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 E & BJ Capper Nagold 2008/2009

 

25.5.2008

Przemyśl

September 1939 wird nachgespielt

Re-enactment of September 1939

Geografisch betrachtet sind wir an einem Wendepunkt unserer Polen-Rundreise angelangt. Nachdem wir tags zuvor die am südöstlichsten Punkt Polens liegenden Beskiden besucht haben, ändert sich heute unserer Fahrtrichtung. Wir fahren nach Nordosten. Einen Zwischenstopp wollen wir in Przemysl nahe der polnisch-ukrainischen Grenze einlegen.
Die Straße führt in stetem Auf und Ab durch die üppig bewaldeten Hügel des Karpatenvorlandes.

From a geographical point of view we have come to a turning point in our round-trip of Poland. After visiting Bieszczady, the south-easterly part of Poland, on the previous day we now change direction and drive north-east. We want to visit Przemysl, near the Polish-Ukrainian border.
The road winds up and down though the richly wooded foothills of the Carpathians.

 

 

 

Auf einer kleinen Passhöhe machen wir eine kurze Pause, betrachten die leider wolkenverhangene, aber trotzdem erkennbar reizvolle Landschaft und knipsen (mit der bescheidenen Makro-Qualität unserer Lumix-Kompaktkamera) schließlich Näherliegendes wie die holzzersetzenden Baumpilze (li) und eine winzige Krabbenspinne (re).
Die Spinne hebt wie zum Angriff ihr vier verlängerten Vorderbeine. Diese dienen ihr dazu,  die von ihr gefangenen stechenden Insekten vom Leib entfernt zu halten, während sie dem Opfer ihr Gift durch einen Genickbiss in den Nacken spritzt. Auf diese Weise können die bis 11mm großen Spinnen sogar Hornissen und Falter fangen.

We pause for a few minutes at the top of a small pass and look at the unfortunately overcast but nevertheless recognizably beautiful countryside. With the modest macro possibilities of our small Lumix camera we concentrate on things that are nearer at hand: a fine growth of tree fungus (l) and a tiny crab spider (r).
The spider raises its four long front legs as if to attack. It uses them to hold off stinging insects it has caught while injecting poison into captives with a bite to the back of the neck. With this method the little spider (up to ca. 11mm) can even catch hornets or moths.   

 

 

 

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Neben der Straße, die von der Passhöhe hinab führt, wurde nicht an warnenden Richtungspfeilen gespart. Das Kreuz soll diesmal wohl nicht die Frömmigkeit der Polen demonstrieren, sondern vor tödlicher Gefahr warnen. Dass die Leitplanke rechts neben dem Kreuz plötzlich unter dem Straßenniveau verschwindet, lässt Böses ahnen.

Next to the road leading down from the pass there are plenty of warning signs. This time the cross is not just to demonstrate Polish piety but warns of mortal danger. The fact that the guard railing to the right of the cross suddenly dips below road level indicates a steep drop below.

 

 

 

Das über 1000-jährige Przemysl (65000 Einwohner), das in seiner Frühzeit schnell wechselnde Besitzer hatte, wurde 1340 von König Kasimir dem Großen Polen einverleibt. Der König ließ auf einem Berg oberhalb der Stadt eine gotische Burg errichten (man sieht den runden Burgturm oben rechts im Bild). Die Stadt gewann rasch an Einfluss und Wohlstand und wurde der Sitz zweier Bistümer, wovon heute noch zahlreiche Kirchen zeugen.
Von 1772 bis 1918, während der Aufteilung Polens unter seine Nachbarn, lag Przemysl mitten im österreichischen Kronland Galizien. Die Habsburger erkannten die strategisch wichtige Position der Stadt und bauten einen gewaltigen Festungswall (der äußerste Ring ist 45km lang) gegen die aufkommende russische Gefahr. Im 1. Weltkrieg fanden um die Festung Przemysl riesige Schlachten statt, die Historiker zu den größten des 20.Jh. zählen. Die Ruinen des Forts und die Soldatenfriedhöfe locken heute viele Touristen in die Stadt.

The over 1000 year-old town of Przemysl (pop. 65000) went through the hands of many owners in its earlier years. In 1340 it was made part of Poland by King Casimir III (the Great). The king built a Gothic Castle on the hill above the town, (the round tower of the castle can be seen to the right of the picture above). The town quickly grew in influence and became the seat of two bishoprics. The numerous churches in the town today witness to this.
From 1772 to 1918, while Poland was split up between its neighbours, Przemysl lay in the middle of the Austrian royal province of Galicia. The Habsburgs recognized the strategic importance of the town and built an enormous wall, (the outer ring is 45 km long), as defence against the impending danger from Russia. In the 1st WW The Przemysl fortress was the location of massive battles which historians count among the largest of the 20th C. The ruins of the fortress and the military cemeteries bring many tourists to the town today.

 

 

 

Der Fluss San umfließt die Altstadt im Norden und trennt die Vororte vom Stadtkern mit dem berühmten geneigten Marktplatz, der sich jenseits der Brücke am Berghang befindet. Die Stadt Przemysl wurde im 2. Weltkrieg zum Sinnbild des Hitler-Stalin-Pakts, der ganz Polen zwischen Deutschland und Russland aufteilte, bis die Deutschen 1941 den Vertrag brachen und Russland angriffen. Solange war der San die Grenze zwischen russischer und deutscher Besatzung. Die deutsche Wehrmacht musste sich nach anfänglicher Eroberung der gesamten Stadt auf den hinter uns liegenden Stadtteil Zasanie zurückziehen, während die Russen die vor uns liegende Altstadt bezogen.

The River San flows around to the north of the town and separates the suburbs from the old town centre with its famous sloping marketplace, which is on the slope beyond the bridge. In the 2nd WW the town of Przemysl became a symbol of the Hitler-Stalin pact, which divided up Poland up between Germany and Russia until Germany broke the pact in 1941. For that period the San was the border between the Russian and German occupational zones. After initially capturing the whole town the German army had to withdraw into the suburb of Zasanie, which lies behind us, while the Russians took control of the old town in front of us in the picture.

 

 

 

Unsere Bemühungen, in die Altstadt einzufahren, werden mehrmals durch Absperrungen unterbunden. Plötzlich fühlen wir uns wie in einem alten Film: Junge Männer in alten polnischen Uniformen queren die Straße, dahinter besprechen sich Soldaten der deutschen Wehrmacht; am San-Ufer grasen Pferde der polnischen Kavallerie.
Was ist hier los? Wir parken unseren Bus in der Nähe des Flusses und gehen zu Fuß ins Stadtzentrum.

Our attempts to drive into the old town are stopped several times by roadblocks. Suddenly we have the feeling we have landed in an old film: young men in old Polish uniforms cross the road and soldiers in German army uniforms discuss something; on the banks of the River San horses of the Polish cavalry are grazing.
What is happening here? We park our camping-bus near the river and go on foot into the town centre.

 

 

 

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Der kopfsteinbepflasterte, geneigte Marktplatz ist voller Menschen, die offensichtlich auf etwas warten. Zentrum der Aufmerksamkeit scheint das Gebiet um das gelbliche Gebäude in Bildmitte zu sein, das Rathaus, wie wir später erfahren.

The sloping, cobbled Market Square is full of people who are obviously waiting for something. The area around the yellow building in the middle of the picture, which we later find out to be the Town Hall, seems to be the centre of attention.

 

 

 

Wir drängen uns etwas nach vorne und entdecken verschiedene Gruppen altmodisch gekleideter Bürger und Uniformierter, die wohl polnische Polizisten und die ethnisch stark gemischte Bevölkerung Przemysls der 30-er Jahre des letzten Jahrhunderts darstellen sollen. Die Stadt war damals ein Schmelztiegel, in dem friedlich vor allem Polen, Ukrainer und Juden zusammen wohnten. Letztere waren sehr gut integriert; 24000 Juden lebten vor dem 2.Weltkrieg in der Stadt.

We push through nearer the front and discover various groups of people in old-style clothing, both civil and military, who are representing the Polish police and Przemysl’s very diverse ethnic population in the 1930’s. At that time the town was a cultural melting pot in which mainly Poles, Ukrainians and Jews lived together in peace. The latter were well-integrated; before the 2nd WW 24000 Jews lived in the town.

 

 

 

Mit großem Aufwand und Detailverliebtheit soll hier von Laienschauspielern etwas dargestellt werden, doch lange Zeit scheinen alle zu warten: die junge Mutter, die eine Angehörige des Roten Kreuzes spielt, und ein Soldat der Fahrrad fahrenden Truppe, der immer wieder auf und ab fährt. Schließlich versammeln sich aufgeregte Bürgergruppen, Kuriere verteilen Flugblätter, einzelne Personen werden abgeführt.

It is clear that something is going to be presented here with great attention to detail by amateur actors, but for a long time everyone seems to be waiting: the young mother, who is playing the role of a Red Cross worker and an armed soldier who rides back and forth on his solid military bicycle. Finally agitated groups of civilians get together, couriers hand out leaflets and individual people are marched off.

 

 

 

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Leider können wir die Ansagen zum Spiel, die ständig über ein Mikrofon bekannt gegeben werden, nicht verstehen; deshalb bleibt uns vieles im anfangs kompliziert wirkenden Ablauf rätselhaft. Wir fragen schließlich auf Englisch einen anderen Besucher, was das hier zu bedeuten habe, und er sagt, dass die Geschehnisse des Septembers 1939 nachgespielt würden.
Am 1. September griff Nazi-Deutschland Polen bei Danzig an und überzog das gesamte Land mit einem Blitzkrieg. Bereits am 7.September fielen die ersten Bomben auf Przemysl.
Während einer weiteren langen Pause (oder waren das bisher nur Proben?) wandern wir um den ungewöhnlichen Platz. Insgesamt verbringen wir hier ungeplant mehrere Stunden.

Unfortunately we don’t understand anything of the frequent loudspeaker announcements about the performance, so the course of events seems rather complicated for a while. Finally we ask another visitor in English what is happening and are told that the events of September 1939 are being re-enacted.
On 1st Sept. Nazi Germany attacked Poland near Gdansk (Danzig) and overran the whole country in a blitzkrieg. By 7th Sept. the first bombs fell on Przemysl.
During another lengthy pause (or maybe up to now was only rehearsals?) we wander around the unusual square. Altogether we end up spending many hours here unexpectedly. 

 

 

 

Wir werfen nicht mehr als einen Seitenblick auf die Franziskanerkirche, die im 18. Jh. erbaut wurde und Spätbarock mit Klassizismus verbindet.

We only have a passing glance for the Franciscan Church, which was built in the 18th C and combines Late Baroque with Classicism.

 

 

 

 

 

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Doch dann geht es richtig los: Die polnische Armee, die 1939 in großer Stärke in Przemysl stationiert war, marschiert auf.
Der Platz ist jetzt brechend voll von Besuchern. Offensichtlich wurde die Mobilmachung ausgerufen.

But then the action really starts up: the Polish army, which was posted in force in Przemysl in 1939 marches in.
The square is now packed with visitors. Apparently there has been a general mobilization.

 

 

 

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Es kommt zu dem dramatischen Zusammenbrechen eines Kuriers, der sicher nur schlimme Nachrichten bringt (li), und später zu ersten Kriegshandlungen, die den Einsatz des Roten Kreuzes erforderlich machen.

A courier collapses dramatically from his horse presumably after bringing bad news (l) and later the Red Cross plays its role following another fall from a horse (r).

 

 

 

In mehreren Wellen werden Teile der Bevölkerung aus der Stadt vertrieben. Mal sind es überwiegend Juden, erkennbar an einem bestimmten Kleidungs- und Haarstil, dann eher gewöhnlich aussehende Familien. Leider können wir, wie gesagt, den genauen Handlungsablauf nicht nachvollziehen.

Parts of the population are driven out of the town in several waves. Sometimes they are mainly Jews recognizable by their distinctive dress or hairstyle, at other times families in more ordinary-looking clothes. Unfortunately we can only follow the very general course of events.

 

 

 

Doch diese Handlungen bedürfen schließlich keiner Erklärung mehr: Ohrenbetäubende Kanonenschüsse hallen durch die Stadt, dichter Rauch legt sich über die Szenerie. Der Feind kommt, so scheint es, aus der Richtung des Flusses. Überall wird heftig geschossen, Verletzte und Tote werden abtransportiert, doch der Feind kommt immer näher und drängt die polnischen Truppen zurück. Diese müssen schließlich aufgeben und werden abgeführt.

But soon events do not need any explanation. Ear-shattering cannon-shots echo through the town and waves of smoke cover the scene. Apparently the enemy is coming from the direction of the river. There are a lot of gunshots and wounded and dead are transported away, but the enemy comes even closer and forces the Polish troops back. Finally they have to give up and the remainder march away.

 

 

 

Nun hallt lautes Motorengeknatter, wie man es aus alten Kriegsfilmen kennt, durch die Stadt. Mit modernster Technik ausgestattet rückt die deutsche Wehrmacht ein. Es ist der 14. September 1939. 8 Tage hat die Schlacht um Przemysl gedauert.

Now the aggressively loud sound of motorcycles recognizable from old war films approaches around the corner. After the bicycles and horses of the Polish army, the technology of the arriving German army seems most modern. It is the 14th Sept., the battle for Przemysl has lasted 8 days.

 

 

 

Die Motorräder halten vor dem Rathaus, ein deutscher Soldat steigt aus, in der Hand trägt er eine rote Banderole, die er ins Rathaus trägt.

The motorcycles stop in front of the Town Hall; a German soldier climbs out carrying in his hands a red banner that he carries into the building.

 

 

 

Was wir nicht für möglich halten, passiert: Die Hakenkreuzflaggen der Nazis werden tatsächlich am Rathaus aufgehängt. Sehr lang lässt man sie da allerdings nicht.

Something happens that would be unthinkable in today’s Germany: Nazi swastika flags are actually hung up on the Town Hall. However they weren’t left hanging there for long.

 

 

 

Schließlich fahren in schicken Karossen die deutschen Generäle vor und nehmen alles sehr kritisch in Augenschein. Ein Mann neben mir wird vom Geschehen mitgerissen und brüllt auf deutsch "Sieg Heil!". Ich habe mich in der dichtgedrängten Menschenmasse mit John nur noch auf Englisch unterhalten.


Das Schauspiel steht kurz vor seinem Ende. Wie die Geschichte weiterging, weiß man, doch in Przemysl gab es Besonderheiten: Bereits in der Zeit vor dem Überfall auf Polen wurden in Deutschland spezielle Einsatzkommandos errichtet und ein "Sonderfahndungsbuch Polen" zusammengestellt ("Unternehmen Tannenberg"), das alle den Nazis verdächtigen Personen wie die polnische Intelligenz und die polnischen Juden erfasste. Deshalb konnte dieses Einsatzkommando unter Mithilfe der Hitlerjugend bereits am 15. September mit der Erschießung von Verdächtigen beginnen.
Zwischen dem 15.-19. September wurden insgesamt 600 Juden erschossen ("Massaker von Przemysl"). Am 28. September mussten sich die Deutschen hinter den Fluss San in den Vorort Zasanie zurückziehen, der die Demarkationslinie zwischen dem von Russen und von Deutschen besetzten Polen darstellte.
Als Deutschland im Juni 1941 den deutsch-russischen Nichtangriffspakt brach und Russland attackierte, wurde in den Straßen Przemysls wieder heftig gekämpft. Die Deutschen nahmen die gesamte Stadt ein. In ihre Hände fielen auch die verbliebenen, inzwischen völlig verarmten 16000 Juden. Ein Ghetto wurde errichtet, in dem schließlich 24000 Juden leben mussten. Bis Februar 1944, der offiziellen Aufhebung des Ghettos, kam es in mehreren Wellen zu Massenerschießungen und dem Abtransport Tausender in die Vernichtungslager.
Von 24000  Przemysler Juden haben nur 400 den Holocaust überlebt.

Finally the German military commanders roll up in their smart cars and examine everything critically. A man nearby in the crowd is carried away by the story and calls out “Sieg Heil” in German. We both feel more comfortable in the crowd talking English to each-other instead of our usual German.

The performance is almost at an end. How the war history generally went on is well known, but in Przemysl there were scandalous events: in the period before the invasion of Poland special forces had already been set up and a “Special Search Book for Poland” was compiled (“Operation Tannenberg”) listing by name about 60000 persons considered suspicious by the Nazis, such as the Polish intelligentsia and Polish Jews. With the help of the Hitler Youth (‘Hitlerjugend’) the special force of the Security Police started shooting suspects in Przemysl on 15th September.
Between the 15th and the 19th of September a total of 600 Jews were shot, (‘the Massacre of Przemysl’). On the 28th September the Germans withdrew behind the River San in Zasanie, a suburb of the town. The river was the border between the Russian- and German-occupied parts of Poland.
When Germany broke the German-Russian non-aggression pact in June 1941 and attacked Russia, there was violent fighting in the streets of Przemysl again. The Germans captured the whole town and the remaining 16000 completely impoverished Jews fell into their hands. A ghetto was set up in which 24000 Jews had to live. Up to February 1944, when the ghetto officially ceased to exist, there were repeated waves of mass executions and the mass transportations of thousands to the extermination camps.
Of 24000 Przemysl Jews only 400 survived the holocaust.  

 

 

 

An diesem Tag endet das Schauspiel mit dem Einzug der Nazis in die Stadt. Als Abschluss geht ein kleines Mädchen in jüdischer Tracht allein über den weiten Platz und spielt auf der Geige eine traurige Melodie. Die Menschenmasse ist mucksmäuschenstill.

Today’s performance ends with the entry of the Nazis into the town. At the end a young girl in Jewish clothes walks alone across the large square and plays a sad melody on her violin. The crowd listens in complete silence.

 

 

 

Kurz hinter Przemysl entdecken wir dieses Schild, das eindeutig antisemitisch ist. "Jude won" heiße "Jude raus", übersetzt uns eine aus Krakau stammende Bekannte.
Die 50000 polnischen Juden (von über 3 Millionen), die den Holocaust überstanden, litten auch nach dem Krieg noch unter Verfolgungen. Viele von ihnen wanderten aus, so dass heute nur noch 10000-15000 Juden in Polen leben. Auch sie scheinen nicht allen willkommen zu sein.

Not far out of Przemysl on the main road afterwards we are surprised to pass this anti-Semitic road sign. A Polish person we know who comes from Krakow confirmed that by translating it for us: “Jude won” means “Jew get out”.
The 50000 Polish Jews, (out of over 3 million), who survived the holocaust suffered persecution after the 2nd WW as well. Many of them emigrated, so that today only about 10000-15000 Jews still live in Poland, but even they do not seem welcome to everyone.

 

 

 

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