprüchliches Zeitalter.

(Mit Dank an http://www.smuc.ac.uk/rh/santini.html.)

In Czech history the years of Catholic restoration and the political repression after the Battle of White Mountain have been seen as ‘300 Years of Darkness’, an idea reinforced by the secular Communist regime in Czechoslovakia.
Today it is recognized that this period was also marked by a revival of religious feeling that found expression in a flourishing of art and culture and specifically in Santini’s architecture. His buildings emphasize the continuity of religious past and present and illustrate a critical and contradictory era in the history of the Czech Republic and of Europe.

(With thanks to http://www.smuc.ac.uk/rh/santini.html.)

 

 

 

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