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 E & BJ Capper Nagold 2015-16

 

23. - 24.4.2015

 

 

Nach Sofia

To Sofia

Die Kirche von Bojana:
UNESCO-Welterbestätte

Boyana Church
UNESCO World Heritage

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Wir fahren von der nordwestlichen Ecke Bulgariens nach Sofia. Auf Grund einer Umleitung kommen wir auf Nebenstraßen, die teilweise etwas Pflege gebrauchen könnten.
Nebenbei, im allgemeinen fanden wir die Straßen in Bulgarien besser als erwartet, besonders wenn man sie mit manchen Nebenstraßen in Süddeutschland vergleicht.

We drive from the north-western corner of Bulgaria to Sofia. Due to a diversion, we are guided onto secondary roads, some of which definitely need maintenance.
In general we found the quality of the Bulgarian roads better than expected, especially when compared with some of our side roads in southern Germany.

 

 

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Auf der Durchfahrt durch eine Kleinstadt, den Namen haben wir leider nicht notiert, halten wir an, um die nistenden und klappernden Störche zu fotografieren.

Driving through a small town - unfortunately we didn’t note its name - we stop to photograph the nesting and bill-clattering storks.

 

 

 

Nachher sind wir besonders erfreut, als einer der Dorfbewohner aus seinem Haus auf uns zueilt. Er teilt sichtlich unsere Freude an den Störchen und als Willkommensgruß bringt er uns Tulpen aus seinem Vorgarten.
Was für ein freundliches Land!

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Afterwards, we are especially pleased when one of the villagers hurries out of his house. He clearly shares our pleasure at the storks and as a welcome greeting brings us tulips from his front garden.
What a friendly country!

 

 

 

 

 

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Die Millionenstadt und Hauptstadt Sofia kommt näher. Hinter der Stadt liegt das bis zu 2290m hohe und noch mit Schnee bedeckte Witoscha-Gebirge (oben).

Nach der Ruhe der letzten Tagen im Nordwesten müssen wir uns an die Flüge (l) und den Verkehr (r) der Stadt gewöhnen. Allerdings haben wir nicht vor, lange zu bleiben.

We are approaching Sofia, the capital. Behind the city are the Vitosha Mountains, up to 2290m high and still covered with snow (picture above).
After the quiet of the last few days in the north-west, we have to get used to the flights (l) and traffic of the city. However, we do not intend to stay long.

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Auf unserem Campingplatz auf der Ostseite der Stadt stehen wir allein im Walde (l). Um uns herum ist viel Vogelgezwitscher zu hören. Die Vögel werden nicht ganz von den Wassergeräuschen des von der Schneeschmelze geschwollenen Iskar Flusses übertönt, der direkt neben dem Platz vorbei rauscht (r).

Der Iskar entspringt der Nordseite des Rilagebirges, in dem sich das Kloster Rila befindet, Ziel unseres nächsten Kapitels. Auf seiner ca. 370 km langen Route zur Donau an der bulgarischen Nordgrenze fließt er am Randes des Wratschanski Balkan Naturparks, wo wir ihn bei den ungewöhnlichen Ritlite Felsen fotografiert haben.

Bei der Morgentoilette auf dem Campingplatz Vrana bekommt dieser Begriff einen unangenehm wörtlichen Sinn. Im Sanitärraum eines der Bungalows befinden sich WC und Dusche nah beieinander im gleichen Raum, so dass das, was im Ersten runtergeht gleich wieder durch den Abfluss des Zweiten hochkommt. Nicht schön.

On our campsite on the east side of the town, we are alone among the trees (l). There is a lot of bird singing around us, not quite drowned by the water sounds of the Iskar River, which is swollen from melting snow and which rushes past right next to the campsite (r).

The Iskar rises on the north side of the Rila Mountains, where the Rila Monastery is located, the goal of our next chapter. On its approx. 370 km route to the Danube on the Bulgarian northern border, it flows past the Wratschanski Balkan Natural Park, where we photographed it at the unusual Ritlite rocks.

When ‘doing my toilet’ (i.e. washing, etc) at the Vrana campsite this old-fashioned term got an unpleasantly literal meaning. In the sanitary room of one of the bungalows WC and shower are close to each other in the same room, so that what goes down in the first comes right up again in the drain of the second. Not very nice.

 

 

 

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Am nächsten Tag fahren wir in Richtung Westen direkt durch Sofia und sammeln einige schnelle Eindrücke der Großstadt.
Viele sehr moderne Gebäude (o.l. und u.r), schöne blühende Parkanlagen (o.r.) und etwas ältere Wohnblocks (u.l.).

The next day we head west through Sofia and gather some quick impressions of the city on the way.
Many very modern buildings (o.l. and u.r), attractive flowering beds in the parks (o.r.) and somewhat older residential blocks (u.l.).

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Unser Ziel hier, bevor wir auf dem schnellsten Weg der Hauptstadt entkommen, ist eine kleine Kirche auf der Südwestseite der Metropole, ca. 8 km  vom Zentrum entfernt.
Die kleine Kirche von Bojana ist insbesondere wegen ihrer guterhaltenen Fresken von 1259 weltberühmt und steht seit 1979 auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes.
Sie steht in einem kleinen bewaldeten Garten (o).

Während wir auf Einlass warten, schauen wir die kleine Kirche von außen an. Die Kirche wurde in drei Bauphasen im 11., im 13. und im 19. Jh. gebaut, die im Bild von der Südseite (u.l.) zu erkennen sind. Der erste Bau besteht aus dem niedrigen Teil ganz rechts. Der mittlere Teil mit Turm ist aus der zweiten Phase, in der auch die ersten der Wandmalereien im Inneren der Kirche angebracht wurden. Die Vorhalle links wurde im 19. Jh. angebaut.

Our goal here before we escape from the capital is a small church on the south west side of the metropolis, about 8 km from the centre.
The small Church of Boyana is world famous for its frescoes dating back to 1259 and has been a UNESCO World Heritage Site since 1979.
It stands in a small forested garden (o).

As we wait to go in, we look at the small church from the outside. The church was built in three construction phases in the 11th, 13th and 19th centuries. This can be seen in the picture of the south side (below left). The first building consists of the low part on the far right of the picture. The middle part with tower is from the second phase, during which also the first of the frescoes were painted inside the church. The entrance hall to the left was built in the 19th century.

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Der Besuch der Kirche war eine sehr lohnende Erfahrung.
Wir waren natürlich erstmals enttäuscht, dass man innen nicht fotografieren darf, auch nicht unter Bezahlung einer Zusatzgebühr.
Wir und eine englisch-französische Familie wurden am Eingang gefragt, ob wir eine Führung haben wollten. Beide haben verneint.
Der Führer kam dann als Aufpasser mit hinein in die Kirche. Nach kurzer Zeit beginnt er, von sich aus die hervorragende Fresken zu kommentieren, und wir fangen an, Fragen zu stellen. Bald kommt er begeistert mit seiner Führung voll in Fahrt. Wir alle haben sie und die außergewöhnlich schönen Fresken genossen.
In guter Laune am Ende zeigt er uns vor der Kirche die Schlüssel seines Amtes.

Unten steht der Heilige Nicolaus, Kirchenpatron, in einem Fresko von 1259 stellvertretend für die wunderbaren Fresken. (Dank an Wikipedia Commons und Antoine Tavenaux.)

Visiting the church was a very worthwhile experience.
We are, of course, disappointed that no photography is permitted inside, even under payment of an additional fee.
We and an English-French family are asked at the entrance whether we want to have a guided tour. Both parties decline.
The guide then comes as overseer into the church. However, after a short time he begins to comment on the outstanding frescoes, and we begin to ask questions. He is so enthusiastic that he is soon in the middle of his guided tour. We much enjoy both what he tells us and the exceptionally beautiful frescoes themselves.
At the end, he humorously shows us his keys of office in front of the the church.

Below, Saint Nicolaus, patron of the church, painted in 1259, is shown to represent the wonderful frescoes. (Thanks to Wikipedia Commons and Antoine Tavenaux.)

Boyana Church 3

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