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 E & BJ Capper Nagold 2007/08

 

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13.6.2007

Walsafari 2/ Whale Safari 2

Erfolg

Success

Nächster Tag, nächster Versuch. Die gestern wegen des schweren Seegangs verspätet begonnene und wegen grassierender Seekrankheit verfrüht beendete Walsafari (siehe letztes Kapitel) bekommt eine zweite Chance. Der Seegang ist etwas schwächer, aber immer noch stark genug, um das frühere Walfangschiff Reine tüchtig schaukeln zu lassen. Die Teilnehmerzahl ist merklich geschrumpft: So mancher hat es vorgezogen, sich den bereits bezahlten Tourpreis (100 Euro) ausbezahlen zu lassen und keine zweiten Fahrt zu wagen.
Der Kapitän schaut vom oberen Deck kritisch übers Meer. Er will nicht ein weiteres Mal eine profitlose Tour fahren.
 (Link zum Walzentrum, Andenes)

Next try on the following day. On the previous day the whale safari started late because of rough seas and ended early because so many people were seasick (see previous chapter). This is now the second chance. The sea is less rough but still enough to keep the former whaling ship Reine rolling around. This time there are less people on board as many of yesterday’s passengers chose their money back (about €100) rather than a second trip under the very fair terms of the ‘whale guarantee’.
The captain studies the sea critically from the upper deck. He doesn’t want another profitless tour.
(Link to Whaling Center, Andenes)

 

 

 

Nach einer Stunde Fahrt geschieht etwas Unerwartetes: Eine etwas zehnköpfige Orca-Grupe schießt auf das Schiff zu.
Auf dem Foto erblickt man die Rückenflossen eines Muttertieres und seines Jungen. Normalerweise lassen sich die Orcas vor der norwegischen Küste erst im Herbst blicken, wenn sie den großen Heringsschwärmen folgen. Die Orcas bilden sog. Schulen, d.h. Familienverbände, die ein Leben lang zusammenbleiben. Die Gruppen sind matriarchalisch geprägt, sie werden  von einem weiblichen Tier angeführt.
(Link: Orcas in Wikipedia)

After an hour’s trip something unexpected happens. A group of orcas (killer whales) races towards the ship. Later we are told there were about 10 of them, but I was so busy with the camera I had no time to count.
The photo shows a mother animal with a young one. Normally orcas come to the Norwegian coast in autumn when they follow the great herring shoals. Orcas typically form family groups or schools which stay together for life. The matriarchal group is led by a female animal and consists of her male and female descendants.
(Link: Orcas in Wikipedia)

 

 

 

Das Muttertier taucht auf. Orcas sind die schnellsten Meeressäugetiere. Sie erreichen Geschwindigkeiten bis zu 55km/h. Wegen ihrer hohen Rückenflosse nennt man sie auch Schwertwale, obwohl sie eigentlich mit den Delfinen verwandt sind. Die Rückenflosse kann bei Männchen eine Höhe von 1,8m erreichen, die Körperlänge maximal 8 Meter. Man kann sich vorstellen, dass eine gemeinsam jagende Orcagruppe mit ausgeklügelten Fangtechniken der Schrecken der Meeresbewohner ist.
Die Menschen nannten sie wegen ihrer rabiaten Methoden auch Killerwale, obwohl sie Personen nicht angreifen. In den Wintermonaten werden in der Nähe Tauchgänge unter den Orcas angeboten.

The mother animal comes to the surface. Orcas are the fastest marine mammals and reach a speed of 55 km/h. They are also called killer whales, although they actually belong to the dolphin family. On a male orca the dorsal fin can be up to 1.8m and the whole body up to 8 m. It is easily understandable that a group of orcas hunting together as a practised team means terror for other marine creatures. They are sometimes called the wolves of the sea.
Fortunately they don’t attack humans in the wild and in the winter months diving trips among orcas are offered nearby. 

 

 

 

Das Muttertier tauch ab. Dabei erzeugt es eine Welle vor dem Kopf. Diesen Effekt nutzen die Tiere, wenn sie auf Eisschollen sitzende Robben fressen wollen. Die Orca-Gruppe bildet eine Reihe, taucht gleichzeitig unter, schießt dann auf die Eisscholle zu und bringt mit der entstehenden Welle die Scholle samt Robbe zum Kentern.
Heringe hingegen werden gejagt, indem die Orcas einen Schwarm immer enger umkreisen, dann aus Luftblasen ein Gitter um ihn bilden, mit dem Schwanz hineinschlagen und die getöteten oder betäubten Tiere fressen. Wenn im Winter die Zeit der großen Heringszüge eingesetzt hat, kann man bei angebotenen Expeditionen (z.B. bei Tysfjord) beobachten, wie im Wasser die Orcas jagen und aus der Luft gleichzeitig zahlreiche Seeadler die betäubten oder toten Heringe abfischen.
Ein in Gefangenschaft lebender Orca hat sich selbst das Möwenjagen beigebracht. Er deponierte zerkaute Fischreste auf der Wasseroberfläche, lauerte in der Tiefe und jagte dann die angelockten Möwen.

The mother dives again. The young animal can just be seen under water in the lower left corner of the picture.
Especially when the animal dives it generates a bow wave. The animals use this effect when they want to hunt a seal sitting on an ice floe. The orcas swim fast as a group towards the ice floe then submerge and the combined bow wave tips up the floe and throws the unfortunate seal into the water to its death.
With herrings they have another technique. They swim around the fish shoal in decreasing circles and surround them with a fence of air-bubbles. They beat into this with their tails and then eat the stunned or dead fish. In winter when there are huge shoals of herrings, expeditions (e.g. from Tysfjord) are offered to watch the orcas hunting and at the same time to see the numerous white-tailed eagles gleaning the dead fish from the surface. 
It is even recorded that an orca in captivity taught itself to hunt gulls by leaving pieces of fish on the surface as bait and then waiting in the depths to pounce on the gulls attracted by the scraps.

 

 

 

Formationsschwimmen von Mutter und Kind. Orcaweibchen werden ca. alle vier Jahre trächtig. In den ersten zwei Wochen nach der Geburt schlafen beide nicht; das Kind legt trotzdem an Gewicht zu.
In der Haut der Tiere entdeckt man hinter und unterhalb der Rückenflosse mehrere Kratzspuren, die vielleicht von Kämpfen herrühren. Solche Kennzeichen können bei der Identifizierung der Tiere helfen.

Mother and child swimming in formation.
Orca females have a baby about every four years. In the first two weeks neither mother nor baby sleep at all, but the child nevertheless gains in weight. The mortality rate in the first year is high.
Scratch marks, maybe from fights, are visible on the lighter skin of the mother behind and below the dorsal fin. These can help to identify the individual animal. 

 

 

 

Ein Orca beim Abtauchen.
Dass so viele große Meerestiere vor Andenes gesichtet werden, hat seine Gründe: Ein Tal im flachen Kontinentalsockel fällt nördlich von Andoya steil ab und trifft auf tiefere Teile des Atlantiks. Warme und kalte Gewässer mischen sich und sorgen für einen Artenreichtum, der große Meeressäuger anzieht. Der männliche Pottwal zieht im Sommer vom Äquator hierher, um sich voll zu fressen.

Obwohl die Teilnehmer der Walsafari über das unverhoffte Erscheinen der Orcas erfreut sind, gibt es jetzt ein Problem: Da Orcas auch Pottwale jagen (mit Hilfe einer Treibjagd, bei der sie die Wale erschöpfen), fliehen diese vor den Orcas und ziehen sich in entferntere Gebiete zurück. Also wieder keine Walsichtung? Der Kapitän beschließt, weit hinaus aufs Meer zu fahren und dort zu suchen. Irgendwo müssen die Pottwale zum Luftschöpfen hochkommen.

An orca starting to dive (to the right).
Many large marine animals are sighted near Andenes because there is a deep marine valley in the flat continental shelf to the north of the island of Andoya leading down quickly into the deeper part of the North Atlantic. Warmer and cooler water mix and provide a habitat for rich marine life which attracts the sea mammals. The male sperm whales come here from the equator to feed and to put on the weight that they need as a mating advantage.
Although we are very pleased to see the orcas on the whale safari, they represent a problem. As orcas also hunt sperm whales by driving them to exhaustion, the sperm whales will keep their distance from them. So the captain decides to sail further out to sea to look for them. Somewhere they must come up for air.

 

 

 

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Auf der langen Fahrt in nördlichere Gefilde gibt es immer wieder Abwechslung: die Sichtung eines hübschen Fischkutters mit seinem Fanclub beispielsweise. Da die gefangenen Fische sofort an Bord ausgenommen werden, fällt viel Abfall an, der die Vögel bei Laune hält.

On the long trip further north there are occasional diversions. Here a pretty fishing boat with its fan-club. As the fish which are caught are gutted on board there are plenty of leftovers to keep the gulls happy.

 

 

 

Eissturmvögel sichtet man hier in großer Zahl. Die Vögel verbringen im Sommer die meiste Zeit auf dem offenen Meer. Feinde bespucken sie mit einem gelblichen, stinkenden Magenöl, das an der Luft wie Wachs verhärtet und das Gefieder der Angreifer verklebt. Diese gehen dadurch oft zugrunde.

Fulmars are very numerous here. They spend the summer on the open sea. They can spit evil-smelling oil at an attacker which hardens like wax in the air and damages the feathers of the other bird.

 

 

 

Als kleine Erinnerung (oder für Quereinsteiger) und in hoffnungsvoller Erwartung, dass sich so weit draußen doch ein Wal zeigen möge, bringen wir hier nochmals die Erklärung zur Schautafel, die im Walzentrum hängt:

Auf die Sichtung welcher Körperteile (des Wals) darf der Tourist hoffen? Die Schautafel klärt auf: Links wird ein Blas des aufgetauchten Tieres sichtbar und eventuell die Rückenflosse. Vom Tier rechts daneben sieht man nichts, es ist aber trotzdem da, die dritte Abbildung zeigt einen Teil des riesigen auftauchenden Pottwalschädels.
Dann beschließt der Wal abzutauchen: Der gekrümmte Rücken mit der Rückenflosse wird sichtbar, bevor sich die Fluke (Schwanzflosse) senkrecht aus dem Wasser hebt und mit dem gesamten Tier im Ozean verschwindet. In 1000m Tiefe kommt es dann zu einem Rendevouz mit einem Riesenkalmar, der bevorzugten Speise des Pottwals, während das Ortungssystem des Schiffes alles im Auge und Ohr behält.

As a reminder from the previous chapter and as we now have hopes of seeing a sperm whale, here is again the display seen the previous day in the Whale Center.

Which parts of a sperm whale do we actually have a chance of seeing? One of the displays shows the process. On the left the whale spouts on the surface after the last dive and maybe shows its dorsal fin. This repeats several times with the whale disappearing under water (next picture) in between. The third picture shows the whale lifting its massive head (1/3 of the body length) further out of the water.
Then the whale decides to dive. It bends in the middle like a surface swimmer diving down into the sea. Then the fluke comes out of the sea and the whale dives down vertically. At up to 1000m it hopes to locate a deep-water squid using its inbuilt sonar. The sound of the sonar can be picked up by a whaling or whale-spotting ship.

 

 

 

Endlich ist es soweit; an Bord entsteht Hektik: Der erste Pottwal zeigt sich! Man erkennt rechts seinen langgestreckten Kopf, die ausgestoßene Wasserdampffontäne davor (Blas) und links die buckelartige Rückenflosse. Die Männchen, die man hier antrifft, werden 18-20m lang - ein Drittel davon beansprucht der Kopf - und bis 50 Tonnen schwer.
Die Weibchen, die in großen Schulen mit den Jungtieren zusammenleben, sind wesentlich kleiner, wandern weniger weit und bleiben in wärmeren Gefilden.

At last the first sperm whale is spotted and immediately the ship is a hive of activity. On the right is his long head and the water vapour that he is spouting after his previous dive. On the left is the hump of the dorsal fin.
Male sperm whales, and it is males that are seen from Andernes, grow to 18-20m, of which the head alone makes up a third, and up to 50 tonnes.
The females, which live with their young in large schools, are much smaller. They don’t migrate so far and stay in warmer water.   

 

 

 

Das gleiche Tier aus einem anderen Blickwinkel. Aus dem riesigen Blasloch, das sich links am Kopf befindet, wird Dampf ausgestoßen. Rechts ragt die höckrige Rückenflosse aus dem Wasser.

Pottwale gehören zu den Zahnwalen und sind damit die größten Raubtiere der Welt. Im kümmerlich ausgebildeten Unterkiefer befindet sich eine Reihe riesiger Zähne, die allerdings nicht zum Kauen geeignet sind: Der Pottwal verschluckt seine Beute im Ganzen. In seinem Magen wurden schon komplette Haie oder Riesentintenfische gefunden. Wie er die Beute erlegt, ist nicht bekannt: Sein Jagdgebiet befindet sich in 1000-2500m Tiefe. Noch nie wurde ein Pottwal beim Jagen und Fressen beobachtet. Abdrücke von Saugnäpfen auf seiner Haut lassen darauf schließen, dass es in der Tiefsee zu Kämpfen kommt.

The same animal from a different angle. Here the bump of the large blowhole is visible, situated asymmetrically on the left side of the head, and the water vapour from it still lingers in the air. On the right is the dorsal fin.

Sperm whales are toothed whales and are the world’s largest predators. In the underdeveloped lower jaw is a row of huge teeth but these are not for chewing. The sperm whale swallows its prey whole. In its stomach complete sharks and giant squids have been found. How it catches its prey is not known. Its hunting grounds are at depths down to between 1000 and 2500m. A sperm whale has never been observed while hunting or eating. Sucker-marks on their skin witness to the fact that deep-sea fights take place.

 

 

 

Hat der Pottwal beschlossen abzutauchen, krümmt er den Rücken und hebt die Schwanzfluke zuerst schräg, dann senkrecht aus dem Wasser (siehe Serie unten). In dem oben gezeigten Stadium fließt Wasser wie ein Vorhang von seiner Fluke ab. Dabei bilden sich tierspezifische Wasserfälle. Die Ränder der Fluke sind nämlich nicht glatt, sondern von zahlreichen Attacken, z.B. von Orcas, zerbissen und ausgefranst. Jedes Tier besitzt deshalb sein eigenes "Ausfransungs-Muster" und kann dadurch identifiziert werden.

Der Wal bleibt 25-35 Minuten auf Tauchgang, manchmal auch über eine Stunde. In der völlig dunklen und 2°C kalten Tiefe muss er über den Tag verteilt 1 Tonne Nahrung auftreiben, am liebsten Riesenkalmare, die es da unten in großer Zahl gibt. Wie er sie ausfindig macht, ist unbekannt. Eine Theorie besagt, er erkenne sie an ihrem fluoreszierenden Licht, eine andere, dass er sie mit seinem Echolot ortet. Er setzt dafür Klickgeräusche ein, die er anscheinend derart steigern kann, dass seine Beute davon betäubt werden könnte. (In einem Artikel - auf Englisch - im National Geographic werden sie als ‘so laut wie ein Gewehrschuss einen knappen Meter von deinem Ohr entfernt’ beschrieben.) Allerdings lassen sich gerade Tintenfische wegen ihres schwammigen Körpers nicht mit einem Echolot orten. Taucher, die sich neben Pottwalen befanden und von diesen mit Klickgeräuschen geortet wurden, berichten, dass man das Klicken wie einen Schauer am ganzen Körper spürt.

When the sperm whale decides to dive, he bend his whole body forward and then raises the tail flukes at first at an angle and then vertically into the air (see series below). In the picture above the water flows off the flukes like an individual curtain matching his individual tail.  The edges of the flukes are not smooth but are marked and frayed from wear and tear and maybe from the attacks of orcas. The tail-pattern of each animal forms its personal “fingerprint” which can be used to identify it. 

The whales dive for 25-35 minutes, sometimes for over an hour. In complete darkness at 2°C they have to catch their daily tonne of food. The favourite food is the plentiful giant squid. How they find them is not known. One theory says that they recognize them by their fluorescent glow, another that they are found by the sperm whale’s sonar. Clicking sounds are used, which can be increased in volume until the prey could be is stunned by them. (In a National Geographic magazine article, they are quoted as being ‘as loud as a rifle shot three feet from your ear’.) However because of their rather soft bodies squids may not be findable by sonar. Divers diving near sperm whales and who have been located by their sonar say that the clicking is like a shiver through your whole body.

 

 

 

Pottwalserie -
folgendes Bild anklicken und dann weiterklicken

Sperm whale series -
click on following picture then go on clicking

Walserie - Bild anklicken / Whale series - click picture

Wer Freude daran hat, kann den Abtauchprozess des Pottwals sequentiell verfolgen. Er muss dazu nur obiges Foto anklicken und erblickt dann nacheinander (durch Weiterklicken) die Sequenz in großer Darstellung. Vom Bild des Kopfs eines ruhenden Tieres geht es über das Krümmen des Rückens zum Erscheinen der mächtigen Fluke bis zu ihrem blütenblattförmigen Versinken.

 

If you wish, you can watch larger pictures of the sperm whale diving sequence by clicking repeatedly onto the picture immediately above this text. The sequence starts with the animal resting on the surface, then moves through to the start of the bending of the spine. Then the tail comes up and the might flukes sink into the sea.

 

Eine Stunde später zeigt sich ein zweiter Wal.
5-10 Minuten erholt sich der Pottwal von seinem Tauchgang und schöpft Luft. Diese Zeit haben die Teilnehmer der Walsafari, um ihn zu beobachten. Das Abtauchen passiert dann allerdings innerhalb von Sekunden - entsprechend hektisch wird es an Bord, kämpft dann doch jeder mit seiner Kamera und um den besten Platz.
Der Pottwal gehört auch heute noch zu den gefährdeten Tierarten. Zu begehrt waren lange Zeit Tran, Walrat und Ambra für die Auto- und Kosmetikindustrie. In den 60-er und 70-er Jahren wurden jährlich über 20000 Tiere getötet. Erst 1985 erfolgte ein internationales Walfangverbot. Noch ist ungewiss, ob es dem Pottwal gelingen wird, auf Dauer zu überleben.

This whale was sighted about an hour later.
 For about 5-10 minutes the sperm whale recovers from its dive, blows several times, often going under water in between blows. It clears its lungs and breathes in fresh air. During this time the whale watchers have a chance to observe the whale. The dive at the end can be very brief, so there is some competition on deck to get a good view and a good place to take photos.
The sperm whale is still an endangered species. The economic value of blubber, spermaceti and ambergris for the engineering and cosmetic industries were very large in the past. In the 1960’s and 70’s over 20000 animals were killed each year. In 1985 an international whaling embargo was started. Whether sperm whales will survive long term survival is not definite.

 

 

 

Zum Abschluss der riesige Schädel des Wals, nach dessen Form ("Pott", Topf) er benannt wurde. Es ist der Inhalt dieses Schädels, der die Begehrlichkeiten der Industrie weckte. Durchschnittlich 2 Tonnen Walrat befinden sich hier, eine zähe, weißliche Masse, deren Konsistenz veränderbar ist und die der Wal zum Tauchen benötigt. Durch Abkühlung vor dem Tauchgang kristallisiert die Masse, wird schwerer und dichter und gibt dem Wal zum mühelosen Sinken Abtriebskraft. Ist nach der Jagd der Sauerstoff verbraucht, entsteht Abwärme, die den Walrat zum Schmelzen bringt und dem Tier Auftrieb verleiht.
Dieser Walrat (spermaceti) besteht aus feinsten Ölen, die die aufstrebende Autoindustrie nach dem 2. Weltkrieg als Schmierstoff dringend benötigte. Wegen seines Aussehens und seiner Konsistenz hielt man ihn lange für Sperma (obwohl dies im Kopf deplatziert und überproportioniert und zudem auch bei Weibchen vorhanden ist). Auf Englisch heißt der Pottwal auch heute noch "Sperm"whale.

The last whale picture shows the enormous head of the sperm whale. Unfortunately this whale decided just to swim away and we didn’t see another dive.

It is the content of the head which was especially wanted by industry. About 2 tonnes of spermaceti are inside, a light-coloured waxy substance with a variable consistency that the whale needs to dive. Cooled before the dive it crystallizes, which reduces its size and increases its density, so that the whale can dive with less effort. During the dive oxygen is consumed . The warmth liquefies the spermaceti again giving additional buoyancy and easing the trip back up to the surface.
This spermaceti consists of fine oils which the rapidly growing car industry needed urgently as lubricant after the 2nd WW. Because of its appearance it was thought for a long time to be sperm, although it is located in the head, is present in excessive quantities and is also present in female animals. That is the source of the English name of the species.

 

 

 

Auf der langen Rückfahrt hat John Zeit, Vogelflugstudien zu betreiben. Der Eissturmvogel fliegt oft dicht über der Meeresoberfläche und folgt dem Auf und Ab der Wellen - manchmal verschätzt er sich auch etwas (Foto li). Der Vogel segelt mit starren Flügeln und dreht seinen Körper dabei mal nach links, mal nach rechts (Bild re): eine sehr elegante Flugweise.

On the long trip back to port I entertain myself by trying to photograph the fulmars which shoot rapidly past the ship. They often fly low over the waves and even sometimes a bit too close to them (photo left). The flight is elegant with stiff-winged glides.

 

 

 

Zum Abheben vom Wasser muss der Eissturmvogel Anlauf nehmen - ein Moment, der zu seinen weniger eleganten gehören dürfte.

To take off from the sea the fulmar has to start by  running over the water, one of its less elegant phases but very charming to watch.

 

 

 

Wie unruhig die See auch heute noch ist, demonstriert das Spritzwasser bei diesem kleinen Fischkutter. Johns Magen ist dem gewachsen: Er kommt zurück in bester Verfassung, voller Hoffnung, dass die Bilder etwas geworden sind.

The sea is still very unsettled as can be seen by these two pictures of a small fishing vessel. At this phase I just hope the pictures have not suffered from the movement of the ship too much.

 

 

 

Als Andenes auftaucht, ist die Fahrt fast beendet. Nach ca. sechs Stunden läuft die Reine in den Hafen ein.

Andenes comes into view and the trip approaches its end. After something over 6 hours the Reine enters the harbour.

 

 

 

Ein letztes Bild von einem Eissturmvogel...

One last picture of a beautiful fulmar ...

 

 

 

... und noch an Bord werden die Erfolge ausgewiesen: Pottwale - zwei nahe am Boot. Orcas! - ca. 10 inklusive einem Jungen. Mit roten Strichen wird die Fahrtroute vom Kai in Andenes (unten rechts) bis zur Pottwalfluke (oben links) nachgezeichnet. Die verschiedenen Blauschattierungen geben die Wassertiefe wieder. Deutlich zu erkennen: der Keil tiefen Meeresbodens, der in den flachen Kontinentalsockel hineinragt. Wie in einem Trichter durchmischen sich hier die Gewässer und werden zum Kampf- und Tummelplatz für die unterschiedlichsten Meeresbewohner.

... and on board we are presented with a trip summary:
Sperm whales - 2 close to the boat.
Orcas ! - ca. 10 including one young.
The trip route from Andenes (lower r.) to the whales flukes is shown in red. The shades of blue show the water depth and the deep marine valley near the coast.
Max. distance: 18 Nautical miles (33 km)
Max depth: 1400m
Temp: 8.5°C
Wind: 8 m/s (29 km/h)

John kommt glücklich nach dem für ihn größten Highlight der bisherigen Norwegenreise zum Wohnwagen zurück. Die Walsafari war gut organisiert und sehr interessant. Warme Kleidung ist sehr wichtig. Es wäre auch gut gewesen, Sonnencreme dabei zu haben: Er hat Sonnenbrand im Gesicht.
Er ist froh, dass er wieder, wie für ihn üblich, nicht an Seekrankheit gelitten hat. Seine Empfehlung: Auf das Meer schauen und etwas finden, worauf man sich konzentrieren kann. Allerdings klappt auch das nicht immer!

I return happily to the caravan after a major highlight of my trip to Norway. The whale safari was well organized and most interesting. Warm clothes are very necessary and next time I would remember also to take sun-lotion. I came back with a sun- and wind-burnt face.
Fortunately my stomach is usually unaffected by the sea. My personal recommendation to avoid seasickness is: concentrate on the sea around you and do something to occupy you, but I know it doesn’t always work!

 

 

 

 

 

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